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Ganzheitliche Entgiftungskur Natürlich entgiften – so easy mit diesem Fahrplan

Natürlich entgiften
© Unsplash/Brooke Lark
Natürlich entgiften kann so einfach sein! Tagtäglich sammeln sich in unserem Körper Schadstoffe an, die unser Körper nur schwer alleine abbaut. Wer etwas abnehmen und sich vitaler fühlen möchte kann mit Brennnessel, Löwenzahn und Co eine Detox-Kur ausprobieren. Wir verraten, wie Sie die Entgiftungsvorgänge in Ihrem Körper unterstützen

Wer gestresst ist, neigt zu einer schlechten Ernährung und bewegt sich weniger. Die Folge: Wir fühlen uns ausgelaugt, haben einen fahlen Teint, ein paar Kilos zu viel angesetzt und werden schneller krank. Um dem entgegen zu wirken, schwören viele Menschen auf ein Entschlacken ihres Körpers.

Warum entschlacken?

Der Stoffwechsel in unserem Körper dient eigentlich der Energiegewinnung unserer Zellen. Doch dieser Vorgang produziert jede Sekunde auch Abfallprodukte in unserem Körper, die sich schwer von alleine abbauen. Im Alltag nehmen wir über die Haut oder unsere Nahrung noch weitere vom Körper schwer verdaulichen Stoffe auf. Damit sich diese Schadstoffe nicht in unseren Zellen anreichern und zu gesundheitlichen Problemen führen, müssen sie vom Körper wieder entsorgt werden. Diesen Vorgang nennt man dann Entschlackung, Entgiftung – oder auf Englisch: Detox

Wie lange sollte man detoxen?

Entgiftungskuren gleichen einem Ausnahmezustand und sind daher keine dauerhaften Ernährungsumstellungen. Sie sollten nicht länger als 7 Tage detoxen. Es sei denn Sie folgen speziellen Programmen, die auf eine längere Dauer ausgelegt sind. Diese Kuren sollen Ihnen dabei helfen, bewusster zu essen und ein besseres Gefühl für gesunde und ungesunde Lebensmittel zu bekommen. Dies gilt es nach der Entgiftung in ihren Alltag mit einzubauen, damit sie Fertigprodukte hin und wieder stehenlassen und abends lieber eine Möhre knabbern anstatt der Chips.

Natürlich entgiften: Aufgabe dieser Organe

Mit dem Detox-Prozess sind mehrere Organe betraut. Allen voran ist die Entschlackung Aufgabe der Leber und Niere – auch auch die Lunge und unser größtes Organ die Haut sind beteiligt. Funktionieren die Entgiftungsorgane einwandfrei, ist alles im grünen Bereich. Doch kommt das Reinigungssystem mal ins Stocken und/oder steigt die Belastung durch Umweltgifte, Schadstoffen oder Säuren, gerät unser Körper aus der Balance. Die Folgen können chronische Erkrankungen, Entzündungen und Infektionen sein. Die gute Nachricht ist: Die körpereigene Entgiftung dieser "Abfallstoffe" durch kann man selbst tatkräftig unterstützen.

Natürlich entgiften – so funktioniert's

Die körpereigene Entgiftung kann nur funktionieren, wenn der Körper mit den dafür benötigten Nähr-, Mineral- und Vitalstoffen versorgt ist. Achten Sie darauf, dass kein Proteinmangel entsteht. Aber keine Sorge, Proteine stecken nicht nur in Fisch- und Fleischprodukten. Mit pflanzlichen Proteinen können Sie gesund entgegensteuern, etwa mit Reis-, Erbsen, Lupinen- oder dem Hanfprotein. Zucker und andere isolierte Kohlenhydrate bremsen den Stoffwechsel der Enzyme. Meiden Sie während der Zeit ihrer Detox-Kur daher feine, kleiefreie Weizenmehle konsequent.

