#JustATampon erobert das Netz: Der neue Selfie-Trend bricht mit einem Tabu

Ab sofort posiert die Twitter-Gemeinde für ein Selfie nicht mehr mit der besten Freundin, sondern mit einem Tampon. Das steckt dahinter

Twitter-Userin Cathy Newman

Eigentlich gehört sie zur Natur jeder Frau. Dennoch ist und bleibt die weibliche Periode ein absolutes Tabu-Thema. Sich mit einer Freundin darüber austauschen? Führt zu leichtem Unbehagen. In der Öffentlichkeit davon sprechen? Lieber nicht. Vor einem Mann das Wort Blutung benutzen? Auf keinen Fall! Ein Foto mit einem Tampon posten? IM LEBEN NICHT! Doch genau hier setzt der neue Selfie-Trend ein, der nun das Netz erobert.

#JustATampon

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Momentan twittern Frauen und Männer weltweit Selbstporträts, auf denen sie mit einem unbenutzten Hygieneartikel zu sehen sind. Schamgefühl? Von wegen! Denn hey: Es ist nur ein Tampon! So heißt auch die Kampagne, die hinter diesen Fotos steckt. #JustATampon soll dazu aufrufen, dass Frauen ganz offen über ihre Menstruation sprechen können, ohne sich dafür zu schämen oder sich unbehaglich zu fühlen. In die Welt gerufen wurde die Aktion von der britischen Wohltätigkeitsorganisation "Plan UK".

Selfies kennen keine Grenzen - auch nicht das Tampon-Tabu

Mit den Selfies sollen nicht nur Tabus gebrochen, sondern auch für mehr Gleichberechtigung gekämpft werden. Denn noch immer wird dadurch der Unterschied zwischen Männern und Frauen betont. Plan UK erklärt dazu: "Die Schande und Peinlichkeit, die der weiblichen Periode anhaftet, trägt zur weltweiten Diskriminierung der Geschlechter bei."

Noch halten sich einige User mit dem Posten zurück - "nur" ein Tampon ist in den Köpfen eben doch noch nicht ganz angekommen. Wer dennoch etwas Gutes tun möchte - außer mit dem Hygieneartikel zu posieren - kann auch einfach spenden. Wer in Großbritannien eine SMS mit dem Wort TAMPON an die 70007 schickt, spendet damit drei Pfund an die Hilfsorganisation. Was mit dem Geld passiert? Es wird dafür verwendet, das Leben von Frauen leichter zu machen, indem für mehr Aufklärung, Akzeptanz und eben auch Hygieneartikel gesorgt wird. Mit der geringen Summe eines Einzelnen kann ein Mädchen in Uganda ein Jahr lang mit Sanitätsartikeln versorgt werden.

Also: Ran an die Tampons, weg von jeglichem Schamgefühl und CLICK, CLICK!

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