Feierabend, ade!: So viel arbeiten Angestellte in ihrer Freizeit wirklich

Durchschnittlich opfern Arbeitnehmer fünf Stunden ihrer Freizeit pro Woche für die Arbeit. Doch das ist nicht unbedingt etwas Gutes

Geschäftliche Telefonate, Mails checken und Co. - das alles erledigen viele Arbeitnehmer außerhalb der Arbeitszeiten.

Zuhause nochmal kurz die Emails checken oder ein Meeting während der Mittagspause. Freizeit und Arbeitszeit vermischen sich in Deutschland zunehmend miteinander. Die Folge: Wir wissen gar nicht mehr, wann wir überhaupt Feierabend haben, denn die Grenzen verschwimmen immer mehr.

Arbeitnehmer opfern ihre Freizeit

Eine Untersuchung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Zusammenarbeit mit dem Karrierenetzwerk Xing hat gezeigt, dass der reale Arbeitsalltag im Jahr 2018 vor allem eines bedeutet: Wenig Freizeit, viel Arbeit. Die "Welt" hatte kürzlich erstmals darüber berichtet. Durchschnittlich verbringen Arbeitnehmer in Deutschland etwa fünf Stunden ihrer Freizeit pro Woche mit beruflichen Dingen. Seien es dienstliche Anrufe, Mails oder das Stöbern in Fachliteratur. Jeder Achte opfert sogar elf Stunden in der Woche für seinen Beruf.

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Außerdem fand die Untersuchung heraus, dass Männer häufiger Berufliches in ihrer Freizeit erledigen als Frauen. Befragt wurden Berufstätige zwischen 25 und 54 Jahren, die angeben zwischen 5 und 80 Stunden pro Woche zu arbeiten. 

Grenzen sind wichtig

Laut Forschern gehe der Trend weiterhin in Richtung "Entgrenzung der Arbeit". Das führt dazu, dass sich die tatsächliche Arbeitszeit immer schwerer messen lässt. Wer also ständig Arbeit außerhalb der Arbeitszeiten und des Firmengebäudes erledigt, der setzt sich der Gefahr der Überlastung aus. 

Um dem entgegenzuwirken sei laut IZA-Forscher Hilmar Schneider eine gute Führung notwendig. „Vorgesetzte sollten die Balance von Arbeit und Freizeit selbst vorleben und ihre Mitarbeiter darin unterstützen, bei aller Flexibilität auch Grenzen zu ziehen“, sagte er der "Welt".

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