Ökotest: Vollkornspaghetti mit Schimmelpilzgiften belastet

Ökotest nahm Vollkornspaghetti genauer unter die Lupe – mit einem erschreckenden Ergebnis. Denn in gut jeder zweiten Packung wiesen die Tester Schimmelpilzgifte nach. Zu diesen Sorten können Verbraucher noch guten Gewissens greifen.

Vollkornnudeln

Ernährungsbewusste Esser kaufen im Supermarkt lieber Vollkornnudeln anstatt herkömmliche Pasta, denn sie ist deutlich mineralstoff- und ballaststoffreicher. Beim nächsten Einkauf sollten Verbraucher jedoch genauer hinschauen, denn in elf der insgesamt 20 von Ökotest untersuchten Vollkornspaghetti konnten die Experten Schimmelpilzgifte nachweisen. Somit ist jede zweite getestete Nudelpackung in der Vollkornvarianten verunreinigt – darunter auch Bio- und Marken-Produkte.

Ökotest: Vollkornspaghetti mit Schimmelpilzgiften belastet

Die qualitativen Unterschiede der getesteten Vollkornnudeln seien erheblich, urteilt Ökotest. So reichen die Bewertungen von "sehr gut" bis "mangelhaft". Insgesamt wurden acht Produkte von den Testern hinsichtlich Giftstoffrückständen und Sensorik mit "sehr gut" bewertet: darunter die Bio-Vollkornspaghetti von Netto und Combino für je 0,79 Euro pro Packung sowie das konventionelle Vollkornprodukt von Riesa für 1,35 Euro pro Packung. Sie alle bestehen aus Hartweizenvollkornmehl, Vollkorn-Hartweizengrieß oder Dinkelvollkornmehl.

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Mehr als die Hälfte der von Ökotest getesteten Spaghetti fielen jedoch aufgrund ihrer hohen Belastung an Schimmelpilzgiften auf – fünf Produkte fielen sogar gänzlich durch und erhielten die Prädikate "mangelhaft" oder "ungenügend". So wählten die Experten die Bio-Vollkornnudeln von Alnatura für 0,79 Euro sowie von Aldi Süd für 0,75 Euro mit dem Testurteil "mangelhaft" auf die hinteren Plätze. Mit "ungenügend" wurden gar die Spaghetti aus vollem Korn von Biozentrale für 1,79 Euro sowie das Produkt "Buitoni Integrale Spaghettini" für 1,49 Euro bewertet.

Wie kommen Schadstoffe in Vollkornnudeln?

In der von Ökotest beauftragten Laboruntersuchung wurden "erhöhte" oder "stark erhöhte" Mengen an Schimmelpilzgiften in elf der getesteten Vollkornnudeln gefunden. Diese Toxine können Blutzellen sowie Immunsystem schädigen und sind so stabil, dass sie selbst während des Kochens nicht zerstört werden, so die Experten.

Die Schimmelpilzgifte gelangen bereits auf dem Feld ins Korn und lagern sich in den Randschichten an. Daher können Vollkornprodukte im Gegensatz zu Weißmehlprodukten stärker mit diesen Schadstoffen belastet sein – völlig ausgeschlossen ist eine Verunreinigung bei herkömmlichen Spaghetti aus Weißmehl dennoch nicht.

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So gesund sind Vollkornnudeln

Im Gegensatz zu Weißmehlnudeln liefern Vollkornnudeln deutlich mehr B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium. Außerdem sind sie äußerst ballaststoffreich, was lange sättigt, die Verdauung begünstigt und für eine gesunde Darmflora sorgt.

Vollkornnudeln bestehen aus komplexen Kohlenhydraten in Form von Stärke, weshalb sie langsamer als die Variante aus Weißmehl verdaut werden. Das hält den Blutzuckerspiegel konstant und verhindert Heißhungerattacken. Für all diejenigen, die sich im Alltag gesund ernähren wollen, sind Vollkornnudeln die perfekte Wahl, um im Handumdrehen noch ein paar Mineral- und Ballaststoffe mehr auf den Teller zu bekommen.

Verwendete Quellen: Ökotest

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