Frisch hapeziert: Die fabelhafte Welt der Meryl Streep

Hape Kerkeling über Kommissar Zufall und die fabelhafte Welt der Meryl Streep

Liebe Gala-Freunde,

ich bin heute ehrlich gesagt besonders aufgewühlt. Da gerät doch tatsächlich Meryl Streep am Airport von Newark in die verschärfte Terrorkontrolle. Meryl Streep! Die beste Mimin der Welt! Die im Kramer-gegen-Kramer-Drama mit einem kleinen, feinen Abschiedswinken vermittelte, was Liebe und Loslassen bedeutet. Und mit der wir im Kino alle mitgetanzt haben, als sie zu Abba-Songs die pure Freude am Leben feierte … Mamma mia – ich merke, ich gerate ein wenig ins Schwärmen! Dabei wollte ich mich doch gepflegt echauffieren.

Newark also. Kurz zur Einordnung: Newark klingt wie New York und liegt auch gleich daneben, ist von seiner Bedeutung her aber im Vergleich zum Big Apple nur ein winziges Apfelkernchen. Dafür wird dort am Flughafen saftig kontrolliert. Angeblich haben sie Meryl Streep, die ja neben ihrer schauspielerischen Genialität auch einfach nur eine freundliche, inzwischen etwas ältere Dame ist, per Zufallsprinzip für den Extra-Check herausgepickt. 

Echt jetzt? Kommissar Zufall? Flugsicherheit als Sechser im Lotto? Wenn bei Meryl der Metalldetektor Alarm schlägt, dann doch höchstens, weil sie wieder mal einen Oscar nach Hause trägt. Das Wachpersonal der "Transportation Security Administration" jedoch demonstrierte an ihr, was man alles drauf hat. Generalverdacht bei Rentnern, Babys und eben Meryl Streep, der man so penibel wie sinnentleert an die Wäsche ging.

Demnächst winkt man wahrscheinlich in Düsseldorf die Kegelfrauen aus Gummersbach raus – gebucht nach Palma de Mallorca, für ein beschwingtes Wochenende –, weil sie als potenzielle Gefährderbande gelten. Ich finde, wer alles und jeden kontrollieren will, der verliert den Blick fürs Wesentliche. Sicherer wird die Welt dadurch nicht.

Zugegeben: Es gibt Leute, die sehen einfach verdächtiger aus als andere. Meine zweitbeste Freundin Gudrun zum Beispiel. Sie wurde von der Flughafen-Security schon mehrfach zum Extra-Check gebeten und berichtete mir glaubhaft: "Die haben mich an Stellen angefasst, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie habe." Ich bin sehr froh, dass Gudrun bislang all das hinnahm, ohne mit der Wimper zu zucken. Könnte auch mal ganz anders enden. Sie liebt Meryl Streep übrigens besonders als "Die Eiserne Lady".

Die gute Nachricht für Meryl Streep nach dem Newark-Check: Sie wurde nicht als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft, obwohl sie ja bei jeder Gelegenheit Präsident Trump kritisiert. Das hat sie sicher gefreut. Dann hat man so ein Urteil endlich mal von offizieller Seite.

Gott, was bin ich froh, dass kürzlich am internationalen Flughafen von Los Angeles, dem Airport, dem die Stars vertrauen, das neue VIP-Terminal eröffnete! Dort ist alles entspannt, als Begrüßungs-Snack wird frisch geröstetes Seegras gereicht, und ein Limo-Service bringt die Gäste direkt die paar Meter zum Flieger. Das Ganze für 7.500 Dollar im Jahr.

Gut, die Kegelfrauen und ich werden wohl nicht in den Genuss dieses Vergnügens kommen. Aber für Frau Streep wäre das doch was? Allerdings: So bodenständig, wie meine Lieblingsschauspielerin ist, hält sie solchen Schnickschnack vermutlich für völlig überflüssig.

Ich drücke Sie!


Fashion-Looks

Der Flughafen als Laufsteg

Am New Yorker Flughafen läuft Rihanna den dort wartenden Paparazzi vor die Kameralinse. Und das trotz ihres Undercover-Looks: Denn die Sängerin kleidet sich von Kopf bis Fuß in Schwarz. So trägt sie weites T-Shirt, das sie lässig in das Bündchen ihrer Trainingshose steckt. Spitze Stiefeletten sorgen für einen ungewohnten Kontrast zum sonst eher legeren Outfit. Und noch ein Detail fällt auf ...
Rihannas XXL-Sonnenbrille zieht alle Blicke auf sich. Das große Modell mit verspiegelten, schwarzen Gläsern soll zu ihrer eigenen Modelinie gehören – ein "Fenty"-Logo ziert das Accessoire. Mit einem hohen Pferdeschwanz setzt die 31-Jährige ihre Sonnenbrille besonders gut in Szene.
In einem Luxus-Freizeit-Outfit wird Jourdan Dunn am Flughafen von Nizza gesichtet. Das 28-jährige Model reist in einem edlen Trainingsanzug von Zimmermann für rund 1.700 Euro und flitzt in etwa 1.000 Euro teuren Chanel-Sneakern über den Airport. Hinter sich her zieht Jourdan einen großen schwarzen Koffer sowie das Rockstar Vanity Case des Labels MCM für rund 500 Euro. Insgesamt schlägt dieser vermeintliche Schlabber-Look mit einem Kostenpunkt von 3.200 Euro zu Buche – Donnerwetter!
Orlando Bloom versteckt sich am Flughafen von Nizza zwar hinter einer großen, schwarzen Sonnenbrille und trägt sein Basecap tief ins Gesicht gezogen – erkannt haben ihn Paparazzi aber trotzdem. In einem knallroten Trainingsanzug und bequemen Sneakern geht es für den Hollywood-Star zum Check-in, bevor er den Heimflug zurück in die USA antreten kann.

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