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Janin Ullmann Über Weihnachtsessen, Traditionen und Menü-Musik

Janin Ullmann spricht über das Weihnachtsmenü
© Franziska Krug
"Klöße sind für mich Kindheitserinnerungen aus Thüringen. Die gab es bei uns mit Rotkohl", schwärmt Janin Ullmann während eines Kochevents auf Sylt. Uns verrät die Moderatorin außerdem, welches Weihnachtsessen sie in diesem Jahr auftischt.

Janin Ullmann im großen Weihnachtsinterview

GALA: Janin, wonach duftet Weihnachten für Dich?

Janin Ullmann: Nach Hölzern und Tannennadeln. Ehrlich gesagt nach verkohlten Tannennadeln, denn bei uns wird der Baum immer mit echten Kerzen geschmückt.

Was verbindest du mit Weihnachten?

Auf jeden Fall viel in Küche stehen und kochen. Bei uns gab es an Heiligabend schon immer Thüringer Klöße, die obligatorische Weihnachtsgans mit selbst gemachter Soße und Rotkraut – natürlich nicht aus dem Glas, auch das musste hausgemacht sein. Und diese kulinarische Tradition habe ich beibehalten, all das mache ich inzwischen an Weihnachten auch gerne selbst.

Dabei sagst du von dir, dass Kochen eigentlich nicht dein Ding ist...

Das stimmt! Ich bin niemand, der im Alltag immer kocht. Überhaupt nicht! Ich kann meine zwei, drei Gerichte und wenn Freunde zum Essen vorbeikommen, gehen die auch satt nach Hause – ob das dann schmeckt, ist was anderes, ich hoffe natürlich schon. Aber witzigerweise ist ausgerechnet die Weihnachtsgans die große Ausnahme. Da bin ich meistens diejenige, die schon im Vorfeld die Bio-Gans organisiert und dann am Herd steht. In die Zubereitung der Gans habe ich mich im Laufe der Jahre auch mithilfe von YouTube-Videos reingefuchst und habe mir das Schritt für Schritt beigebracht. Als Vorspeise dazu gibt es immer eine Maronensuppe – und da ist wirklich sehr, sehr viel Cognac drin. Eigentlich 'ne halbe Flasche! Dann sind die Gäste sofort gut drauf und es ist auch egal, ob die Gans was geworden ist.

Es wird also auch dieses Jahr wieder eine Gans geben?

Das ist wirklich ein totaler Standard, da muss man sich gar keine weiteren Gedanken mehr machen. Das Einzige, was variabel ist, ist der Nachtisch. Und ich liebe es, wenn das Dessert so simpel wie möglich ist, damit ich damit keinen Stress mehr habe. Meistens gibt es einen Himbeer- oder Apfel-Crumble, den kann man sehr gut vorbereiten.

Lädst du dieses Jahr ein oder bist du selbst zu Gast?

Das haben wir noch nicht ausgeknobelt. In den letzten Jahren war ich immer Gastgeberin und ich fände es auch ok, das dieses Jahr wieder zu machen. Ich liebe das! Ich liebe es auch, viele Leute um mich an einem großen Tisch zu haben – eigentlich immer Familie. Ich hatte einmal eine Freundin mit dabei, aber meistens ist es an Heiligabend wirklich rein familiär, meine Schwester kommt mit Mann und Sohn. Freunde sehe ich dann an den Tagen danach.

Lässt du dir beim Kochen an Weihnachten helfen?

Alle bieten Hilfe an, aber ich mache das am liebsten immer alles selbst. Meistens wird dann dadurch geholfen, Wein nachzuschenken – auch mir! Das finde ich gut, denn das Glas muss immer voll sein.

Was gibt es zur Gans in Glas?

Zu Gans und Klößen am liebsten kräftigen Rotwein, der auch ein bisschen reinknallt. Und vorweg darf es gern auch etwas dekadent sein. Denn ich bin mit meiner Mutter und Schwester in einem Erfurter Plattenbau groß geworden, wir hatten nie Geld. Auch Essen gehen war eine ganz große Seltenheit. Wir hatten zwar immer das Nötigste, aber auch nie mehr. Deshalb sind Feste wie Weihnachten auch heute noch etwas ganz besonderes für mich. Da drehe ich voll auf und serviere als Aperitif auch immer Champagner für jeden. Die Tischdeko hingegen darf minimalistisch sein. Warm und gemütlich, aber nicht zu opulent. Es soll sich jeder so wohlfühlen, dass er sich traut, den Knopf an der Hose nach dem Essen entspannt aufzumachen und sich nicht von zu viel Deko eingeschüchtert fühlt.

Was empfiehlst du gegen Lampenfieber, bevor die Gäste kommen?

Ein Glas Wein trinken! Und gerne auch mit dem Partner oder der Partnerin schon mal anstoßen, denn meistens kommt man dazu dann gar nicht mehr, wenn alle da sind. Grundsätzlich ist mein Tipp: versuchen, entspannt zu bleiben – weniger ist mehr und es ist völlig ok, wenn nicht alles perfekt läuft. Ich finde wichtig, dass es gemütlich ist und alle Gäste Spaß haben, dass man einfach das Zusammensein wertschätzt, ohne sich verrückt zu machen. Und ganz wichtig: Gute Musik auflegen, damit zwischen den Gängen getanzt werden kann. Das geht bei mir meistens schon nach der Vorspeise los …

Gala


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