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Janin Ullmann Über ihre Fitness-Routine, Shakes und mentale Stärke

Janin Ullmann
© Privataufnahme von Janin Ullmann
Regelmäßig steht Janin Ullmann im Gym, stemmt Hanteln, trainiert ihre Ausdauer. All das für ein persönliches Ziel: Sie will "weg vom Spargeltarzan und hin zu mehr Stärke und Ausdauer".

Activewear statt Abendkleid: Ihre rund 80.000 Instagram-Follower nimmt Janin Ullmann seit einiger Zeit nicht länger nur mit zu Events, sondern auch ins Gym. Dort bringen sie CrossFit-Übungen und Personal Trainerin Tahnee Schröder ordentlich ins Schwitzen. Ein ganz neues Bild der Journalistin, die sonst – in Zeiten ohne Pandemie – live vom roten Teppich berichtet, Fernsehsendungen moderiert oder Stars interviewt.

Eine große Veränderung in ihrem Alltag, die Janin Ullmann bewusst während der Coronakrise angeht. Fitness soll einen höheren Stellenwert in ihrem Leben bekommen und ihren Körper und Geist stärken. Im Interview mit GALA spricht die 39-Jährige über ihre neue Fitness-Routine, gesunde Ernährung und ihr neues Selbstbewusstsein.

Janin Ullmann im GALA Interview

GALA: Wie sieht deine wöchentliche Fitness-Routine aus?

Janin Ullmann: Aktuell trainiere ich zwei- bis dreimal Mal die Woche, wobei ich auch sehr auf die Recovery-Tage achte. Ich liebe CrossFit, mit und ohne Gewichte. Das liegt hauptsächlich daran, dass man kurze Sets hat und es dadurch abwechslungsreich wird und auf Tempo geht. Dadurch trainiere ich meine Kraft, Ausdauer und Koordination – außerdem wird mir nicht so schnell langweilig.

Was war dein bislang schönster Trainingserfolg?

Ich trainiere noch nicht so lange und habe komplett bei null angefangen, deswegen war tatsächlich am Anfang jede überstandene Übung ein Trainingserfolg für mich. So richtig gemerkt habe ich es dann aber beim Warm-up: Da verbringe ich meistens die ersten zehn Minuten auf dem Echo-Bike. Wer da schon mal drauf saß, weiß, wie intensiv das ist. Vor allem, wenn man so wie ich zu dem Zeitpunkt noch überhaupt keine Kondition hatte. Bei meiner ersten Trainingsstunde dachte ich nach zwei Minuten, dass ich gleich zusammenbreche. Mittlerweile kann ich dabei sogar mit meiner Trainerin schnacken und konnte mein Tempo fast verdoppeln. Das motiviert mich wirklich sehr!

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Gibt es einen Unterschied zu deinen heutigen und früheren Trainingsstrukturen?

Ja, einen riesigen. Ich habe nämlich früher keinen Sport gemacht, außer vielleicht mal ab und zu Yoga. Mein innerer Schweinehund war viel zu groß und ich habe nie verstanden, warum ich mich so sehr quälen soll, denn sind wir mal ehrlich: Sport bedeutet auch Schmerz überwinden.

Durch die Pandemie habe ich gemerkt, dass ich mental nicht so fit bin, wie ich es brauche, um mich wohlzufühlen

Meine Stimmung war irgendwann an einem Punkt, den ich so von mir nicht kannte. Ich hab mich nur noch schlapp und ausgelaugt gefühlt. Da wusste ich, dass ich so nicht weitermachen möchte, weil ich sonst nur traurig werde. Ich habe lange mit einer Freundin darüber gesprochen, die mich sehr angespornt hat, mit Sport anzufangen. Und ich muss sagen, mittlerweile ist das Training quasi meine wöchentliche Therapie.

Warum hast du den Entschluss gefasst, dich bei deinem Training professionell begleiten zu lassen?

Auch das hat sehr viel mit meinem inneren Schweinehund zu tun. Ich war – wie viele – schon oft in meinem Leben in Fitness-Studios angemeldet, um dann genügend Ausreden parat zu haben, nicht hinzugehen. Dadurch habe ich viel Geld aus dem Fenster geworfen. Durch meine Trainerin habe ich einen anderen Druck und vor allem bringt sie mir bei, wie ich richtig trainiere. Ich habe zum ersten Mal im Leben Spaß daran, auch wenn ich mich von Muskelkater zu Muskelkater hangle.

