Unfall-Tragödie: Auto mit sechs Menschen stürzt ins Meer - Nur das Baby überlebt

Niemand kann sich vorstellen, wie schwer es für diese Mutter sein muss, fast ihre gesamte Familie beerdigen zu müssen - Nur ihr Baby überlebte

Trauerkerzen

Für Louise James war es wohl der schwerste Gang ihres Lebens, als sie den Sarg ihres toten Sohnes aus der Kirche trug und leider war es auch nicht der einzige, der an diesem Tag beerdigt werden musste. Insgesamt fünf Menschen starben bei einem Unfall, der vielleicht hätte verhindert werden können. Unter den Opfern befanden sich Louises Ehemann Sean McGrotty, ihre Söhne Mark, 12, und Evan, 8, Louises Mutter Ruth Daniels und deren 14-jährige Tochter Jodie Lee Daniels.

Louise James trägt den Sarg ihres Sohnes zu Grabe


Der Unfall der ihr Leben veränderte

Sean fuhr im März vergangenen Jahres zusammen mit seinen Söhnen, seiner Schwiegermutter und deren Tochter den Küstenweg bei Buncarana in Irland entlang und verlor auf der rutschigen Straße die Kontrolle über den Wagen. Der Audi Q7 stürzte ins Meer und versank langsam. Der ehemalige Fußballspieler Davitt Walsh sah das Unglück, stürzte sich sofort ins Wasser und versuchte zu helfen. Als Sean die Scheibe einschlug konnte er nur noch sein Baby herausreichen, dann zog die Strömung das gesamte Auto mit der Front voran unter Wasser. "Rette mein Baby", waren seine letzte Worte.

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©Gala

Nur das Baby überlebte

Davitt berichtet später vor Gericht : "Ich sah einen Jungen im Auto, der versuchte rauszukommen. Als ich das Baby aus dem Auto zog, strömte das Wasser rein und ich musste die Rettungsaktion abbrechen, weil ich Mühe hatte, mit dem Baby nicht in der Strömung zu versinken." Die vier Monate alte Rionaghac-Ann überlebte und konnte von Davitt an Land gebracht werden.

Mutter nicht mit im Wagen

Louise James war während des Vorfalls in Liverpool bei einem Junggesellinnenabschied. "Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht richtig war - ich weiß auch nicht, warum", sagte sie später. Kurz vor dem Unfall telefonierte sie noch mit ihrer Schwester, konnte sie dann aber wenig später nicht mehr erreichen.

Neue Erkenntnisse

Die Polizei gab nun bekannt, dass der Fahrer des Wagens, Sean, unter Alkoholeinfluss stand. Man konnte einen Blutalkoholwert von 1,59 Promille nachweisen. Das ist drei Mal so viel, wie in Irland überhaupt erlaubt ist. (0,5 Promille)

In einer Gerichtsverhandlung, die am Donnerstag (23.112017) endete, entschied man, dass der Unfall "selbstverschuldet" war, wie der Guardian berichtete. Doch auch der Zustand der Straße wurde in der Verhandlung diskutiert. Seit 2015 soll laut der britischen Zeitung Mirror dort nicht mehr gereinigt worden sein. Die Straße war übersät mit glitschigen Algen.

Anklagende Worte der Mutter

Louise forderte in einer Pressemitteilung, die ihr Anwalt nach der Verhandlung verlas: "Ich denke, dass die Küstenstraße hätte gesperrt sein müssen. So ein Unfall musste passieren."

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