GALA-Kolumne by Katja Kessler: Wer von uns ist schöner?

Nicole Kidman und Gatte Keith Urban botoxen um die Wette

GALA Kolumne by Katja Kessler

Liebe GALA-Freundinnen,

ich bin gerade 48 geworden, und es gibt so herrlich einfache Tricks, jünger auszusehen, ohne dass es einen Cent kosten würde. Ich denke da an BH-Weglassen. Zieht jede Falte aus dem Gesicht ab einem gewissen Alter. Verblüffend, oder?

Anleitung im Video

So nähen Sie sich ihren eigenen Mundschutz

Atemschutzmaske
Für das Nähen eines eigenen Mundschutzes benötigen Sie auf jeden Fall einen atmungsaktiven Stoff.
©Gala

Außerdem bin ich ein großer Fan von Clubs und Restaurants, wo die Glühbirnen nicht mehr als fünf Watt haben. Und wenn gar nix mehr geht? Schneide ich mir am Hinterkopf einen Pony und lasse die Haare übers Gesicht wachsen. Am oberallerwichtigsten ist eh die innere Einstellung. Ich zum Beispiel sage mir jeden Morgen: Ich bin nicht alt! Ich bin nur schon etwas länger jung als die anderen!

GALA-Kolumnistin Katja Kessler

Und zu welchen Anti-Aging-Tricks greifen die Männer? Nehmen wir mal Keith Urban, 49, Musiker und Ehemann von Hollywood-Star Nicole Kidman, ebenfalls 49. Die hat in der Vergangenheit immer behauptet, niemals zum Beauty-Doc zu gehen – und das, obwohl ihr Gesicht schon damals Ähnlichkeit hatte mit einem Spannbettlaken. Dann fiel ihr ein, dass sie sich doch schon seit Jahren Botox spritzen lässt. Man kann sich ja auch nicht alles merken. Ich verstehe das. Motto: Ich würde meine Fehler sofort zugeben – wenn ich denn welche hätte.

Aber zurück zu Keith. Da hat man tatsächlich den Eindruck, dass ihm seine Nicole über die Jahre zum Geburtstag auch immer eine Zehnerkarte Botox geschenkt hat. Und Sahnetorten mit Hyaluron-Spritzen statt Kerzen. Denn nach zehn Jahren Ehe sieht der ehemalige Bad Boy (Drogen, Alkohol, diese Probleme, jene Probleme) mittlerweile aus wie seine eigene Frau. Nix mehr bad, nur noch nett. Ein Gesicht wie ein Babypopo. Als hätte eine Madame-Tussaud-Wachsfigur laufen gelernt. Und ein eigenes XL-Schminkköfferchen hat er, fürchte ich, auch. Kann man sexy finden, muss man aber nicht.

Mit einer gewissen Sorge frage ich mich: Wie ist das eigentlich, wenn in Zukunft nicht mehr nur wir Frauen bekloppt sind, was unser Äußeres angeht, sondern auch die Männer? Wo bleibt das Alleinstellungsmerkmal? Wie soll man da noch vernünftig jammern? Wie würde der Highlander sagen? "Es kann nur einen Idioten geben!"

Botox + OPs

Du siehst so anders aus!

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Follower sehen: Natalis Nase ist viel kleiner, als noch wenige Wochen zuvor. Jetzt bestätigt die Ex-Kandidatin gegenüber "Bild" die Schönheitskorrektur, sagt: "Das war jetzt keine Entscheidung, die ich sofort gemacht habe. Das Thema verfolgte mich schon seit meiner Pubertät".
Im Jahr 2016 ist January Jones allen noch als "Betty Draper" im Gedächtnis. Bei einem Radio-Interview auf der Comic-Con könnte ihre Erscheinung jedoch nicht unterschiedlicher sein, als die der künstlich inszenierten 50er Jahre Hausfrau in "Mad Men". Kaum geschminkt, mit leichten Falten vom Lachen steht January Jones gut gelaunt Frage und Antwort. 
Im September erscheint January Jones noch im unaufgeregten natürlichen Look zur "The Politician"-Premiere in New York. Zugegeben die Stirn von January wirkt schon etwas geglättet, aber an den Augen sind noch deutlich ihre sympathischen Lachfalten zu erkennen. 

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Superstar Robbie Williams gab unlängst zu, mit Botox und Haartransplantationen zu experimentieren. Letzteres beichteten auch FC-Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, die Fußballer Wayne Rooney, Benedikt Höwedes und Christoph Metzelder sowie FDP-Chef Christian Lindner.

Nicht mal George Clooney ist immun: "Ja, ich habe was an den Augen machen lassen." Jeder weiß: Ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre. Was aber die wenigsten wissen: Sieben Menschenjahre sind 493 Hollywood-Jahre. Diese antike Formel hat man kürzlich bei Grabungen hinter einer Pyramide in Ägypten entdeckt.

Wenn du einfach "Danke, nein!" sagst, wenn Gucci oder L'Oréal dein Gesicht auf 20 mal 30 Meter am Times Square aufhängen wollen, und wenn du gleichzeitig deinem Muckel verbietest, in irgendeiner Form weltberühmt zu werden, kannst du dem ganzen Stress elegant aus dem Weg gehen.

In der Anonymität knittert's sich, glaube ich, zufriedener.

Herzlich,

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