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Tattoo-Wahnsinn 40.000 Tattoos auf einem Körper und eine ganz besondere Bedeutung

Alfredo Meschi
Alfredo Meschi
© instagram.com/alfredomeschix
Sein Körper ist übersät mit insgesamt 40.000 Tattoos und kaum ein Zentimeter seiner Haut ist noch frei, doch für diesen Künstler hat jedes einzelne eine ganz besondere Bedeutung

Auf den ersten Blick sieht seine Haut aus wie gesprenkelt, doch schaut man genauer hin, sieht man auf Alfredo Meschis Körper lauter kleine Kreuze. 40.000 sollen es sein und damit will er eine klare Botschaft senden. 

Für den Tierschutz

Jedes Kreuz steht für ein getötetes Tier, denn es sind laut seiner Aussage 40.000 weltweit, die sekündlich sterben.

"Mit meinen Tattoos will ich die Welt für einen Moment anhalten. Ich will sie auf den Wahnsinn hinweisen, der sekündlich bei den Schlachtern dieser Welt passiert, nur, damit unser Fleischhunger befriedigt wird." 

Selbst früher Fleischliebhaber

Der 50-Jährige gesteht, selbst sein halbes Leben lang Fleisch und Fisch gegessen zu haben. Er war sogar Fischer. Doch ein Zufall öffnete ihm die Augen. Er fand einen kleinen Straßenhund und päppelte ihn auf. Das habe ihm gezeigt, wie wichtig es sei, Tiere zu schützen.

Wie viele Tiere sterben pro Sekunde?

Die Zahl von 40.000 Tieren, die pro Sekunde weltweit sterben, ist schwierig (wenn nicht gar unmöglich) zu ermitteln. Alfredo bezieht sich dabei auf die Statistiken von zwei Websites. (ConsiderVeganism.com und fischcount.org)

Auch, wenn es also nur Schätzungen sind, ist seine Message trotzdem klar: Es sind zu viele Tiere, die sterben, nur damit wir sie essen können.

Schmerzhafte Prozedur

Alfredo ist stolz auf seine Körperkunst, doch der Weg zum fertigen Motiv war lang und schmerzvoll. Ganze zwei Monate ließ er sich jeden Tag in einem Tattoostudio in Sardinien mit Nadeln traktieren. "Es tat überall weh, die Schmerzen waren groß."

Hat sich der Aufwand gelohnt? Ja, sagt er. Die Resonanz auf sein Projekt sei riesig und er zieht damit durchs gesamte Land. Tattoo-Messen, Festivals, Museen - überall versucht er, den Leuten die Augen zu öffnen. "Ich wünsche mir, dass die Menschen ihren Umgang mit Tieren und ihren Konsum überdenken."  

lbu Gala

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