Lebensmittel als Ansteckungsgefahr?: Obst und Gemüse richtig waschen - das müssen Sie wissen

Obst und Gemüse richtig waschen ist nicht schwer, doch trotzdem wissen viele einfach nicht, wie es geht. GALA klärt für Sie die wichtigsten Fragen und zeigt Ihnen außerdem, wie Sie aus einfachen Hausmitteln einen natürlichen Reiniger herstellen können.

Gemüse und Obst waschen: Wie macht man es richtig?

Obst und Gemüse waschen - und ab in den Mund damit! Ist es wirklich so einfach? Reicht ein wenig kaltes Wasser? Und sollte wirklich jede Obst- und Gemüsesorte geputzt werden? GALA beantwortet für Sie die wichtigsten Fragen zum Thema und zeigt Ihnen, wie Sie Obst- und Gemüse-Reiniger selber mit Hausmitteln herstellen können.

Obst und Gemüse richtig waschen: Warum sollte man das tun?

Obst und Gemüse sollten Sie richtig waschen, weil es in der konventionellen Landwirtschaft angebaut und mit Pflanzenschutzmittel eingesprüht wird. Die verwendeten Pestizide bekämpfen Schädlinge und Unkraut. Innerhalb der EU gibt es zwar Höchstwerte, die nicht überschritten werden dürfen, doch möchte sicherlich keiner bei einem Apfel chemische Mittel mitessen. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Tipps zum richtigen Waschen von Obst- und Gemüsesorten herausgesucht.

Welches Obst und Gemüse sollte gewaschen werden?

Laut Ernährungsexpertin Astrid Gerstemeier von "utopia.de" sollte jedes Obst und Gemüse gründlich gewaschen werden. Auch Fertigsalate und geschältes Gemüse. In den abgepackten Salatmischungen zum Sofortverzehr finden sich häufig Bakterien und Pilze wieder. Gerade in den verschlossenen Plastikverpackungen können sich diese schnell vermehren und die Gesundheit gefährden.

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät sogar immungeschwächten Personen vom Verzehr solcher Lebensmittel ab. Und auch Obst und Gemüse, das Sie schälen möchten, sollten Sie vorher reinigen. Denn beim Schneiden gelangen über das Messer Schadstoffe und Bakterien in das Innere der Frucht.

Wie wäscht man Obst und Gemüse richtig?

Viele halten Obst und Gemüse kurz unter kaltes Wasser und trocknen es ab. Doch um Pestizidrückstände komplett zu entfernen, reicht das oft nicht aus. Wir haben für sie nützliche Tipps, welche Lebensmittel wie geputzt werden.

  • Obst und Gemüse gründlich mit fließendem, warmen Wasser waschen und anschließend mit einem Tuch trocken rubbeln
  • Obst erst kurz vor dem Verzehr waschen: Sonst wird die natürliche Schutzschicht zerstört und die Früchte verderben schneller.
  • Mit Gemüsebürsten Erdreste von Gemüse entfernen: Bei Kartoffeln, Möhren oder auch Pilzen reicht es aus, sie abzubürsten, wenn sie anschließend gebraten oder heiß gekocht werden. So bleiben die Nährstoffe in der Schale enthalten. 
  • Empfindliches Obst in Essigwasser legen: Himbeeren, Blaubeeren oder Heidelbeeren für ein paar Minuten in eine große Schüssel mit einem Teelöffel Apfelessig geben und dann mit klarem Wasser abspülen. 
  • Obst und Gemüse waschen und schälen: Das ist laut des BfR mit die sicherste Variante, um Chemikalien zu entfernen. Doch es gehen leider auch viele Nährstoffe ( beim Apfel circa 70 Prozent der Vitamine) verloren.
  • Gemüse und Obst mit Mischung aus Backnatron und Wasser waschen. Diese sehr effektive Methode haben amerikanische Forscher entdeckt.

Obst- und Gemüsereiniger selber machen: So geht's

Eine Natron-Lösung entfernt Pestizidrückstände von Obst und Gemüse weitaus besser als Wasser. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie diese Lösung ganz einfach selbst herstellen:

  1. 1 Teelöffel Natron in 200 ml Leitungswasser geben.
  2. Beides kurz miteinander verrühren, bis sich das Natron aufgelöst hat.
  3. Das Obst oder Gemüse 15 Minuten lang in der Lösung einwirken lassen und anschließend abtrocknen.
  4. Das Natron sorgt neben dem Wasser zusätzlich dafür, dass Pestizidrückstände abgebaut werden können.

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©Gala

Doch jedes Mal vor dem Verzehr von Gemüse oder Obst 15 Minuten lang warten? Das ist recht aufwendig und oft fehlt die Zeit dafür. Daher ist es ratsam, erst eine Lösung anzurühren, wenn sie große Mengen Gemüse oder Obst (z.B. für Salat) verarbeiten wollen. Und nun: guten Appetit!

Verwendete Quellen: utopia.de, foodwatch.org, geo.de, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

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