DNA-Test überführt ihn : Betrüger gibt sich als vermisster Timmothy aus

In den USA hat sich ein Mann für den vor acht Jahren verschwundenen Timmothy Pitzen ausgegeben. Ein DNA-Test ergab nun, dass es sich um einen Hochstapler handelt



Timmothy Pitzen aus Aurora, Illinois wird seit dem 12. Mai 2011 vermisst. 

Timmothy Pitzen ist seit acht Jahren verschwunden. Als sich ein Mann bei der Polizei meldete und als Timmothy ausgab, schöpften seine Familie und die amerikanischen Behörden neue Hoffnung. Doch die anfängliche Freude schlug schnell in Fassungslosigkeit um: Der vermeintliche Timmothy ist ein Betrüger. 

Timmothy Pitzen wird seit dem 12. Mai 2011 vermisst

Zur Einordnung: Timmothy Pitzen wurde zuletzt im Mai 2011 gesehen. Seine Mutter hatte den damals Sechsjährigen aus Aurora, Illinois, von der Schule abgeholt. Drei Tage später wurde sie in einem Motel tot aufgefunden, die Ermittler gehen von Suizid aus. Seitdem fehlt auch von Timmothy jede Spur. Neben dem Leichnam seiner Mutter wurde lediglich ein Zettel gefunden, auf dem sie vermerkt hatte, dass sie ihren Sohn bei Menschen untergebracht habe, die sich um ihn kümmern. An die Finder des Zettels gerichtet schrieb sie: "Ihr werdet ihn nie finden." Einen Grund dafür nannte sie nicht. 

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Seitdem sind Polizei und das FBI auf der Suche nach Timmothy. Ermittlungen ergaben, dass die Mutter mit ihrem Sohn vor ihrem Tod rund 800 Kilometer gereist war und unter anderem einen Zoo besucht hatte. Danach verliert sich die Spur.  

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Betrüger wird durch DNA-Test überführt

Als sich am 3. April diesen Jahres ein junger Mann bei der Polizei in Campbell County im US-Bundesstaat Kentucky bei der Polizei meldete und angab, er sei Timmothy Pitzen, schöpften Angehörige und Ermittler neue Hoffnung. Der Mann behauptete, er sei zwei Entführern entkommen, so der Bericht der örtlichen Polizei. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei dem Mann nicht um den Vermissten, sondern um einen Hochstapler handelte.

Ein DNA-Test bestätigte jetzt, dass der vermeintliche Timmothy eigentlich ein 23-Jähriger aus Ohio ist. Der Betrüger, der laut der Polizei bei seiner Aussage verstört gewirkt habe, ist bereits vorbestraft. Das berichtet unter anderem die Zeitung "Cincinnati Enquirer". Der Mann sei erst vor einem Monat aus dem Gefängnis freigekommen, nachdem er eine einjährige Haftstrafe wegen Vandalismus und Einbruchs verbüßt hatte. Das FBI erklärte nun, die Suche nach Timmothy weiterführen zu wollen. Man hofft auch heute noch, den Jungen in Zukunft wieder zu seiner Familie bringen zu können. 

Verwendete Quellen: spiegel.de, dpa, missingkids.org, stern.de, cincinnati.com, abcnews.go.com

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