Nachwuchsbäcker: 13-Jähriger spendet für jeden verkauften Kuchen an Obdachlose

Seinem Hobby nachgehen und dabei Gutes tun. Diesem Motto hat sich der 13-jährige Amerikaner Michael Platt verschrieben. Und backt seit zwei Jahren Kuchen und Cupcakes für Obdachlose.

Michael Platt

Um anderen Menschen in Not zu helfen, bedarf es nicht immer viel, manchmal nicht einmal erwachsen zu sein. Das beweist auch ein erst 13-jähriger Junge aus den USA. Dieser hat nämlich bereits vor zwei Jahren sein Hilfsprojekt für Obdachlose gestartet. Seitdem ist er nicht nur Geschäfts"mann" und Bäcker, sondern auch Wohltäter, der hungernden Menschen seiner umliegenden Gemeinden etwas zu Essen gibt und ihnen eine Freude macht.

13-Jähriger backt für Obdachlose Kuchen und Cupcakes

Michael Platt, der heute Dreizehnjährige, bekam in der sechsten Klasse die niederschmetternde Nachricht, dass sein Schulbesuch ab sofort der Geschichte angehört. Seit Jahren litt und leidet der Junge an Epilepsie. Seine Anfälle wurden so schlimm und so häufig, dass ein Schulbesuch nicht mehr machbar war. Von heute auf morgen änderte sich das Leben des aufgeweckten Jungens, der unter anderem gerne Sport trieb. Damals entschieden sich seine Eltern dazu, ihn in Zukunft zu Hause zu unterrichten. Doch Michael brauchte einen zusätzlichen Ausgleich und stürzte sich auf sein liebstes Hobby: dem Backen. 

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Als Bewunderer des Menschenrechtlers Martin Luther King Jr. hatte sich der noch junge Michael bereits zahlreiche Gedanken darüber gemacht, wie er Menschen in Not helfen könnte. Nachdem er zu Weihnachten von seinen Eltern ein Paar Schuhe der Organisation "TOMS One For One" bekam, hatte er eine zündende Idee. Hinter "TOMS One For One" steckt ein Hilfsprojekt, das dafür sorgt, dass für jedes gekaufte Paar Schuhe ein weiteres Paar an Bedürftige gespendet wird. Und so fasste der junge Michael den Entschluss, zu backen und für jeden gebackenen und verkauften Kuchen oder Cupcake, eine entsprechende Leckerei an Obdachlose zu spenden. 

Am liebsten beschenkt er Kinder

Mit einer Starthilfe der Eltern, die ihn zu Beginn mit den nötigen Utensilien ausstatteten, legte Michael los und baute sich mit der Zeit ein kleines, aber feines, selbstfinanzierendes Backbusiness auf. Inzwischen bäckt er durchschnittlich um die 75 Cupcakes pro Monat und auch seinen ersten Hochzeitskuchen hat er bereits verkauft. Zweimal im Monat fährt er dann zu speziellen Einrichtungen und verteilt dort seine Spenden - am liebsten an Kinder, wie er der amerikanischen "The Washington Post" berichtet. "Ich weiß, dass ich Cupcakes mag, aber zusätzlich gehören Cupcakes doch auch einfach zur Kindheit, also sollten sie diese auch bekommen." 

Einen Namen hat das kleine, heimische Business übrigens auch: "Michaels Desserts". Das sonst in Amerika übliche und grammatikalisch richtige Apostroph (es müsste eigentlich "Michael's Desserts" heißen) ließ der Nachwuchsbäcker bewusst weg. Das soll ihn daran erinnern, dass er für andere und nicht für sich selbst backt. 

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Verwendete Quellen: The Washington Post, Michaelsdesserts.com, TOMS

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