Dann hast du bestimmt einen super Tipp gegen Muskelkater!

Klar! Am besten vor dem Schlafen Magnesium nehmen. Und genauso wichtig wie das Training sind die trainingsfreien Tage, die sogenannten "Active Recovery Days". An den Tagen wachsen die Muskeln. Deswegen gehe ich an diesen Tagen und wenn der Muskelkater sehr schlimm ist, in einem schnelleren Schritt spazieren.

Trainierst du auf ein bestimmtes Ziel hin?

Ich bin eher ein Spargeltarzan. Ich habe genetisch zwar das Glück, dass ich nicht unbedingt jede Kalorie zählen muss, dadurch habe ich aber auch verpasst, auf meinen Körper zu achten und meine Kräfte immer gut einzuteilen. Das lerne ich jetzt alles beim Training.

Ich möchte mental und körperlich stark werden!

Und ich arbeite auch an meiner Geduld: Am liebsten hätte ich es nämlich, dass ich da zwei- oder dreimal hingehe und zack einen sportlichen Körper habe und fertig. Aber leider funktioniert das Konzept Sport offensichtlich nicht so, wie ich es gerne hätte.

Auf Instagram nimmst du deine Follower in deiner Story mit in deinen Trainingsalltag: Wie kommt das bei deinen Fans an?

Die Resonanz ist super. Meine Follower schreiben mir, dass ich sie durch mein Training inspiriere, entweder auch wieder mit Sport anzufangen oder dranzubleiben. Das inspiriert mich wiederum weiterzumachen. Sie sind sehr interessiert an meinem Trainingsplan, den Routinen Drumherum, daran, was ich esse und was ich beim Training trage.

Das Wort "Fitness" ist kaum auf deinem Account zu finden, stattdessen nutzt du "Wellbeing" – worin liegt für dich der Unterschied?

Stimmt, das liegt daran, dass ich neben der körperlichen Entwicklung auch auf die mentalen Auswirkungen schaue, die Sport auf mich hat. Beides gehört für mich persönlich zusammen und ein starker Wille hilft mir dabei, einen starken Körper zu bekommen und andersrum. Da es mir geholfen hat, hoffe ich, dass ich anderen damit helfen kann.

Inwiefern hat sich deine Ernährung verändert, seit du regelmäßig trainierst?

Ich starte morgens mit einem Glas Wasser, gemischt mit dem Saft einer halben Zitrone und etwas Meersalz. Das ist gut, um den Säure-Basen-Haushalt nach dem Schlafen auszugleichen. Dann gehts weiter mit einem Kaffee und einem Porridge. Das mache ich mir aus Haferflocken und ein bisschen Honig und koche es mit Hafer- oder Erbsenproteinmilch auf. Obendrauf gibts dann ein paar Beeren. Das ist ein leckeres, gesundes Frühstück und es gibt Kraft fürs Training.

Nach der Session mache ich mir den typischen Shake, den an dieser Stelle wahrscheinlich auch Ralf Möller empfehlen würde. Das heißt: Hafermilch, eine Banane, veganes Proteinpulver und ein paar Haferflocken. Alles gut mixen. Den Shake am besten 30 bis maximal 60 Minuten nach dem Training trinken, damit es was bringt. Die Banane ist übrigens gut, um den Zuckerspiegel oben zu halten.

Zeig her dein Food Journal: Was isst du an einem Tag?

Das hat sich bei mir seit der Pandemie auch sehr geändert. Vorher gab es morgens zwei Scheiben Toast mit Marmelade, mittags war ich meistens draußen was essen und abends hab ich mir dann oft eine Brotzeit gemacht. Mittlerweile koche ich, was ich wirklich erstaunlich finde, weil ich mir das niemals hätte vorstellen können. Seitdem esse ich bewusster und nicht mehr einfach so nebenbei.

Du tust viel für deine Fitness: Inwiefern hat sich dein Körper(-gefühl) seither verändert?

Ich merke, dass ich durch das Training anders stehe und mich anders bewege. Dadurch habe ich mehr Selbstbewusstsein bekommen. Und ich bin insgesamt stabiler und habe das Gefühl, mich haut nichts so schnell um, weder mental, noch körperlich. Ein schönes Gefühl!

Verwendete Quellen: eigenes Interview, instagram.com

Gala


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