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GALA Kolumne by Katja Kessler Die Kunst des Stöhnens

Ein Höhepunkt der TV-Geschichte: Robbie Williams' Ehefrau Ayda und ihr Orgasmus-Geständnis

Liebe GALA-Freundinnen,

heute möchte ich Sie mitnehmen auf einen kleinen Spaziergang durch die internationale Sprache der Liebe.

Wie heißt Orgasmus auf Sächsisch? "Fertsch!" Auf Schwäbisch? "Jetzetle!" In England? "Oh my Lord!" Und in Spanien? Da ruft der Mann nach seiner Mami: "Madre mia!" Ist doch mal eine Ansage.

Aber nun zu uns Ladys. Gerade hat US-Schauspielerin Ayda Field, 37, Ehefrau von Pop-Superstar Robbie Williams, 42, ihre sexy Höschen runtergelassen. Natürlich im übertragenen Sinne. Nun kann als bewiesen gelten: Frauen sprechen beim Sex allesamt dieselbe Sprache. Wir stöhnen unseren Männern ein X für ein "Aaaaaah!" vor. VIPs machen das genauso wie Un-VIPs. Länderübergreifend. Basisdemokratisch.

"Ja, ich fake Orgasmen!", beichtete Ayda in einer britischen TV-Show. "Was soll's! Ich habe zwei Kids, ich bin müde. Ich bin people pleaser. Robbie soll sich stark und männlich fühlen." Huijuijui, was für ein Hammergeständnis! Eigentlich nur noch zu toppen mit: "Ja, ich schummle beim Mülltrennen …"

Ich muss sagen: Dieses ganze Thema Höhepunkt wird doch extrem überbewertet. Persönlich halte ich es mit der alten Hausfrauenregel: "Wer braucht schon Orgasmen, wenn er Dinge mit Käse überbacken kann?" Und die kluge Sharon Stone (IQ 154) sagte einst: "Wir Frauen können vielleicht Orgasmen vortäuschen. Männer dagegen täuschen ganze Beziehungen vor." Also, Kirche im Dorf lassen.

GALA-Kolumnistin Katja Kessler
GALA-Kolumnistin Katja Kessler
© Felix Müller

Nun kämpfe ich seit jeher mit dem Problem, dass nicht alle Menschen sofort begreifen, dass ich recht habe. Nehmen wir Busenluder Katie Price. Sie hat mal gesagt: "Der Sinn des Lebens ist es, irgendwie die Zeit zwischen zwei Höhepunkten zu überbrücken." Hallo? Klopfklopf? Jemand zu Hause im Oberstübchen?

Eine zentrale Frage ist nun: Wie geht Robbie mit dem Intimgeständnis seiner Frau um? Muss er jetzt zum Psychiater? Schließlich ist er sehr stolz auf seinen kleinen Robbie, lässt sich jeden Monat für 150 Dollar Sexhormone spritzen und ist im Bett gerüchteweise fleißig wie eine Wühlmaus. "Jedesmal, wenn wir den Fernseher einschalten, sehen wir eine Frau, mit der Robbie geschlafen hat. Egal, ob es ein Drama ist oder eine TV-Show", hat Ayda mal verraten. Und ein deutsches Groupie, das er in Vor-Ayda-Zeiten flachlegte, schwärmte danach: "Ich war so gekickt vom Sex mit Robbie, dass ich meinen Boyfriend anrief, um ihm davon zu berichten. Der hat aber nicht so begeistert reagiert, wie ich dachte."

Übrigens: Robbie, der Aydas Geständnis backstage mithörte, verharrte nicht lange im Schockzustand, konnte bald von der Beatmungsmaschine entkoppelt werden und war dann wieder guter Dinge. Vor laufender Kamera fragte er seine Frau: "Du hast einen Robbie Williams verscheißert? Was, wenn auch ich simuliert habe? Aber wir können ja heute Abend üben …"

Von Michael Douglas stammt der Satz: "Das Schlimmste, was einem Mann passieren kann, ist ein gespielter Orgasmus." Nö. Viel schlimmer ist, wenn die Hauptsache nicht mehr die Hauptsache ist in einer Beziehung: Spaß haben, miteinander lachen können. Oder wie es der weise Fredi Bobic einst formulierte: "Tore schießen ist besser als ein Orgasmus, weil da die Freude überall rauskommt."

Herzlich, Katja Kessler

Katja Kessler Gala


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