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GALA Kolumne by Katja Kessler Nur mein Pellegrino versteht mich

GALA Kolumne by Katja Kessler
GALA Kolumne by Katja Kessler
© Illustration: claudiaklein.net; Foto: Getty Images, Felix Müller
Sie dachten, Sie kennen alle Beauty-Tricks der Stars? Da haben Sie die Rechnung aber ohne Gwynnie & Co.gemacht!

Liebe GALA-Freundinnen,

es gibt doch die Regel: Querstreifen machen dick. Wobei ich mich frage: Wer isst schon Querstreifen? Total innovativ finde ich hingegen diese Beauty-Rezepte: "Avatar"-Star Zoë Saldana, 37, shampooniert sich die Locken mit Mayonnaise – für die Extraportion Glanz. Demi Moore, 53, setzt sich Blutegel auf ihre Augenringe. Und Victoria Beckham, 42, bleecht Pigmentflecken mit Nachtigall-Guano. (Angeblich ein original Geisha-Trick.)

Kürzlich verriet Gwyneth Paltrow, 43, wie sie sich optisch auf Vordermann bringt: Sie lässt sich von Bienen stechen. Nicht ohne Stolz möchte ich anmerken: Diesen Beauty-Kniff habe ich auch schon ausprobiert! Und zwar vor Gwyneth. Mich hat’s allerdings, was meine Teint-Optimierung angeht, nicht so recht vorangebracht. Vielleicht wusste die Biene nicht, dass sie mich hübscher machen sollte, als sich in unserem Garten mein Gesicht und ihre Flugbahn zufällig kreuzten. Vielleicht nahm sie mir auch übel, dass ich vorher keinen Termin gemacht hatte. Ich kann sie nicht mehr fragen. Sie hat unser Kosmetik-Date leider nicht überlebt. Ich sah anschließend noch zehn Tage lang so aus, als hätte mir Wladimir Klitschko einen Punch verpasst.

Grundsätzlich habe ich das gleiche Beauty-Handicap wie Top-Model Cindy Crawford. Die bekannte mal: "Ich brauche morgens eine Stunde im Bad, um Cindy Crawford zu werden." Hey, das ist wie bei mir! Auch ich sehe nach dem Aufstehen nie aus wie Cindy Crawford. Ein Leben ohne Anpinseln ist für mich so schwer vorstellbar wie das Weltall oder die Zahl Pi.

Ehrlich mal: Das einzig wirklich Perverse an "Fifty Shades Of Grey" ist doch diese Heldin, die sich nicht zu schminken braucht. Zurück zu Gwyneth Paltrow. Denn natürlich ist auch innere Schönheit, innere Balance und Inneres überhaupt total wichtig. Und wer hat da mehr Peilung als Gwyneth? In einem anderen ihrer zahlreichen Interviews legte sie unlängst dar, dass Wasser Gefühle hat. Damit folgt sie der Theorie des amerikanischen Wasser-hat-Gefühle-Gurus Dr. Habib Sadeghi. Ich muss gestehen: Erst fand ich diesen Gedanken befremdlich. Doch dann – bämm! – war er da, mein innerer Glow! Wenn ich jetzt mit meinem Mann zusammensitze und der guckt wie ein Auto, weiß ich: Wenigstens mein Pellegrino versteht mich.

GALA-Kolumnistin Katja Kessler
GALA-Kolumnistin Katja Kessler
© Felix Müller

Und wenn Pellegrino auch nicht mehr hilft: Einen Tipp fürs Schöner-scheiden-Lassen hat Gwyneth natürlich auch in petto. Demnach: Finger weg von uninspirierten Nullachtfuffzehn-Trennungen mit Gezanke um die Couchgarnitur! Stattdessen: Conscious Uncoupling – mentale Entkoppelung auf höherer Bewusstseinsebene. Dank Conscious Uncoupling haben sich Gwyneth und ihr Ex, Coldplay-Sänger Chris Martin, jetzt noch viel, viel lieber als früher. Und wenn sie nicht gestorben sind, werden sie demnächst wieder heiraten.

Das war’s für diesmal, liebe GALA-Freundinnen. Ich hoffe, Ihre Ohren haben in den letzten drei Minuten Besuch bekommen von Ihren Mundwinkeln!

Herzlich, Katja Kessler

Katja Kessler Gala

Katja Kessler schreibt exklusiv für GALA


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