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Gala-Kolumne by Katja Kessler Mariah, das Cleverle

Mariah Carey
© Reuters
Von der Diva lernen: Lesen Sie sich ruhig mal selbst Ihre Wünsche von den Augen ab
Liebe GALA-Freundinnen,

Heidi Klum ist 43, ihr Freund 30. Jennifer Lopez ist 47, ihr Ex-Freund 29. Madonna ist 58, ihr Lover 25. Und Sie sind Single? Macht nix! Just relax! Vielleicht ist der Mann Ihres Lebens noch gar nicht geboren …

Das bringt mich elegant zu Mariah Carey, 47, die sich gerade von ihrem 33-jährigen Toyboy getrennt hat. Bryan hieß der. Nur fünf Monate dauerte diese Beziehung. Falls Sie jetzt durcheinanderkommen mit den ganzen jungen Gspusis: Bryan ist nicht der, der aussieht wie ein russisches Kastenbrot und nach der Trennung von Mariah, die selber 520 Millionen Dollar schwer ist, auf 50 Millionen Dollar verklagt wurde. Das war James. Bryan ist auch nicht der, der einen ans Kreuz geschlagenen Jesus im gefühlten Maßstab 1:1 auf den Rücken tätowiert hat. Das war Nick.

Und Bryan ist auch nicht der, der mal gesagt hat: "Das nächste Produkt, auf das ich meinen Namen klebe, sind extrakleine Kondome. Ich kann nie welche in meiner Größe finden." Das war Enrique Iglesias. Der hat zwar in dieser Geschichte nichts zu suchen, denn er kennt die männerfressende Mariah nur vom Hallo-Sagen. Aber das Zitat ist so schön.Bryan – um zum Thema zurückzukommen – ist die arme Tänzerwurst, die von Mariah jeden Monat 25.000 Dollar Taschengeld zugesteckt bekam, damit er ihr davon überraschende Geschenke kauft. Das kann man natürlich schrecklich finden. Ich persönlich sage aber: Gut investiertes Geld! Mariah hat einen Plan! 

Gluck, gluck, weg war er! Aber bevor Mariah Carey ihren Toyboy Bryan abservierte, hat er sie mit teuren Geschenken glücklich gemacht. Von ihrem Geld natürlich
Gluck, gluck, weg war er! Aber bevor Mariah Carey ihren Toyboy Bryan abservierte, hat er sie mit teuren Geschenken glücklich gemacht. Von ihrem Geld natürlich
© instagram.com/mariahcarey

Ich selbst bin zwar keine stinkreiche Diva, nur eine stinknormale, aber ich helfe meinem Kerl auch gern, mich nach Strich und Faden zu verwöhnen und zu überraschen. Ich bin eine Meisterin darin, mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Und mein Mann ist dankbar. Es ist schon vorgekommen, dass ich mich für ihn mit letzter Kraft zu Gucci geschleppt habe, um dort seiner lieben Frau mit seiner Kreditkarte eine schicke Handtasche auszusuchen, die sie sich selbst nie geleistet hätte …

Mariah Carey halte ich ja entgegen anderslautender Gerüchte für ein Cleverle. Ich sage immer: Was einer Carey ihr Bryan, ist dem Emmentaler sein Loch. Einfacher formuliert: Das periphere Nichts ist ein wichtiger Teil vom zentralen Drumherum. Jeder Promi braucht Menschen, die ihm helfen, die Kohle auf den Kopf zu hauen. Sonst wird das nie was mit dem Insolvenzantrag. Fragen Sie mal Roberto Blanco.

Und tatsächlich: Wenn Mariah zum Frisör geht, kostet das gleich 10.000 Dollar. Der Blumenlieferant kriegt 100.000 Dollar monatlich. Aber Ex-Lover Bryan? Der war mit einem Tagessatz von 833 Dollar ein echtes Schnäppchen. Gratulation!

Übrigens: Dieses Jahr gaben mein Mann und ich unserem Nachwuchs erstmalig Geld zu Ostern: "Shoppt euer Überraschungs-Naschi bitte selbst!" Große Begeisterung. Unsere vier Kids haben nämlich riesige Panik vor Vollkorn und zuckerreduziert. Ihre alten Herrschaften kaufen da immer das Falsche. Nur als wir höflich baten, ob sie das Zeug nicht auch gleich selber verstecken könnten: Gebrüll. So eine spießige Bande.

Herzlich, Katja Kessler

Gala

Katja Kessler schreibt exklusiv für GALA


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