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Dreiste Abzocke in Rom 430 Euro für zwei (!) Teller Spaghetti

Spaghetti

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Rom ist eine der beliebtesten Städte Europas. Klar, dass man in der italienischen Hauptstadt mehr Geld für Essen und Getränke als anderswo ausgeben muss. Das Prinzip "Angebot und Nachfrage" wurde nun aber auf die Spitze getrieben. 

Die Stadt Rom ist das beliebteste Reiseziel Italiens. Jährlich reisen Millionen Menschen in die Hauptstadt, um sich das Kolosseum, den Trevi-Brunnen und den Petersdom anzusehen. Wie beliebt die Stadt ist, das wissen auch die Anwohner, die Restaurants, Cafés oder andere Geschäfte betreiben. Und schrauben ihre Preise drastisch in die Höhe. Nun hat der Preis-Wahnsinn ein neues Level erreicht. 

Spaghetti, Fisch, Wasser: Das macht 430 Euro

Jüngste Opfer der Touristen-Abzocke? Ein Pärchen aus Japan. Die Reisenden bestellten sich im "Antico Caffé di Marte" typisch italienische Spaghetti, dazu etwas frischen Fisch und zwei Gläser Wasser. Nach dem Abendessen dann der Schock: Die vom Kellner gebrachte Rechnung belief sich auf knapp 430 Euro. Für Essen und Getränke berechnete das Restaurant, so das Paar auf Tripadvisor, 349,80 Euro. Hinzu kamen 80 Euro Servicepauschale. Obwohl der veröffentlichte Bon mittlerweile gelöscht wurde, finden sich auf der Plattform zahlreiche schlechte Bewertungen für das besagte Restaurant. Die Gäste aus Japan sind nicht die einzigen, die von den extrem teuren Speisen geschockt sind.

Restaurant in Rom zeigt keine Reue

Mittlerweile bezog das "Antico Caffé di Marte" Stellung zu dem Vorfall und sagte gegenüber der italienischen Zeitung "Corriere de la Sera": "Unsere Speisekarte ist klar. Sie (die japanischen Touristen) haben diesen Preis bezahlt, weil sie nicht nur Spaghetti, sondern auch Fisch genommen haben, der frisch ist. Der Kunde wählt ihn an der Theke aus." 

Während das Restaurant unbeeindruckt scheint, interessiert sich nun auch die Polizei für das Lokal. Ebenfalls von "Corriere de la Sera" befragt, lässt Kommissar Fipe Roma Giancarlo Deidda verlauten: "Wir verurteilen nachdrücklich jedes Verhalten, das nicht auf Transparenz und Fairness gegenüber den Kunden beruht, und was noch schlimmer ist, wenn es um Touristen geht. [...] Wir müssen diejenigen isolieren, die die Grundprinzipien der Unternehmensethik nicht respektieren." Neben Geldstrafen kann im schlimmsten Falle auch ein Lizenz-Entzug drohen.

Verwendete Quellen:Tripadvisor, Stern, Corriere de la Sera

ame Gala

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