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"Fire Challenge" Fatale Folgen für eine Zwölfjährige


Auf YouTube, Instagram und Twitter geht schon seit einiger Zeit die "Fire-Challenge" viral. Ein Fall aus Detroit macht nun deutlich, wie lebensgefährlich dieser Internet-Trend ist

Es ist wohl die gefährlichste Challenge, die das Internet zu bieten hat. Bei der "Fire Challenge" übergießt man seinen Körper mit brennbarer Flüssigkeit und zündet ihn anschließend an. Als Beweis wird die "Mutprobe" gefilmt und ins Netz gestellt. Man muss wohl kein Experte sein, um zu erkennen, wie gefährlich und dämlich dieser Internet-Hit ist. 

Verbrennungen zweiten und dritten Grades

Und trotzdem hat die zwölfjährige Timiyah Landers aus Detroit, US-Bundesstaat Michigan, die Nominierung zu dieser sinnfreien Challenge angenommen. So saß sie am 17. August gerade noch mit Freunden am Küchentisch, als sie plötzlich "wie ein Feuerball" durch die Küche jagte. Als ihre Mutter die Katastrophe mitbekam, versuchte sie ihrem Kind die Kleidung vom Leib zu reißen und verbrannte sich damit selber: "Es war wie ein Reflex. Ich habe das Feuer nicht einmal gespürt, ich habe nur meine Tochter gerettet."
Die gute Nachricht: Timiyah überlebte. Die schlechte Nachricht: Sie liegt seither auf der Intensivstation, angeschlossen an ein Beatmungsgerät und an einen Ernährungsschlauch. Sie erlitt Verbrennungen zweiten und dritten Grades, wobei fast 50 Prozent ihrer Körperoberfläche zerstört sind. Allen Vermutungen nach wird die Zwölfjährige noch lange im Krankenhaus bleiben müssen. Aber wie kam die Schülerin überhaupt auf die Idee, sich anzuzünden? Ihre Mutter hat eine schlimme Vermutung: "Wenn Kinder sich etwas auf YouTube anschauen, denken sie: 'Oh, okay, wow, ich will das versuchen, bei ihm ist ja nichts passiert." Und damit hat die besorgte Mutter Recht. Vermeintlich coole Videos, wie dieser Instagram-Post, stiften Jugendliche zum Nachmachen an. Der junge Mann in dem Video zündet sich "nur" den Daumen an und tut dabei besonders lässig. 

Wird sich YouTube für die Fire-Challenge verantworten müssen?

Jetzt warnt Timiyah Mutter andere Eltern nicht nur das Online-Verhalten ihrer Schützlinge zu bewachen, sondern möchte zudem Youtube verklagen. "Es war zwar ihre Idee, es zu machen", erklärte Owens gegenüber "BBC", doch YouTube solle solche Videos entfernen oder zumindest nur für eine bestimmte Altersgruppe freigeben. Das Videoportal hat sich bislang nicht geäußert. Auf vielen Clips der Online-Plattform zünden sich Jugendliche nicht "nur"- wie in dem Video oben - den Daumen an, sondern den gesamten Körper. Weil GALA den gefährlichen Internet-Trend nicht unterstützen möchte, werden an dieser Stelle keine weiteren Beispielvideos gezeigt, sondern vor den fatalen Folgen gewarnt. 

reb Gala

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