Lea Woitack aus GZSZ: "Ich bin Zufalls-Veganerin"

Lea Woitack kennen viele als die Sophie aus "GZSZ". Doch was bewegt sie persönlich? Redakteurin Tabea traf die Schauspielerin zu einem Gespräch, das nachhaltig prägte

Für Lea Woitack muss es nicht immer der Urlaub in der weiten Ferne sein. Erholung findet sie auch in Deutschlands Schorfheide oder wie hier am Ursprungsort von Caudalie, ganz in der Nähe von Bordeaux.

Bei schönstem Berliner Wetter warte ich in einem Café auf GZSZ-Schauspielerin Lea Woitack, die freudestrahlend die Straße herunter auf mich zukommt. Sie trägt einen sommerlichen Rock, hübsche Sandaletten und ein schlichtes Top und sieht einfach bezaubernd aus. "Wie ein wahrer Star", denke ich mir und mutmaße schon, dass dies bestimmt Designer-Kleidung ist. (Später soll ich eines Besseren belehrt werden.) Nach einer herzlichen Begrüßung bestellen wir unsere Heißgetränke. Ich stutze ein erstes Mal:

Du trinkst deinen Kaffee gerade mit Soja- statt mit Kuhmilch. Bist du etwa Veganerin?
Nicht komplett, nein. Das klingt jetzt auch erstmal lustig, aber: Ich ernähre mich zufällig vegan. Bei mir um die Ecke ist ein kleiner veganer Bio-Supermarkt, den ich jetzt für mich entdeckt habe. Bei dem gehe ich so gerne einkaufen. Da kann man auch unverpackt einkaufen und seine eigenen Tupper mitbringen. Oder man bekommt Papiertüten und man füllt sich alles selber ab. Nichts ist in Plastik eingewickelt. Alles ist verlässlich bio und meist eben auch vegan. Deswegen bin ich „Zufalls-Veganerin“. 

Gesunde Alternative

Pizzaboden aus Blumenkohl

Gesunde Alternative: Pizzaboden aus Blumenkohl
©Gala

Auch in Sachen Beauty setzt Lea Woitack auf Nachhaltigkeit und benutzt zum Beispiel die natürlichen Produkte von Caudalie. (Gesichtstonic "Eau de Beauté", ca. 13 Euro; Serum "Premier Cru", ca. 100 Euro)

Also kommt bei dir kein Fleisch mehr auf den Tisch?
Ich esse auch mal ein Stück Fleisch - achte dann aber sehr darauf, wo es herkommt. Ab und zu finde ich das okay. Aber dieses tägliche Fleischessen finde ich ganz schlimm. Ich sage immer: Das Maß macht es.   

Achtest du denn generell auf Nachhaltigkeit?
Komplett. Ich kaufe alle meine Klamotten Second-Hand. 

Ich stutze (wie angekündigt) ein zweites Mal.

Halt stopp. Ernsthaft? Ich dachte, dass man als Schauspielerin immer auf die neuesten Trends guckt...
Klar, ich mag es schick auszusehen. Aber ich hasse es, neue Klamotten zu shoppen. In Hamburg gibt es meinen Favorit-Second-Hand-Shop. Und wenn ich dann mal shoppen gehe, dann gerne dort. Auch hier in Berlin habe ich so meine zwei drei Shops gefunden. Ich bin auch so eine kleine Flohmarkt-Gängerin. Einfach weil ich gerne Sachen finde. Da hast du eben nicht dieses „von der Stange“. Da gibt es Sachen nur einmal. Keine zehn Pferde bekommen mich in eine Filiale einer großen Modekette. 

Es scheint ganz so, als lägen dir Nachhaltigkeit und Fair-Trade sehr am Herzen, oder?  
Ja, ich bin jetzt auch Fair-Trade-Botschafterin. Denn in dem Moment in dem ich weiß, wie etwas produziert wird, kann ich ein Produkt einfach nicht mehr kaufen. Plötzlich bekommen auch die leckersten Dinge einen bitteren Beigeschmack.
Du triffst jeden Tag politische Entscheidungen. Mit dem was du isst, mit dem was du trinkst, wie du dich fortbewegst. Und und und. Das sind alles Entscheidungen, mit denen du bestimmst, in was für einer Welt du lebst. 

Manche Menschen wissen es meist ja aber gar nicht besser. Was sind denn deine Tipps und Tricks an alle, die nachhaltig leben wollen?
Im Supermarkt gucken, ob das Produkt regional beziehungsweise saisonal ist. Und mal ehrlich: Es ist doch auch viel schöner wenn man manchmal auf etwas warten muss. Wie zum Beispiel Spargel oder Erdbeeren. Die muss ich nicht im Winter essen.
Zweitens: Nicht ständig Klamotten shoppen gehen. Ich mein, wieviele Klamotten trägt man denn wirklich?! Und es ist ja auch viel schöner, wenn man sich ab und zu mal etwas gönnt, anstatt alles maßlos zu kaufen. Oder auch sehr gut: ausleihen. Ich habe zum Beispiel eine Freundin, die hat die gleiche Kleidergröße wie ich und wenn es dann um so Events wie zum Beispiel Hochzeiten geht, gucke ich einfach mal bei ihr vorbei. Oder wir tauschen.
Und die Wahl, wohin es in den Urlaub geht, ist ebenfalls entscheidend. Da sollte man sich mal fragen: Muss ich am Wochenende nach Barcelona fliegen oder kann es auch die Schorfheide sein? Die ist nämlich wirklich schön.
Vielen Dank liebe Lea für deine ehrlichen Worte.

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