VG-Wort Pixel

Janina Uhse "An Weihnachten gab es meist ein Stück Pizza auf die Hand"

Janina Uhse
© Marina Jerkovic
Bei Janina Uhse ist die Erwartungshaltung für das Weihnachtsfest 2020 enorm. Der Grund? Es werden die ersten Feiertage, die die Schauspielerin gemeinsam mit ihrer Familie in Deutschland verbringen wird - und das seit 19 Jahren. Was dabei auf dem Tisch stehen wird und auf welche Tradition sie verzichten muss, hat sie im GALA-Interview verraten.

Wenn Janina Uhse, 31, am Herd steht und von feinsten Zutaten, frischen Lebensmitteln und unverkennbaren Aromen spricht, dann merkt man der Schauspielerin ihre Leidenschaft für das Kochen an. So auch bei ihrem Live-Kochen auf Instagram, bei dem die "Der Vorname"-Darstellerin in Kooperation mit WMF ein cremiges Safran-Risotto mit Garnelen zubereitete. Ein Rezept, das auch Potenzial für den Weihnachtsabend hätte? 

Janina Uhse fiebert auf ihr erstes Weihnachten seit 19 Jahren mit der Familie in Deutschland hin

Für die 31-Jährige wird es dieses Jahr ein ganz besonderes Fest. Janina Uhse stammt aus einer Schausteller-Familie, trifft ihre Eltern an den Festtagen oftmals im Ausland. Im Interview mit GALA berichtet sie von ihrem traditionellen Weihnachten in Japan, wie ihre Familie in diesem Jahr die Feiertage verbringen wird und welches Gericht es am ersten Weihnachtstag auf die Festtagstafel schafft.

GALA: Weihnachten verbringst du dieses Jahr in Schleswig-Holstein bei deiner Familie. Wie wird der Tag aussehen: Stehst du am Herd?

Janina Uhse: Ich bin total gespannt. Es ist ein anderes Weihnachten für mich in diesem Jahr, aufgrund dessen das meine Eltern eigentlich sonst gar nicht in Deutschland sind. Die sind eigentlich jedes Jahr auf einem Weihnachtsmarkt in Japan, aber der findet dieses Jahr nicht statt und dementsprechend sind wir alle zu Hause. 

Ich habe das letzte Mal mit der Familie so richtig vor 19 Jahren gefeiert. Dementsprechend ist die Erwartungshaltung so unfassbar groß und da liegt so viel in der Luft. Ich mache mir schon seit Wochen Gedanken, was für Kleinigkeiten ich verschenken kann, wann wir anreisen, was es zu Essen gibt. 

Welches Gericht wird es denn in diesem Jahr bei euch auf der Festtagstafel geben?

Früher war es so, dass wir gemeinsam Gans gemacht haben. Also meine Mutter und meine Oma - mein Opa hat dann immer noch mal drüber geschaut und immer schön mit Salz eingesprüht, damit die Kruste auch schön kross wird. In diesem Jahr wird es keine Gans geben, zumindest nicht am 25.12, wenn wir alle zusammen feiern, sondern Raclette. Weil wir gesagt haben, wir wollen es so entspannt wie möglich halten. Wir wollen, dass es jedem schmeckt und bei Raclette ist für jeden was dabei. Ein bisschen Fleisch, ein bisschen Fisch, ein bisschen Vegetarisches, Käse mag eigentlich jeder aus unserer Familie und deswegen: so ganz entspannt. 

Was gab es denn in Japan bei euch traditionell am Weihnachtsabend zu essen?

Wir haben in Japan gar nicht jedes Jahr zusammen gefeiert, da ich ja auch eine Zeit lang fest angestellt war und nur wenige Urlaubstage hatte. Am Anfang bin ich natürlich immer noch rüber geflogen, aber dann haben wir gesagt eher so jedes zweite bis dritte Jahr. Und es wurde gearbeitet.

Also entweder gab es ein Stück Pizza auf die Hand, weil meine Eltern auch einen Pizzastand dort hatten. Ja, und in der Regel waren wir dann so um 24 Uhr oben und dann war man kaputt und dann hat man sich eigentlich nur aus einem "Seven Eleven" irgendwie ein Sushi geholt.

Das Sushi ist übrigens ziemlich gut - "Seven Eleven" ist in Japan nicht so wie unsere Supermärkte, wie man dort am Essen-to-go sieht. Es gibt das beste Essen überhaupt in Supermärkten. Also es war nicht schlimm und irgendwie hatte es auch Tradition.  

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

So sehr hat die Pandemie Janina Uhses Kochverhalten geändert

Du beschreibst auf deinem Instagram-Account "Janina and Food", dass ein gemeinsames Essen für dich die Essenz des guten Lebens ist. Und dann kam Corona: Hat sich die Pandemie auf dein Kochverhalten ausgewirkt?

Ich koche seither so viel mehr. Ich versuche mir immer nur das Positive aus jeder Situation herauszuziehen. Ich habe so viel gekocht und ich habe mich auch so weiterentwickelt in meinem Kochen. 

Ich habe die Zeit wirklich für mich genutzt, auch fürs Backen. Ich glaube, ich bin echt ganz OK geworden, was das Backen angeht, weil ich mich viel mit Lebensmitteln auseinandergesetzt habe. Sonst war ich ja immer viel unterwegs und ich liebe es übrigens auch Essen zu gehen und neue Geschmacksknospen selber zu spüren. 

Also die erste Zeit im Lockdown habe ich bestimmt drei Kilo zugenommen, weil ich jeden Tag was richtig Butter- und Zucker-haltiges gebacken habe. Von Bananenbrot, was natürlich jeder gebacken hat, bis hin zu meinem Apfel-Franzbrötchen-Brot, was ich mindestens einmal die Woche gemacht habe. Irgendwann habe ich Nachbarn dann Pakete vor die Tür gestellt, weil ich das ja selber gar nicht alles essen konnte. Ich glaube also, das hatte auch etwas Positives.  

Janina Uhse

Bist du doch eher die Bäckerin oder Köchen?

Ganz klar Köchin. Hättest du mich vor einem Jahr gefragt, ob ich backen kann, hätte ich gesagt "Nope". Aber mittlerweile bin ich gar nicht so schlecht. Corona sei Dank, habe ich tatsächlich sehr viel gebacken, hab mich ausprobiert - es ist auch sehr viel schiefgegangen - aber ich glaube, ich habe so langsam den Twist raus.

Welches Equipment gehört für dich in jede Küche?

Tatsächlich gute Messer. Und das habe ich auch erst mit der Zeit für mich entdeckt, dass das der Kniff ist, dass mir Kochen plötzlich viel mehr Spaß macht. Meine ersten Tomaten, die ich mit einem Messer geschnitten habe, das war eine Katastrophe und seitdem ich bessere Messer habe, macht das einfach so viel mehr Spaß. Ich kann das nur jedem ans Herz legen und ich finde das ist ein tolles Weihnachtsgeschenk. Selbst nur ein Messer - so ein Universalmesser, mit dem man alles schneiden kann - ohne das möchte ich tatsächlich nicht mehr sein.

Gala


Mehr zum Thema