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Nobelpreis 2019 Regionale Spezialitäten beim Bankett

Prinzessin Sofia genießt das Menü beim Nobelpreis
Prinzessin Sofia genießt das Menü beim Nobelpreis
© Dana Press
Exotische Superfoods sucht man auf den Tellern des Nobelpreis-Dinners vergeblich. Stattdessen finden sich überwiegend regionale Spezialitäten auf der Menükarte.

Zur Verleihung der alljährlichen Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und Literatur finden sich in Stockholm nicht nur die Preisträger selbst ein, sondern auch die schwedische Königsfamilie. So präsentierten sich am 10. Dezember 2019 unter anderem Prinzessin Victoria, Prinzessin Madeleine und Prinzessin Sofia in ihren schönsten royalen Roben.

Damit auch niemand die traditionelle Verleihung hungrig verlassen muss, ließ das Komitee ein edles Menü servieren. In diesem Jahr wurden die Gäste des Nobelpreis-Banketts vor allem mit Produkten aus der Region verwöhnt – äußerst klimabewusst. GALA hat einen Blick auf die besondere Menükarte geworfen.

Nobelpreis 2019: Das regionale Menü

Die Vorspeise

Das Nobelpreis-Menü von Sebastian Gibrand startete mit einem kalten Happen: Kalix-Kaviar gebettet auf einer Salatgurke und umringt von eingelegtem Essig-Kohlrabi. Eine cremige Sauce aus Dill und Meerrettich rundete den kulinarischen Auftakt in Form einer Schildkröte ab.

Kalix-Kaviar, übrigens auch als rotes Gold des Bottnischen Meerbusens bekannt, ist eine regionale Spezialität in Nordschweden und wird aus den Rogen der kleinen Maräne hergestellt. Er hat eine einzigartige orangegelbe Farbe und gilt als besonders mineralstoffreich – perfekt für ein exklusives Dinner.

Die Vorspeise beim Nobelpreis-Bankett
Die Vorspeise beim Nobelpreis-Bankett
© Dana Press

Der Hauptgang

Eine mit Herbsttrompeten und Zitronenthymian gefüllte Entenbrust durften sich die Gäste des Nobelpreises als Hauptgang schmecken lassen. Dazu wurden Kartoffeln mit karamellisiertem Knoblauch, würzige gelbe Beeten und brauner Entenfond serviert. Besonderes Highlight: Das Fichtenöl, das sich an Wirsing, geräucherte Shiitake-Pilze und gebackenen Zwiebeln reihte.

Das Öl der Fichtennadeln enthält jede Menge ätherische Aromastoffe, die für einen außergewöhnlichen Geschmack sorgen und derzeit bei Foodies und Gesundheitsbewussten schwer im Trend liegen. Fans von regionalem Essen kommen beim Nobelpreis-Dinner auch auf ihre Kosten, denn die Herbsttrompeten haben derzeit Saison. Die Speisepilze sind überwiegend in schwedischen Buchenwäldern zu finden und sorgen für Würzigkeit im Gericht.

Das Dessert

Für einen krönenden Abschluss des Banketts sorgte dieses pinkfarbene Dessert: eine Himbeer-Mousse sowie ein Himbeer-Sorbet mit einem Topping aus Schokoladen-Bröseln. Dieses Meisterwerk war eine Kreation des Konditors Daniel Roos, der selbst ein großer Fan von Himbeeren ist, wie das Nobelpreis-Komitee auf seinem Instagram-Account verrät. 

Für den absoluten Hingucker auf dem Dessertteller – eine XL-Himbeere – ließ sich Roos übrigens von einem Spielzeug seiner dreijährigen Tochter inspirieren. Die Saison der süßen Frucht ist zwar vorbei, Tiefkühlprodukte von guter Qualität sind dennoch auch im Winter zu erhalten und strotzen nur so vor Vitaminen. Ein Nachtisch, so farbenfroh wie die Tischdeko: Denn diese begeisterte wiederum mit einem Meer aus bunten Blumen. Den Gästen scheint das Nobelpreis-Menü geschmeckt zu haben, denn sie aßen brav auf und ließen nur leere Teller zurückgehen.

Verwendete Quellen:The Nobel Prize, Instagram

jbo Gala

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