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Stiftung Warentest Discounter-Olivenöl ist Testsieger

Olivenöl im Test
Olivenöl im Test
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Für rund fünf Euro pro Liter können Verbraucher bereits gutes Olivenöl kaufen. Zwei der insgesamt fünf Testsieger fand Stiftung Warentest bei Discountern.

Insgesamt 28 Olivenöle der Güteklasse "nativ extra" nahmen die Experten von Stiftung Warentest unter die Lupe und prüften sie hinsichtlich ihrer sensorischen sowie chemischen Qualität, Schadstoffbelastung, Verpackung und Deklaration. Das Ergebnis: Neun Olivenöle schneiden mit dem Testurteil "gut" ab, zwei werden als "mangelhaft" bewertet – darunter auch das Öl von TV-Koch Tim Mälzer.

Stiftung Warentest: Olivenöl im Test

Wer sich ein gutes Olivenöl gönnen möchte, muss beim Einkauf nicht tief in die Tasche greifen. So gehören zwei Discounter-Öle zu den insgesamt fünf Testsiegern: Die Stiftung Warentest bewertet die Bio-Olivenöle von Aldi Süd für rund 6,15 Euro pro Liter sowie "Primadonna" von Lidl für rund 6,20 Euro mit dem Prädikat "gut". Den ersten Platz teilen sie sich mit "Bertolli Gentile" und "Bertolli Originale" für je 8,60 Euro pro Liter, sowie mit dem Feinschmecker-Bio-Öl und reinen Geschmackssieger "Castillo de Canena" für ca. 45 Euro pro Liter.

Beim Geschmack achteten die Tester auf eine ausgewogene Mischung aus intensiven Noten von Gras und Tomatenstrauch sowie grünem Apfel und grünen Blättern, wie Stiftung Warentest mitteilt. Je nach Vorliebe dürfen die Öle auch mittelbitter sowie mittelscharf sein und leicht nach Mandel, Paprika oder Banane schmecken.

Neben dem Geschmack überprüften die Experten außerdem die Herkunftsangaben der Öle. Das Ergebnis: Viele Hersteller importieren ihr Öl zusätzlich zur eigenen Ernte aus anderen Ländern und mischen diese zu Blends, um eine konstante Qualität zu schaffen. Bei Olivenölen, die laut Etikett nur aus einem Land stammen, hatten die Tester keinen Zweifel an der Korrektheit der Angaben.

Qualität von "nativ extra" gestiegen

Besonders positiv wird die verbesserte Qualität der Olivenöle bewertet. Im Gegensatz zu Tests aus den Jahren 2017 sowie 2018 wurden jetzt grundsätzlich weniger Schadstoffe und geschmackliche Fehler sowie eine bessere Kennzeichnung festgestellt.

Olivenöl à la Tim Mälzer "mangelhaft"

Zu den Schlusslichtern des Olivenöl-Tests gehören zum einen "Classico Natives Olivenöl extra" von Filippo Berio, das für ranzig befunden und als deutlich schadstoffbelastet bewertet wurde. Zum anderen "DOP Oli D'Oliva Verge Extra" von Solivellas, das eine hohe Schadstoffbelastung sowie gravierende Kennzeichnungsmängel aufwies. Ein Olivenöl, das mit "powered by Tim Mälzer" ausgezeichnet ist und zuvor von dem TV-Koch in seiner Show "Kitchen Impossible" genutzt wurde.

Stiftung Warentest fand zwei Arten von Mineralölkohlenwasserstoffen in diesem Produkt. Darunter MOAH, die möglicherweise krebserregend wirken, aber auch MOSH, die sich wiederum im Körper anreichern können. Die Stoffe können etwa aus Schmieröl von Schläuchen oder Transportbändern ins Olivenöl übergegangen sein.

So gesund ist Olivenöl

Olivenöl ist besonders für kalte Speisen zu empfehlen, denn dann entfaltet es seine gesundheitsfördernden Eigenschaften besonders gut. Es ist reich an Antioxidantien sowie lebenswichtigen ungesättigten Fettsäuren. Olivenöl wirkt antientzündlich und bekämpft freie Radikale im Körper, was es zu einem äußerst herzgesunden Lebensmittel macht. Wer regelmäßig Olivenöl zu sich nimmt, unterstützt seinen Körper zudem beim Kampf gegen Krebszellen.

Verwendete Quellen:Stiftung Warentest, Deutsche Gesellschaft für Ernährung

jbo Gala

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