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GALA-Kolumne by Katja Kessler Echt jetzt?

Was Yetis und Hollywood-Romanzen verbindet

Liebe GALA-Freundinnen,

treffen sich zwei Yetis. Sagt der eine: "Du, ich habe den Reinhold Messner gesehen!" Sagt der andere: "Echt? Den gibt’s wirklich?" Warum ich diesen Witz erzähle? Immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem. Erstens.

Zweitens: Man sieht, wenn’s um den Yeti geht, kommen selbst die Yetis durch den Tüdel: Wem ist hier eigentlich was begegnet – und wer am Ende der Spinner?

Und drittens: Ein paar Yetis scheinen jetzt auch ins sonnige Hollywood ausgewandert zu sein. Was man aus Yeti-Sicht nachvollziehen kann. Immer dieses Warten auf Reinhold Messner – das kann’s ja auch nicht sein.

Einer der meistgesichteten Hollywood-Yetis heißt Katie Holmes, 38, Exfrau von Tom Cruise. Es vergeht keine Woche, wo sie nicht mit "Collateral"- Star Jamie Foxx, 49, an mindestens vier verschiedenen Orten gleichzeitig geortet wird. Ob New York, Mexiko, Florida oder Helgoland. Mal halten die beiden Händchen, mal gucken sie sich beim Candle-Light-Dinner in die Augen. Und wenn sie nicht gerade knutschend Richtung Kreißsaal verschwinden, wo die scheue Katie unter Ausschluss der Öffentlichkeit angeblich Drillinge bekommt, besprechen sie abgeschirmt von der Öffentlichkeit das offizielle Ende ihrer inoffiziellen Beziehung.

GALA-Kolumnistin Katja Kessler
GALA-Kolumnistin Katja Kessler
© Felix Müller

Und immer ist ein Augenzeuge zugegen, der schwört: "Ja, ich hab sie gesehen! Das Weiße in ihren Augen!" Wenn nicht sogar das Gelbe in den Ohren. Da nutzt es auch nix, dass Jamie seit drei Jahren nimmermüde dementiert: "Katie und ich haben nur einmal im Leben miteinander getanzt, auf einer Bühne, mit tausend anderen Leuten. Wir haben uns da zufällig getroffen. Nein, wir sind kein Paar." 

Nun weiß man natürlich: Leute, die fliegende Untertassen sehen und grüne Männchen, die darf man gar nicht ernst nehmen. Als Nina Hagen in einer Maischberger-Talkshow darauf bestand, die Begegnung mit einem Ufo vor 32 Jahren habe ihr Leben verändert, verließ Wissenschaftsjournalist Joachim Bublath das Studio mit den gütigen Worten: "Ich dachte, ich sei in eine Diskussionsrunde eingeladen. Dies aber ist eine Therapiestunde, die ich nicht stören will."

Andererseits: Fast jede Promi-Beziehung beginnt als Alien-Sichtung. Nehmen wir Angelina Jolie und Brad Pitt. Das erste Paparazzi-Teleobjektiv-Foto zeigte zwei verschwommene Phantome beim Sandburgenbauen an einem menschenleeren afrikanischen Strand. Wenn ich mich richtig erinnere, sagten ihr Pressesprecher damals: "Die haben sich dort zufällig getroffen. Nein, die sind kein Paar!“ Oder nehmen Sie die schöne Schauspielerin Natalia Wörner, 49, und ihren schnieken Justizminister Heiko Maas, 50. Während sie sich in Interviews geheimnisvoll gab: "Es ist ja, wie es ist, und auch schön so", hörte man aus dem Ministerium, dass beide längst getrennt und die Affäre vorbei sei.

Und heute? Ein glückliches Paar!

Also: Katie und Jamie ein Liebespaar? Totaler Humbug! Aber fragen Sie mich morgen noch mal nach meiner Meinung. Ich sehe gerade weiße Mäuse.

Herzlich, Katja Kessler

Gala

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