Chips, Cookies + Co.: Darum machen Snacks nicht satt

Wer Chips-Tüte oder Schokoladen-Tafel einmal öffnet, isst sie meist komplett leer. Satt ist man nach dem Snack-Marathon aber dennoch nicht – und das ist der Grund!

In einer 175-Gramm-Tüte Chips – was der Standardgröße entspricht – stecken rund 86 Gramm Kohlenhydrate, 58 Gramm Fett, zehn Gramm Eiweiß und ca. 920 Kilokalorien. Letzteres entspricht fast der Hälfte der Energie, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für einen weiblichen Erwachsenen pro Tag vorsieht – nämlich 2.100 Kilokalorien. Bei Männern liegt der Richtwert der täglichen Energiezufuhr bei rund 2.700 Kilokalorien (zu den Referenzwerten).

Doch Hand aufs Herz: Wer ist schon so konsequent und knabbert nur eine Handvoll Chips (etwa 30 Gramm), wenn eine prall gefüllte Packung vor einem liegt? Meist wird so lange gesnackt, bis die Tüte leer ist – das gilt übrigens auch für die Tafel Schokolade oder die Packung Kekse. Wie kann es also sein, dass wir jede Menge Kilokalorien aufnehmen, am Ende aber nicht einmal satt sind? 

Was macht hungrig, was satt?

Ob ein Lebensmittel lange sättigt oder nicht ist zum einen von der Zusammensetzung der einzelnen Produkte und deren Nährstoffen abhängig. Leicht verdauliche Kohlenhydrate wie sie beispielsweise in Weißbrot, zuckrigen Süßigkeiten und auch Chips stecken, treiben den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe – doch ebenso schnell fällt dieser wieder ab. Die Folge: Heißhungerattacken und das Verlangen nach süßem Nachschub. Einfache Kohlenhydrate sättigen also nicht lange und sorgen schnell wieder für Hunger.

Komplexe Kohlenhydrate hingegen werden vom Körper langsamer verstoffwechselt und sorgen so für einen konstanten Blutzuckerspiegel. Dadurch sind wir länger satt und verspüren gar nicht erst den Drang nach Süßem. Hierzu gehören zum Beispiel Vollkornprodukte wie Nudeln und Reis, aber auch Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Gemüse.

Ein weiteres Plus: Die eben aufgezählten Lebensmittel sind gleichzeitig äußerst ballaststoffreich. Sie verlassen den Magen langsamer und quellen im Darm auf, wodurch Ballaststoffe als prima Sattmacher gelten. Noch dazu senken sie den PH-Wert des Darms auf natürliche Weise, wodurch er weniger anfällig für krankheitserregende Bakterien wird (Ballaststoffe und ihre Wirkung).

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Am besten sättigt uns jedoch Eiweiß, unter anderem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Gleichzeitig benötigt der Körper bei der Verdauung des Nährstoffs am meisten Energie: So gehen bereits einige, der aufgenommenen Kilokalorien automatisch beim Essen eiweißreicher Lebensmittel verloren – wie praktisch! 

Warum essen wir die Chips-Tüte auf einmal leer?

Das Phänomen der leeren Chips-Tüte vergleichen manche Wissenschaftler mit einer Art Drogenrausch: Der Botenstoff Dopamin werde beim Essen ausgeschüttet und ein wohliges Belohnungsgefühl stelle sich ein, wie Studienleiter Andreas Hess gegenüber der "Rheinischen Post" erklärt. Das besondere Mischungsverhältnis von Kohlenhydraten und Fett in Chips aktiviert so vor allem das Belohnungszentrum im Gehirn – man wird süchtig danach.

Das Verhältnis von 45 Prozent Kohlenhydraten zu 35 Prozent Fett haben aber nicht nur Chips: Auch Nuss-Nougat-Creme und Schokolade weisen diese Zusammensetzung auf. Das erklärt auch, warum viele die Tafel Schokolade gleich komplett verputzen, anstatt sie sich brav zu rationieren. Auch die besonderen Würzmischungen der Chips spielt eine Rolle beim Knabbern, denn sie lassen das Produkt attraktiver wirken, als simple Kartoffelscheiben.

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Fazit: Darum machen Chips + Co. nicht satt

Chips bestehen hauptsächlich aus einfachen Kohlenhydraten, die vom Körper schnell verdaut werden und den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen. Fällt dieser ab, bekommen wir Heißhunger und essen erneut. Auch der geringe Eiweißanteil in Chips führt dazu, dass man immer noch hungrig ist, obwohl man eine ganze Tüte des Snacks verdrückt hat. Denn Eiweiß ist der beste Sattmacher und stillt Hunger lang anhaltend. Auch das geringe Volumen der Chips sorgt dafür, dass keine Sättigung eintritt.

Besser also, man füllt den Magen auf gesunde Weise. Dazu gehören vor allem Lebensmitteln, die voluminös und eiweißreich sind, denn das macht schnell satt, führt nicht zu Heißhunger und weist auch nicht das verhängnisvolle Verhältnis von Kohlenhydraten und Fetten auf. Bei Foodies besonders beliebt sind etwa im Ofen geröstete Kichererbsen. Verfeinert mit Gewürzen und Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Kurkuma oder Chili lässt sich mit den Eiweiß-Minis jedes Mal ein neues Geschmackserlebnis kreieren.

Stars beim Essen

Mahlzeit!

Modisch gekleidet ist die Sängerin ja, aber muss Miley Cyrus den Mund so voller Nudeln nehmen? "Macht es zur Mode", postet sie nicht ganz ernst gemeint über Instagram.
"Red Hot Chili Peppers"-Frontmann Anthony Kiedis suchte einst auf einer Party vergeblich nach seiner Freundin, bis er sie schließlich auf dem Schoß des Frauenmagneten schlecht hin, Mr. Jack Nicholson, fand. Auf besagtem Oberschenkelbereich finden sich heutzutage eher fettige Pommes und saftige Burger. Gala wünscht: guten Appetit.
Sienna Miller genießt einen Cookie und schleckt sich die Finger ab. 
"Es ist Zeit für Burger", kommentiert Angelina Heger ihr Foto bei Instagram und zeigt sich bei einem ordentlichen Fast-Food-Festmahl in Los Angeles: Vor ihr liegen ein saftiger Cheeseburger und krosse Pommes, die einen allein vom bloßen Anblick hungrig werden lassen. Standesgemäß darf auch der Becher mit eisgekühlter Cola darin nicht fehlen – US-Lifestyle vom Feinsten!

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Verwendete Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), ernaehrungs-umschau.de, Rheinische Post

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