Kevin Fehling: Sternekoch eröffnet "Puzzle Bar"

Mit aus der Sterneküche inspirierten Cocktails lassen Genießer ihren Tag ab sofort auf der Dachterrasse der "Puzzle Bar" ausklingen – dem neuesten Coup von Gourmet-Koch Kevin Fehling.

"Puzzle Bar" in Hamburg

Nur wenige Meter von seinem Drei-Sterne-Restaurant "The Table" in der Hamburger Hafencity entfernt, eröffnet Kevin Fehling einen neuen Cocktail-Tempel: Die "Puzzle Bar" befindet sich in exklusiver Lage im 15. Stock des Campus Towers und soll ihre Gäste in noch nie da gewesenen Geschmackssphären schweben lassen.

Auf neugierige Gourmets warten 16 Cocktails, die der Sternekoch gemeinsam mit seinem ehemaligen Souschef Dennis Ilies und dem Mixologie-Experten Dennis Hammer kreiert hat. Zu Drinks wie Puzzletini, Habanero Paloma oder Tom Kha Gai werden außerdem Edel-Hotdogs serviert, die man bei spektakulärer Aussicht auf den Hafen und die Elbphilharmonie genießen kann – der perfekte Ort für den nächsten Sundowner! Mit welchem Cocktail Kevin Fehling seinen Feierabend am liebsten genießt, verrät er im GALA-Interview.

"Puzzle Bar": Kevin Fehling im GALA-Interview

GALA: Was erwartet Ihre Gäste, wenn sie die Welt der "Puzzle Bar" betreten?

Kevin Fehling: Die "Puzzle Bar" soll eine sehr exklusive, aber unkomplizierte Bar werden, wo jeder willkommen ist. Wir möchten einfach interessante Cocktails für Gäste kreieren, die sich fallen lassen und die Zeit genießen. "Puzzle Bar" ist durch die Idee entstanden, Cocktails zu kreieren, die es so vorher noch nicht gab. Die Fachkenntnis der Küchentechnik soll geschmacklich und kreativ in die Textur miteingearbeitet werden.

Was ist das Besondere der "Puzzle Bar"?

Unser Bartresen ist 15 Meter lang und musste mithilfe eines Krans in den 15. Stock geliefert werden. Der sieht sehr spektakulär aus! Er hat eine kristalline Form: Das heißt, man kann sagen, es ist ein auseinandergebrochenes Stück Eis aus der Antarktis und die Elemente, die dort weggebrochen sind, finden sich an anderer Stelle in der Bar wieder – etwa zum Sitzen oder zum Trinken an der Fensterfront. Darum heißt die Bar "Puzzle Bar".

Alle Tische, die an diesem Tresen sind, sind ein Puzzle, das man zusammenfügen kann. Das ist das zweite Puzzle. Also zum einen Dennis Ilies und Daniel Hammer als positives, ungleiches Duo – der eine Küchenchef, der andere Barchef – und dann einmal die Innenarchitektur und der Cocktail selbst, der natürlich immer für ein Puzzle offen ist. Es sind so unglaublich viele Teile, die da wirken.

Das wird eine Wahnsinnsbar!

Welche Menschen trifft man in Ihrer Bar?

Es gibt keinen Dresscode – ähnlich wie bei unserem Gourmet-Restaurant "The Table". Wir gehen hier eher von à la Carte aus. Das heißt, jeder kann kommen, wann er möchte – Reservierungen sind natürlich auch möglich. Wir möchten einfach, dass Leben entsteht. Wir haben auch eine fantastische Außenterrasse im 15. Stockwerk mit einem tollen Blick über den Hafen Hamburgs, wo man sich nicht dafür schämen sollte, dort eine Flasche Champagner am frühen Abend zu genießen.

Welche Cocktails stehen auf der Karte?

Wir haben eine feste Cocktailkarte mit 16 Drinks. Natürlich wird es Klassiker geben, die auf unsere Art interpretiert werden – aber es gibt auch viele Cocktails, die die Kreativität eines Drei-Sterne-Restaurants in sich tragen. Zum Beispiel ein Tom-Kha-Gai-Cocktail, der ja eigentlich eine thailändische Suppe ist.

Wir haben auch einen Rotationsverdampfer aus einem Labor, mit dem wir eigene Essenzen herstellen können. Wenn wir also Meerrettich in einen Wodka produzieren möchten, dann können wir das mit diesem Rotationsverdampfer machen. Oder wir destillieren die einzelnen Geschmäcker einer Tom-Kha-Gai-Suppe in einen Wodka oder einen Rum. So haben wir unsere eigenen Spirituosensorten – das macht sie Sache sehr spannend.

Die Inspiration ist immer die Küche aus dem "The Table"

Zu Ihren Cocktails servieren Sie Hotdogs: Warum genau dieses Fast Food?

Ich finde sie einfach superpraktisch zu essen und wir können unsere ganze Kreativität einfließen lassen. Und natürlich weil ich Hotdogs einfach liebe! Das war schon immer so. Den Hotdog-Klassiker könnte man auch auf der Karte finden – dann aber in Perfektion und mit unserer Kreativität.

Wie sieht solch ein Gourmet-Hotdog aus?

Das könnte zum Beispiel ein Laugen-Hotdog-Brötchen mit einer Weißwurst, einem Rettichsalat und einem süßen Senf-Espuma sein. Wir nehmen klassische Garnituren als Inspiration und werden verschiedene Länderküchen einfließen lassen. Es gibt zum Beispiel auch den Mexican Hotdog oder vielleicht sogar eine Gänseleberpastete, die aussieht wie eine Bockwurst, mit einem Broichebrot und einem interessanten Chutney – auch fleischlose Hotdogs werden wir servieren.

Ein paar Straßen weiter betreiben Sie das Drei-Sterne-Restaurant "The Table" mit einem Menü für rund 200 Euro: Wie liegen die "Puzzle Bar"-Cocktails preislich?

Da sind wir ähnlich aufgestellt, wie andere gute Bars in Deutschland. Preislich werden wir mit Sicherheit etwas höher angesetzt sein, aber es gibt auch den Cocktail zwischen zwölf und 14 Euro – es wird für jeden etwas dabei sein!

Welchen Cocktail würden Sie in der "Puzzle Bar" bestellen?

Mein Lieblingsdrink ist gerade der Tom Kha Gai – inspiriert von der klassischen thailändischen Suppe. Der hat mich wirklich weggeflasht! Wir haben auch einen sehr umamivollen Drink mit einer Tomatenreduktion auf der Karte. Dieses Tomatendashi wird in Kombination mit einem Norialgenblatt serviert. Das Blatt wird jedoch nicht gegessen, sondern während man trinkt, wird lediglich daran gerochen – superspannend!

Verwendete Quellen: eigenes Interview, Instagram

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