Tierschutz + Ernährung: Alnatura stoppt das grausame Kükenschreddern

Endlich geht eine Marke mit gutem Beispiel voran! Wie der Bio-Supermarkt Altanura mitteilte, werde man ab sofort dem grausamen Kükenschreddern den Kampf ansagen - auf besonders effiziente Weise

Knapp 140.000 männliche Küken werden Schätzungen zufolge jeden Tag grausam getötet.

Es ist wohl eines der grausamsten Bilder, das sich Menschen nur vorstellen können. Kleine, kuschelige Küken werden auf bestialische Art und Weise getötet, größtenteils sogar zerschreddert. Sie sind keineswegs krank oder gefährlich, nein, sie sind lediglich Männchen.

Der Bio-Supermarkt Alnatura hat der leicht allzu weit verbreiteten Praxis des "Kükenschreddern" nun den Kampf angesagt. Wie "utopia.de" berichtet, veröffentliche das Unternehmen Anfang Oktober eine Mitteilung, in der versichert wird, dass man ab sofort ausschließlich Eier von Legehennen anbieten werde, deren "Brüderküken" nicht getötet werden.

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140.000 tote Küken pro Tag

Experten schätzen, dass täglich 140.000 männliche Küken getötet werden - eine furchtbare Zahl, und das allein in Deutschland. Männliche Küken von Legehennen können bekanntlich keine Eier legen, für die Mast sind sie auch nicht geeignet, weil sie nicht genügend Gewicht zulegen. Sprich: Sie haben keinen ökonomischen Nutzen, die Hofbetreiber wollen sie schnellstmöglich und kostengünstig loswerden.

Mit der "Brüderküken-Initiative" möchte Alnatura diese grausame Praxis unterbinden und wird hoffentlich viele Nachahmer finden. Lediglich vier Cent pro Stück in der Zehnerpackung sind die Eier teurer, wenn auch die Brüderküken in der Zucht mit ernährt werden. Ein vergleichsweise lächerlicher Betrag für die Rettung vieler kleiner Tiere.

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Die Kunden entscheiden mit ihrem Kauf

Bereits jetzt wurden zwei Projekte mit dem Schwerpunkt Brüderküken von Alnatura unterstützt, der Verkauf der Produkte in Berlin und Hamburg läuft nach Aussagen des Unternehmens hervorragend.

Entscheiden sich also die Kunden der knapp 100 Alnaturamärkte deutschlandweit fortan für die geringfügig teurere Produktpackung, wird das Projekt ein Erfolg - und das grausame Kükenschreddern hat vielleicht schon bald für immer Ende.

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