Badeunglück in Baden-Württemberg: Sechsjähriger ertrinkt im Neumühlsee

Es war ein heiterer Sommertag in Baden-Württemberg, aber für einen kleinen Jungen endete der Badeausflug im Neumühlsee bei Waldenburg tödlich 

Kinder springen in einen Badesee.

Der Neumühlsee bei Waldenburg liegt inmitten von Wiesen, Feldern und Waldstückchen und ist ein paradiesischer Ort an heißen Sommertagen. Ausgerechnet hier ereignete sich am Sonntagabend, 30. Juli, ein schreckliches Unglück. 

Er soll 15 Minuten unter Wasser gewesen sein

Ein Sechsjähriger besuchte den Badesee mit seiner Familie, als die Eltern gegen 18 Uhr feststellten, dass der kleine Junge verschwunden war. Sie riefen sofort zu einer großen Suchaktion auf, berichtete Polizeisprecher Achim Küller dem "SWR": "Viele Badegäste, die auch am Neumühlsee waren, haben geholfen." Der Junge konnte so im Wasser geortet und dann ans Land gebracht werden. Die Polizei vermutet, dass das Kind mindestens 15 Minuten unter Wasser getrieben sein müsse, bevor Ersthelfer versuchten ihn wiederzubeleben. Eine Notärztin setzte dann die Maßnahmen auf dem Weg ins Krankenhaus fort. 

Unfallursache ist bislang unklar 

Doch alle Versuche den kleinen Jungen am Leben zu halten, führten ins Leere. "Sein Zustand war sehr kritisch. Er lag auf der Intensivstation in einem Krankenhaus. Und er ist im Laufe der Nacht in dem Krankenhaus verstorben. Es war nicht möglich ihn zu retten", so der Polizeichef. Die Beamten ermitteln nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte: "Jetzt hat die Kriminalpolizei in Künzelsau aufgrund des Todesfalles die Ermittlungen übernommen. Die haben jetzt zu klären, wie kam es zu dem Todesfall, wurden irgendwelche Aufsichtspflichten verletzt und dergleichen"

Der DLRG warnt  

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellte am 27. Juli bereits fest, dass die Anzahl der Ertrunkenen in diesem Jahr besonders hoch sei. Aus der Meldung geht hervor, dass es seit Januar beim Baden bereits zu 280 Todesfällen gekommen ist. Das sind bereits 40 mehr, als im Vorjahr und die Badezeit scheint längst nicht vorbei zu sein. Die meisten Menschen seien an ungesicherten Badestellen im Binnenland ertrunken. Mit 250 Todesfällen machten sie fast 90 Prozent der Gesamtzahl aus.
Häufig ereigneten sich Unfälle wegen Leichtsinn, einer hohen Risikobereitschaft und falscher Selbsteinschätzung, erläutert DLRG-Sprecher Achim Wiese. Aber auch Eltern, die sich von ihren Handys ablenken lassen und ihre Kinder aus den Augen verlieren, bereiten der DLRG Sorgen.

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