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Stiftung Warentest Premium-Haferdrink ist Testsieger

Cappuccino mit Haferdrink
Cappuccino mit Haferdrink
© Shutterstock
Die Auswahl an Haferdrinks im Supermarkt ist groß – und von guter Qualität. Das fand die Stiftung Warentest heraus und zeichnete gleich drei Produkte für ihren guten Geschmack aus.

Insgesamt 18 Haferdrinks nahmen die Experten von Stiftung Warentest genauer unter die Lupe und prüften sie hinsichtlich ihrer sensorischen und ernährungsphysiologischen Qualität sowie Schadstoffbelastung und Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. Außerdem haben sie getestet, wie gut sich die Drinks aus Hafer für Kaffee-Spezialitäten aufschäumen lassen.

Das Ergebnis: 14 Haferdrinks wurden mit dem Prädikat "gut" bewertet – elf davon sind Bio-Produkte. Ein Trio führt das Testfeld sogar an, in dem es die Prüfer als "geschmacklich top" empfinden.

Stiftung Warentest: Haferdrinks im Test

Wer einen guten Haferdrink sucht, kann so gut wie keinen Fehlkauf im Supermarkt machen. Denn von den insgesamt 18 getesteten Produkten schnitt keines schlechter als "befriedigend" ab. Die Qualität der Haferdrinks sei bemerkenswert, so die Experten von Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest prüft Haferdrinks
Stiftung Warentest prüft Haferdrinks
© Shutterstock

Drei Pflanzendrinks aus Hafer gehören zu den geschmacklichen Testsiegern: So bewertet die Prüfer die Haferdrinks "Hafer Barista Edition" von Oatly, "Oat Hafer Calcium" von Provamel und "Hafer Original mildgetreidiger Geschmack" von Alpro mit dem Prädikat "gut".

Auch den Geschmack prüften die Tester genau. Die meisten Haferdrinks schme­ckten süß, einige nur leicht süß. Manche waren leicht vanil­lig, röstig oder bitter im Nachgeschmack – das sei für Hafer­produkte nicht untypisch, wie Stiftung Warentest befindet.

Eine schaumige Angelegenheit

Auf drei Packungen der Haferdrinks im Test stand ausdrücklich, dass sie sich gut zum Aufschäumen eignen – beispielsweise für Cappuccino, Latte oder andere Kaffee-Spezialitäten. Aber nur zwei davon hielten laut Stiftung Warentest das Versprechen: die "Barista Edition" von Oatly und der "Haferdrink ohne Calcium" von Alnatura.

Haferdrink: Nachhaltiger als andere Milchalternativen?

Im Gegensatz zu Kuhmilch sollen pflanzliche Milchdrinks die nachhaltigeren Alternativen  sein. Laut Stiftung Warentest untermauern Studien, dass beispielsweise Haferdrinks rund 70 Prozent weniger schädliche Klimagase als Kuhmilch verursachen. Auch beim Wasserverbrauch schneiden Getränke aus Hafer besser ab: Pro Liter Haferdrink fallen während der Herstellung durch­schnitt­lich etwa 3,4 Liter Wasser an, im Gegen­satz zu rund 250 Litern für 1 Liter Kuhmilch.

Einige Anbieter der pflanzlichen Drinks werben damit, Hafer aus Deutsch­land zu verarbeiten. Für die Ökobilanz spiele die Herkunft der Rohware zwar keine entscheidende Rolle, doch können Verbraucher mit Produkten, die in Deutsch­land erzeugt wurden, die Wirt­schaft vor Ort unterstützen, so die Experten.

So gesund sind Haferdrinks

Die von Stiftung Warentest geprüften Haferdrinks bestehen vor allem aus Wasser, 9 bis 16 Prozent Hafer, etwas Pflanzenöl und Salz. Generell enthalten sie zwar weniger Eiweiß als Milch, dafür mehr verdauungsfördernde Ballaststoffe. Der durch­schnitt­liche Kalorien­gehalt eines Haferdrinks entspreche dem von fett­armer Milch, so die Experten.

Nur einer der getesteten Haferdrinks wurde zuckerfrei hergestellt – die anderen Produkte enthielten im Schnitt rund 4,5 Gramm Zucker je 100 Milliliter. Das entspricht bei einem 250-Milliliter-Glas fast vier Zuckerwürfeln, ist jedoch deutlich weniger als in Saft oder Limo.

Verwendete Quellen:Stiftung Warentest

Gala

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