Frisch hapeziert: Viel Tamtam um Pam

Hape Kerkeling über Pamela Anderson und warum Apfelsinen sexy machen

Liebe Gala-Freunde,

Pamela Anderson – die Frau, die über sich selbst sagt: "Meine Brüste hatten eine fabelhafte Karriere, ich bin da immer nur mitgetrottet" – feiert runden Geburtstag. Happy Birthday, meine liebe Pam!

Bitte wundern Sie sich nicht über meinen vertraulichen Ton. Man kennt sich aus Beverly Hills. Weltstare unter sich. Quasi. Aber dazu später mehr. Mit Pam ist das ja so eine Sache. Stichwort: unterschätzte Menschen.

Als "Baywatch"-Nixe raubte sie pubertierenden Jungs den Schlaf, wirkte dann in Kino-Schinken wie "Scary Movie" mit. Es gäbe reichlich Gründe, das Busenwunder in die Trash-Ecke zu stellen. Ich finde, man sollte sich Pam genauer anschauen. Jetzt nicht auf Pin-up-Fotos, mehr inhaltlich. Sie sagt: "Ich kann die Leute immer noch überraschen." Stimmt. Das war bei ihrem Vorbild Marilyn Monroe ähnlich: lange belächelt, heute eine Ikone. Hollywood-Insider munkeln, dass Pam sich nun ernsthaft aufs Charakterfach vorbereitet.

Überhaupt ändert sie mit 50 ihr Leben. Die Veganerin eröffnet dieser Tage in Südfrankreich ein fleischfreies Pop-up-Lokal. Ich kann das gut nachvollziehen. Also nicht das Fleischfreie, aber alles andere. Mit 50 verspürte ich keine Lust mehr, beim RTL tanzende B-Promis anzusagen. So schön die Zeit mit Nazan und Herrn Llambi auch war.

Was das Emotionale betrifft, läuft es bei Pam gerade irre international. Die amouröse Anbahnung der Kanadierin ist der Australier Julian "Wikileaks" Assange, der in London in Ecuadors Botschaft lebt, weil er ein Staatsfeind der USA ist … Pam möchte, dass er wieder wieder unbehelligt in Freiheit leben darf. Darüber will sie in ihrem Restaurant gern mit Politikern wie Präsident Macron reden. Bis Julian frei ist, besucht sie ihn in der Botschaft. Und welcher eingesperrte Mann würde sich nicht freuen, wenn sie ohne Büstenhalter unterm engen Kleidchen heranwippt.

Meine zweitbeste Freundin Gudrun ist, obwohl Frauenrechtlerin, ein Fan von Pam. Bei einem Aperol Spritz unterm schwülen rheinischen Himmel verriet sie mir: "Als Tierschützerin hat Pamela mich überzeugt. Deshalb hab ich doch jetzt in meinem Polo statt Leder diese Sitzbezüge aus Hanf!!!"

Aber ich wollte Ihnen ja von meiner Weltstar-Begegnung erzählen. Ich war als Siggi Schwäbli in Beverly Hills mit Pam zum Interview verabredet. In der Suite mit Ocean-View ging’s gleich los – das Vorbereitungs-Tamtam in ihrem Team. Fragen zu Ehen und Haustieren seien verboten, erfuhr ich.
Eine Kostümbildnerin drapierte auf dem Sofa Kissen für unterm Po, damit Pams Dress fluffiger fällt. Die Hair-Stylistin drehte hysterisch an der Air-Condition. Und ein Schmuckdesigner, fasziniert von der eigenen Bedeutsamkeit, breitete auf dem Bett an die 20 Ketten aus. Ich kam mir vor wie im Basar.

Dann erscheint Miss Anderson. Sie lächelt, greift sich die schlichteste Kette, nimmt mit wehendem Haar lässig Platz, redet charmant über Ehen und Haustiere. Spontan machen wir einen Apfelsinen-Engtanz. Easygoing! Eine Frage kann ich mir nicht verkneifen: "Am I sexy, Pam?" Ohne zu zögern antwortet sie: "Of course! You got attitude!"

Auf Julian Assange gemünzt, erklärte sie jüngst: "Ein Mann sollte Überzeugungen haben und den Mut, zu ihnen zu stehen. Das ist sexy." Es geht also schlicht und ergreifend um Haltung. Und ich glaube, das gilt nicht nur für Männer.

Ich drücke Sie!


Die Stars von "Baywatch"

Das wurde aus den Kult-Rettungsschwimmern

Das Urgestein der Serie ist Schauspieler David Hasselhoff: Er verkörperte "Mitch Buchannon" von 1989 bis zur Absetzung der Serie im Jahr 2001.
Alt geworden ist er, aber noch immer aktiv im Showbusiness. 2017 schlüpft David Hasselhoff erneut in die rote Badehose. Neben Dwayne Johnson ist "The Hoff" 2017 in der Kinofassung des Serienhits zu sehen.
Sie studierte an der Standford-Universität und arbeitete als Fotomodell. 1992 bis 1997 wirkte die sportliche Alexandra Paul bei "Baywatch" mit.
Nach "Baywatch" spielte sie in einigen Folgen von "Melrose Place" mit. Paul produzierte auch zwei preisgekrönte Dokumentarfilme "Jampacked" und "The Cost of Cool: Finding Happiness in a Materialistic World". Im Jahr 2005 gewann sie den "Activist of the Year Award". Alexandra Paul ist seit dem Jahr 2000 mit dem Schauspieler Ian Murray verheiratet.

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