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Tödliche Verwechslung Ärzte in New York ziehen Stecker bei falschem Patienten

In New York geschah eine dramatische Verwechselung
In New York geschah eine dramatische Verwechselung
© Shutterstock
Die Geschichte, die sich im Sommer 2018 in einem New Yorker Krankenhaus ereignet hat, ist fast zu dramatisch, um wahr zu sein

Vor dem Bronx Supreme Court wird gerade ein ebenso kurioser wie dramatischer Fall verhandelt. Im St. Barnabas Krankenhaus im New Yorker Stadtteil Bronx war es vor einiger Zeit nämlich zu einer Verwechselung gekommen, bei der ein "falscher" Patient gestorben ist.

Es war eine laue Sommernacht, als Shirell Powell ins St. Barnabas Hospital gerufen wurde. Ihr Bruder Frederick Williams sei mit einer Überdosis eingeliefert worden, kämpfe um sein Leben. Die Prognosen standen schlecht, die Ärzte gaben ihm nur eine geringe Chance, den Vorfall zu überleben. Und so verbrachte Shirell Tag und Nacht am Bett ihres Bruders. Fast zwei Wochen lang schwebte sie zwischen Hoffen und Bangen, und entschied sich letztlich dazu, die lebenserhaltenden Geräte abzuschalten, als klar war, dass er sich nicht erholen würde. Unglücklich nur, dass es sich bei dem bewusstlosen Patienten mit der Überdosis gar nicht um Shirells Bruder Frederick handelte. 

Shirell Powell entschied über das Leben eines Fremden

Erst bei der Autopsie wurde festgestellt, dass es sich bei dem Toten tatsächlich nicht um Frederick Williams handelte, sondern um einen Mann namens Freddy Clarence Williams. "Ich wäre fast ohnmächtig geworden, weil ich einen Fremden getötet habe, den ich nicht einmal kannte. Ich habe mein Einverständnis gegeben, die Geräte abzuschalten", erzählt Shirell vor dem Bronx Supreme Court über das schreckliche Erlebnis. Zu dem dramatischen Zwischenfall konnte es kommen, weil der Patient im Krankenhaus mehrere Schläuche am Körper hatte, so konnte Shirell ihren Bruder nicht identifizieren. Der "richtige" Frederick Williams, also Shirells Bruder, saß zu dem Zeitpunkt im Gefängnis und konnte demnach keinen Kontakt zu seiner Schwester aufnehmen. Besonders schlimm sei der vermeintliche Tod Fredericks für seine Töchter Brooklyn, 17, und Star, 18, gewesen. Die Teenager-Mädchen waren extra aus Virginia angereist, um ihrem "Vater" Lebewohl zu sagen. "Sie waren hysterisch, küssten ihn und weinten." 

Verwendete Quellen: Washington Post

abl Gala

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