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Dramatische Verwechslung Südkorea: Arzt nimmt Abtreibung an falscher Frau vor

Der Arzt setzte die Spritze bei der falschen Frau (Symbolbild)
Der Arzt setzte die Spritze bei der falschen Frau (Symbolbild)
© Shutterstock
Im südkoreanischen Seoul ist es zu einer folgenschweren Verwechslung gekommen: Ein Arzt hat eine Abtreibung bei einer Frau durchgeführt, die eigentlich nur eine Vitaminspritze hätte bekommen sollen.

Sie war in die Klinik nach Seoul gekommen, um eine Vitaminspritze zu bekommen. Doch stattdessen wurde der in der sechsten Woche schwangeren Vietnamesin eine Narkosespritze gesetzt. Ihr Fötus wurde daraufhin in einer Operation entfernt. Über den schier unglaublichen Fall, der sich schon Anfang August zugetragen hat, berichtet unter anderem die südkoreanische Nachrichtenagentur "Yonhap".

Mehrere unglückliche Zwischenfälle

Zu dem Unglück kommen konnte es, weil weder der Arzt noch das Klinikpersonal die Identität der Frau überprüften. Wie CNN berichtet, habe es mehrere Fehler gegeben, die Identifikation der Frau habe Probleme bereitet. Erst als die Frau am nächsten Tag wieder ins Krankenhaus kam und über Blutungen klagte, sei die Verwechslung aufgefallen. Man teilte ihr erst dann mit, dass man ihr ungeborenes Baby abgetrieben habe. 

Vorfall zieht Untersuchungen nach sich

"Der Arzt und die Pflegerin haben ihre Versäumnisse eingeräumt", erklärte ein Polizist gegenüber CNN. Mittlerweile würde gegen den behandelnden Arzt, der die Abtreibung fälschlicherweise durchgeführt hat, und die Pflegerin ermittelt werden. Es droht ihnen eine Haftstrafe, denn in Südkorea sind Schwangerschaftsabbrüche bislang nur in Ausnahmefällen legal, etwa, wenn die Schwangerschaft in Folge einer Vergewaltigung entstanden ist. Frauen, die abgesehen davon abtreiben lassen, droht eine Strafe von bis zu einem Jahr Gefängnis. Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, können mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden.

Verwendete Quelle: CNN, Stern, Spiegel

abl Gala

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