Frisch hapeziert: Ich bin dann mal wieder weg

GALA-Kolumnist Hape Kerkeling verabschiedet sich von seinen Lesern. Aber er verspricht: Nichts ist für immer!

 

Hape Kerkeling, Elton John, Daniel Day-Lewis

Liebe GALA-Freunde,

wie trällerte Roger Whittaker einst so treffend: Abschied ist ein schweres Schaf!…äh, scharfes Schwert.

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©Gala

Wenn ich zurückblicke auf meinen gut einjährigen Kolumnisten-Ausflug, muss ich sagen: Kinder, ich habe so viel gelernt und auch noch Freude dabei gehabt! Danke an meine Leser und mein GALA-Dream-Team.

Das große Bye-bye liegt derzeit ja voll im Trend. Der unermüdliche Elton John kündigte unlängst seine allerletzte Welt-Tournee an. Die globale Rundfahrt wird den Pop-Senior allerdings noch ein paar Jahre auf Trab halten. Es wird wohl das längste "Tschüs" der jüngeren Popgeschichte. Die beliebte Heide Keller verließ als Chef-Stewardess Beatrice nach 36 Dienst-Jahren das "Traumschiff". Mit der Begründung: "Ich möchte gehen, solange ich noch mit Stöckelschuhen die Gangway runterlaufen kann." Das hat Stil.

Auch der dreifache Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis verschwand ebenfalls diesen Winter stiekum von der Bildfläche. Er soll jetzt inkognito als Schuster in Norditalien arbeiten. Heute schnüre ich mein symbolisches Bündel. Ich bin dann mal wieder weg. Dem Neuen entgegen. Vielleicht schwere Schafe hüten in Neuseeland oder lecker Wein anbauen und verkosten in Umbrien?! "Man waaß es ned", wie der Rheinhesse sagt.

Und wer hat wohl am meisten von meiner kleinen Kolumne profitiert? Königin Silvia, Angela Merkel oder Helene Fischer? Ganz eindeutig: meine zweitbeste Freundin Gudrun. Wie ein quirliger Phönix ist sie mir-nichts-dirnichts aus dem rheinischen Ascheboden zur heimlichen deutschen Stilikone aufgestiegen. Bewandert und bewundert. Eine ganze Seite über ihre abgefahrenen Cocktail-Kreationen hat GALA meinem Gudrunchen sogar gewidmet. So viel Aufmerksamkeit bekommt ja nicht mal die gute Käthe Cambridge. Fast war ich ein bisschen neidisch.

Was hat die Tapfere nicht alles für die Kunst, sprich meine Kolumne, so in sich hineingeschüttet? Vom selbst gebrannten Zimtlikör mit Gurken-Sahnehäubchen bis hin zum eurovisionsreifen Conchita-Wurst-Cocktail mit Tequila und salzigem Salami-Rand. Alkohol schadet natürlich ihrer Gesundheit. Aber das wissen Sie ja hoffentlich und sowieso.

Ob ich traurig bin, dass es vorbei ist? Ich freue ich mich eher über das, was war. Und auf das, was kommt. Beispielsweise meine Kolumnen, Gudrunchens Cocktail-Rezepte und noch mehr in Buchform ab Juli. Abschied hin, Abschied her. Es bedeutet: Wir sehen uns für eine Zeit nicht mehr.

Im Rückblick bin ich übrigens froh darüber, dass niemand mich aufgrund meiner kleinen Text-Spitzen verklagt, beleidigt oder gar vor den Kadi gezerrt hat. Humor ist, wenn man trotzdem lacht – hier haben Sie es unter Beweis gestellt, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Showbranche, die, wie ich inzwischen weiß, zu den treuesten Lesern der GALA gehören. Nun sind Sie mich und meine frechen Bemerkungen los.

Andererseits: Kein Abschied ist von Dauer. Denn bekanntlich währet ja nichts ewig. Wie sagt meine zweitbeste Freundin Gudrun immer so schön: "Keine Träne wollen wir vergießen, stattdessen soll in Strömen der Champagner fließen."

Ich drücke Sie schlussendlich und freudig schluchzend!

Ihr Hape Kerkeling

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