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#unhatewomen Diese Kampagne kritisiert verbale Gewalt gegen Frauen in Raptexten

#unhatewomen:  Diese Kampagne kritisiert verbale Gewalt gegen Frauen in Raptexten
© TERRE DES FEMMES/Philipp und Keuntje
Auch Worte können Gewalt sein. Vor allem gegen Frauen. Die Kampagne #unhatewomen macht nun auf die gewaltverherrlichende und frauenverachtende Sprache in deutschen Rap-Songs aufmerksam.

Dass die Texte einiger Deutsch-Rapper sexistisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend sind, ist kein Geheimnis. Umso schlimmer, dass diese Songs noch immer in den Charts sind oder am Wochenende lautstark in Clubs gespielt werden.

#unhatewomen: Dieses Video kritisiert deutsche Rap-Songs

Texte, die ein herabwürdigendes Bild von Frauen vermitteln, dürfen nicht unkommentiert bleiben. Das sieht die Organisation "Terre des Femmes", die sich weltweit für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen einsetzt, genauso. Mit ihrer neuen Kampagne #unhatewomen will der Verein darauf aufmerksam machen, wie frauenverachtend und gefährlich viele deutsche Rap-Texte noch immer sind. "Gewalt gegen Frauen ist nicht immer nur physisch. Auch Sprache kann Gewalt sein. Verbale Gewalt gegen Frauen wird millionenfach gehört, geliked und gefeiert – und so zum Teil unseres Alltags und unserer Sprache", heißt es auf der Homepage der Initiative. 

"Vergewaltigungsfantasien dürfen nicht unkommentiert bleiben"

Zur #unhatewomen-Kampagne gehört ein 75-sekündiger Film, in dem mehrere Frauen gewaltverherrlichende und frauenverachtende Textzeilen aus erfolgreichen deutschen Rap-Songs vortragen. Am Ende des Clips steht die Botschaft "Es ist Zeit, etwas zu ändern". Denn: Menschenverachtende Sprache ist nicht nur inakzeptabel, sondern ebnet auch den Weg für physische und psychische Gewalt. "Alle reden immer von gesellschaftlicher Verrohung. Wir haben beschlossen, etwas dagegen zu tun: Vergewaltigungsfantasien und Frauenhass dürfen nicht unkommentiert bleiben. Vor allem, wenn sie auf so viele begeisterte und junge Hörer treffen", sagt Johannes Buzási, Geschäftsführer der Agentur "Philipp und Keuntje", die das Video zusammen mit ihrer Schwesteragentur "Fischer-Appelt Performance" produziert haben.

Verwendete Quellen: unhate-women.com, frauenrechte.de, horizont.net

aen Gala

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