  • Alkohol, Kaffee oder schwarzen Tee(belastet die Leber)
  • Nikotin (belastet die Lunge)
  • Fast Food / Fertigkost (zu viele Farb- und Konservierungsstoffe)
  • Fleisch
  • Milchprodukte (Käse, Joghurt, Milch, Sahne, Sour Cream)
  • Weizen, Gluten und Hefe (Weißbrot, Pasta und Co.)
  • Süßigkeiten, Zucker und Salz

Morgens / Die Entgiftung der Nieren anregen mit einem Glas Wasser

Viele Stars setzen darauf: ein Glas Wasser am Morgen. Über Nacht sind die Flüssigkeitsreserven in unserem Körper aufgebraucht – ein frisches Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen füllt sie wieder auf und regt zusätzlich den Stoffwechsel an. Besonders die Nieren und der Kreislauf profitieren daher vom Flüssigkeits-Boost, der mit einer halben ausgepressten Zitrone (alternativ: Apfelessig) noch verstärkt wird.

Mittags / Lungen entgiften mit Bewegung an der frischen Luft

Bewegung an der frischen Luft bringt alle Detox-Organe in Schwung. Die erhöhte Atemfrequenz entgiftet die Lunge besser und über unseren Schweiß werden Giftstoffe ausgeschieden. Daher sollte täglich mindestens eine halbe Stunde Bewegung drin sein – besser noch wäre eine Stunde. Probieren Sie es doch mal aus und gehen eine halbe Stunde in der Mittagspause und nach Feierabend spazieren. Joggen ist natürlich noch besser als Spazieren, um den Kreislauf in Gang zu bringen. Besonders zur kalten Jahreszeit, wenn es früh noch sehr dunkel ist gilt es den inneren Schweinehund zu besiegen. Aber Joggen im Winter ist möglich ... 

Nachmittags / Grüne Power aus Brennnessel & Löwenzahn 

Wer besonders schlau ist, macht sich beim Detoxen die Kraft der Natur zu eigen. Viele deutsche Wildkräuter sind bekannt für ihre reinigende Wirkung – entweder kauft man die Kräuter in einer Apotheke, oder man nutzt den Spaziergang im Grünen um die wohltuenden Powerpflanzen selbst zu pflücken.

Brennnessel

Frische Brennnesselblätter können entweder als eine Art Spinat zubereitet werden oder Sie brühen sich daraus einen warmen Tee am Nachmittag. Die Inhaltsstoffe der Brennnessel spülen die Nieren durch und fördern so die Entgiftung. Zudem hat Brennnessel einen reinigenden Einfluss auf unser Blut. Profi-Tipp: Ernten und verarbeiten Sie die brennenden Nesseln am besten mit Handschuhen.

Brennnessel

© Unsplash/Paul M.

Löwenzahn

Der leicht bitter schmeckende Löwenzahn kurbelt die Gallensaftproduktion an und fördert so die Verdauung. Im Frühling können Sie die ungeöffneten Knospen der gelben Blume ernten und verzehren. Von Frühling bis Herbst bietet verzehren Sie die zackigen Blätter, die leicht wie Salatrauke (Rucola) gut im Salat schmecken.

Löwenzahn

© Unsplash/Stefan Steinbauer

Mariendistel

Silymarin, der Wirkstoff aus den Mariendistelfrüchten ist für seine leberschützende und -unterstützende Wirkung bekannt. Da die Leber das Hauptentgiftungsorgan ist, können Sie bei jeder Entgiftungskur Kapseln oder Säfte mit Mariendistelextrakt ergänzend hinzuziehen (erhältlich im Reformhaus, Biomarkt oder in der Apotheke).

Mariendistel
© Unsplash/Igor Tudoran

Danach / langfristiges Clean Eating anpeilen

Aus dem Wissen heraus, welche Nahrungsmittel dem Körper gut tun und welche nicht, entstand auch ein neuer Ernährungstrend. Clean Eating bezeichnet und meint einen möglichst "reinen" Nahrungsverzehr.

Anhänger der Food-Bewegung schwören auf unverarbeitete Nahrungsmittel. Die Kernidee: Den wahren Geschmack der Foods zu erleben tritt in den Vordergrund. Das heißt, nicht alles muss salzig oder süß schmecken. Vollkornprodukte auf dem Ernährungsplan und alles folgt der Faustregel: je kürzer die Zutatenliste, desto besser! Dass Fast Food und Junkfood tabu sind, versteht sich von selbst. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren! 

Gala

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