Bewegende Aktion Junge verkauft Limonade für seine eigene Adoption

Tristan
Tristan
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Tristan wurde von seinen Eltern allein zurückgelassen. Jetzt kämpft er dafür von seiner Pflegefamilie adoptiert zu werden

Wer hat es nicht auch schon in einer US-Serie gesehen: Kinder, die sich ihr Taschengeld mit einem Limonade-Stand vor dem Haus aufbessern. Oder für ihre Schule oder für die Pfadfinder Kekse an Haustüren verkaufen. Nicht umsonst verstehen sich die USA als Land der Geschäftstüchtigen und Selfmade-Milionäre.

Mit Keksen und Limonade zum Traum

Auch der neunjährige Tristan aus Springfield, Missouri, hat vergangenes Wochenende einen Limonade-Stand vor seiner Tür aufgebaut. Für einen Dollar konnte man bei ihm Wasser, Kekse und Zitronenlimonade kaufen, die er zuvor aus Wasser und Zitronenpulver angerührt hatte. Das Besondere und Tragische daran: Tristan hatte seinen Stand nicht aufgebaut, um sein Taschengeld aufzubessern oder seinen Erlös einem gemeinnützigen Zweck zukommen zu lassen. Tristan wollte das Geld sparen, um seine eigene Adoption finanzieren zu können.

Tristan kann wieder lachen.
Tristan kann wieder lachen.
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Tragische Familiengeschichte

Tristans Mutter hatte ihn mit zarten fünf Jahren in einem Obdachlosenheim zurückgelassen, um ihre Drogensucht weiter mit Prostitution bezahlen zu können. Sein gewalttätiger Vater sitzt zurzeit eine Haftstrafe von 22 Jahren ab. Ganz allein gelassen wusste man nicht wohin mit dem armen Jungen, bis sich die Nachbarn Donnie und Jimmy Davis ein Herz gefasst hatten und den Jungen bei sich aufgenommen haben.

Am Existenzminimum für die Adoption

Zum ersten Mal erlebte Tristan bei seiner neuen Pflegefamilie, wie es ist, eine liebende und sorgende Familie zu haben. Für eine Adoption war die Familie aber zu arm. Die Gebühren für eine Adoption belaufen sich immerhin auf 6.500 bis 10.000 Dollar. Um Tristan auch offiziell in der Familie aufnehmen zu können, hatte die Familie umfangreiche Sparmaßnahmen vorgenommen: Alles, was nicht unbedingt zum Leben gebraucht wurde, wurde auf dem Flohmarkt verkauft. Das Kabelfernsehen wurde abgeschafft und auch Telefon-und Internetanschluss wurden auf ein Minimum reduziert. Trotzdem reichte es hinten und vorne nicht.

Tristan und seine neue Mama.
Tristan und seine neue Mama.
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Um selbst seinen Beitrag zu seiner eigenen Adoption zu leisten, kam Tristan schließlich auf die Idee Limonade zu verkaufen.

Überwältigende Rückmeldung

Wahrscheinlich wäre Tristan auch mit seinem Limonadenstand nie auf einen grünen Zweig gekommen, hätten nicht irgendwann die Lokalmedien von der rührenden Geschichte Wind bekommen: Binnen kurzer Zeit nach den ersten Berichten über den traurigen Jungen, der Limonade für seine eigene Adoption verkauft, bildete sich eine lange Schlange vor Tristans Limonadenstand. Menschen aus von nah und fern kamen, um ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen und sie ließen ihm ein gutes Trinkgeld da!

Tristan und seine neue Familie.
Tristan und seine neue Familie.
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Am Ende seines Verkaufstages hatte Tristan mit seiner Zitronenlimonade fast 6500 Dollar eingenommen. Zusammen mit den Spenden über einen Spendenaufruf, den seine baldige Mutter im Internet veröffentlicht hatte, kamen über 17.000 Dollar zusammen. Genug für die Adoption und die erste Anzahlung fürs College!

Neue Familie durch Limonade

Donnie und Jimmy Davis sind noch immer tief bewegt von der Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen. Und auch Tristan ist völlig aus dem Häuschen. Spätestens im Oktober wird er dann also offiziell zur Familie gehören. Glückwunsch, Tristan Davis!

tgi / Gala

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