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Trauriges Schicksal Baby-Elefant muss sterben, weil Zoo ihn zu grausamen Tricks zwingt

Elefanten-Baby Dumbo musste sterben (Symbolbild)
Elefanten-Baby Dumbo musste sterben (Symbolbild)
© Shutterstock
Es ist eine grausame Geschichte, die so vermutlich tausendfach vorkommt. Ein kleiner Baby-Elefant in Thailand musste so lange Tricks vorführen, bis er vor wenigen Tagen dabei gestorben ist

Eigentlich hieß er Ping-Pong, doch der Name, den die Organisation "Moving Animals" ihm gegeben hat, passt viel besser: Dumbo tauften sie ihn, weil sein Schicksal einfach so traurig ist. Der Baby-Elefant im thailändischen Phuket Zoo musste – genau wie sein fiktives Pendant – Kunststücke und Tricks für Besucher aufführen, musste sie unterhalten. Bis er am 17. Mai verstarb.

Dumbo war krank

Pig-Pong aka. Dumbo war die Attraktion im Phuket Zoo. Er musste im Rahmen der Elefanten-Show tanzen, Musikinstrumente spielen und andere Tricks vorführen. Nach seinen Auftritten musste er mit Besuchern für Selfies posieren. Und das mit gerade einmal zwei Jahren. Das echte Leben hat Dumbo niemals kennenlernen dürfen, war zeitlebens im Zoo gefangen und dort für das Entertainment der Besucher zuständig. Was viel zu spät erkannt wurde: Dumbo war krank. Er litt an einer Magen-Dam-Infektion, wegen der er kein Essen aufnehmen konnte. Er wurde immer dünner, immer kraftloser, konnte letztlich kaum mehr sein eigenes Gewicht tragen. Deswegen brach er seine beiden Hinterbeine, doch die Verletzung wurde erst Tage später entdeckt. Eine Woche später war Ping-Pong alias Dumbo tot.

"Moving Animals" kam zu spät 

Mit einer Petition wollte die Tierschutzorganisation "Moving Animals" den kleinen Elefanten retten, ihn freikaufen und gesund pflegen. Sie konnten 200.000 Unterschriften sammeln, woraufhin der Zoo gezwungen wurde, Dumbo vor der Öffentlichkeit zu schützen, sodass er sich vollkommen auskurieren kann. Dazu kam es aber nie.  Dumbo erholte sich nicht mehr, sondern starb am 17. Mai im Phuket Zoo. "Mit großer Bestürzung müssen wir mitteilen, dass Dumbo gestorben ist", schreibt die Tierschutzorganisation bei Instagram.

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Update: We are devastated to announce that “Dumbo” has passed away. The campaign calling for his freedom from Phuket Zoo revealed his skeletal body to the world, which raised concerns that he was ill: movinganimals.org/savedumbo It now turns out that he had an infection in his digestive tract, and he became so weak that his back legs snapped beneath him. Despite this, the zoo did not realise his legs were broken for three days, until the baby elephant was finally taken to an elephant hospital. . For “Dumbo” to die whilst under the so-called “care” and “treatment” of the zoo shows just how neglected these animals are in captivity. We want to thank everyone for their overwhelming support for “Dumbo”. We hope that “Dumbo” is now finding the peace that he was so cruelly denied in his lifetime, and that his tragic story will urge Thai authorities to finally put an end to outdated animal performances. . 📷 "Dumbo", Phuket Zoo, March 2019. Rest in Peace.

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Das wohl Erschreckendste an der ganzen Geschichte: Der Zoo darf auch weiterhin Elefanten wie Dumbo halten. Offiziell konnten die regionalen Behörden nämlich keinen Verstoß gegen geltende Tierschutzrechte feststellen.

Verwendete Quelle: Noizz

abl Gala

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