Frisch hapeziert: Neuer Hit für Nino de Angelo

Kann bitte mal jemand bei Nino de Angelo frischen Wind unter die Flügel pusten?

Hape Kerkeling, Nino de Angelo

Liebe GALA-Freunde,

lassen Sie uns offen reden: Wir alle stellen doch gern die großen Fragen des Lebens, erst recht in einem ver­hagelten Sommer! Lieben unsere Showbiz-VIPs noch oder betrügen sie schon? Essen sie zu wenig oder ­futtern sie zu viel? Auf die letzte Frage würde ich persönlich antworten: Ohne Erdbeer-Joghurt-Schokolade geht gar nichts. Und schwupps hat man sich als "Süßer B-Promi" geoutet …

Im Notfall

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©Gala

Aber zurück zum Showbiz, wo mit harten Bandagen gekämpft wird, denn ganz oben ist nur für wenige Platz. So purzelt mancher Stern die Showtreppe, die er mühsam erklommen hat, scheppernd wieder runter. In diesen Tagen kommt einem da zwangsläufig Nino de Angelo in den Sinn. Dazu gleich mehr.

Der Kolumnist will hier nicht un­nötig jammern, aber ein sogenanntes Image kann ganz schön nervig sein. Erst lässt man es sich in jungen Jahren ahnungslos aufpfropfen. Dann wird man’s nicht mehr los. Witzbold, Ulk­nudel, Lachnummer, Spaßvogel: Bei diesen – von der Presse sicher nett gemein­ten – Titu­lie­rungen werde ich immer ganz schnell sehr, sehr müde. Im Laufe von 30 Jahren mutierte ich vom Komiker zum Moderator, vom Schlagersänger zum Doku­men­tar­filmer, vom Buchautoren zum Kolumnisten, feilte an meinem Image. Ge­holfen hat es wenig. Ein Schelm bin und bleibe ich. Das passt scho’, gell?

Nino de Angelo

Ein Image ohne Kratzer gibt es kaum. Nino de Angelos Image hat inzwischen manch derbe Delle. Mitte der Achtziger war er mit "Jenseits von Eden" der Gott im Schlagerparadies. Aber dann ging es los mit den Ab­­stür­zen. Immer wenn ich als wohl­­wol­len­der Beobachter denke, jetzt fängt er sich bestimmt, kommt der nächste. Im "Big Brother"-Keller sprach er mit einer Papiertüte. Und dann diese "Sie schlugen und vertrugen sich"-Ehe. Oder jetzt die Faxen im Polizeiwagen, nach der Unfallfahrt.

Der Mann hat definitiv einen an der Waffel. So wie jeder Künstler. Doch da gibt es halt feine Unterschiede. Als gefallener Engel ist Nino de Angelo in illustrer Gesellschaft, zum Beispiel mit Britney Spears oder ­Mickey Rourke. Die eine hat eindeutig zu jung angefangen, der andere war einfach zu sexy für diese Welt. Beide haben sich mittlerweile wieder be­rappelt. Britney mit ihrem Vater als Vormund. Sie ist heute die Königin der Las-Vegas-Shows. Und Mickey Rourke gilt seit "The Wrestler" als Cha­rak­ter­dar­steller. Regisseur Darren Aronofsky glaubte an ihn. (Dass ich immer noch skeptisch bin, ob in diesem Film überhaupt Mickey Rourke die Titelrolle spielte oder nicht doch die so wunderbar wand­lungs­fähige Meryl Streep, das steht auf einem anderen Blatt.)

Braucht man vielleicht per se das Scheitern, um den ­Erfolg schätzen zu lernen? Der kluge Udo Jürgens sagte einmal zu mir: "Ohne Flops und Nieder­lagen wird niemand zum Star. Ein Star ist jemand erst, wenn er ­wieder aufsteht."

Meine zweitbeste, schlageraffine Freundin Gudrun wiederum meinte dieser Tage am überfluteten Ku’damm bei einem Gläschen Swimming-Pool mit Rum: "Du, der Nino de Angelo tut mir irgendwie leid. Der hat eine Jahrhundertstimme, aber kein Aas kümmert sich darum." Lauthals forderte sie: "Wo sind Westernhagen, Campino und die Humpes, wenn man sie mal braucht?! Warum springen die alle nicht über ihren be­scheuerten Schatten und schreiben dem Mann einen zweiten Hit?!"

Der Kolumnist schließt sich diesem Appell sanft, aber voll inhaltlich an. Man kann besser aufstehen und zu neuen Höhenflügen starten, wenn einem dabei geholfen wird.

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