Neue Beauty-Delikatesse: Schön essen mit Insekten & Würmern

Insekten & Würmer im Essen waren früher ein Grund zur Beschwerde. Heute wird die hochwertige Proteinquelle als Beauty-Delikatesse kredenzt

Um die Heimatküche ihrer asiatischen Adoptivsöhne Maddox und Pax auf den Tisch zu bringen, kocht (und isst) Angelina Jolie sogar Skorpione 

Ekel hin oder her: Weltweit essen zwei Milliarden Menschen Insekten, und zwar richtig gern. Gelten sie doch als Delikatesse in mehr als 100 Ländern in Afrika, Asien, Australien und weiten Teilen Amerikas. 

Salma Hayek, Angelina Jolie & Co. setzen auf Speiseinsekten 

Salma Hayek isst seit ihrer Kindheit in Mexiko Ameisen und Grashüpfer. Auf Youtube kann man ihr dabei zuschauen. 

Auch in Hollywood: , 51, etwa liebt frittierte Ameisen zu Guacamole und geräucherten Grashüpfern. , 43, kultiviert die Heimatküche ihrer kambodschanischen Adoptivsöhne Maddox und Pax: "Ein paar Grillen und ein Bierchen dazu – dann bist du auch bereit für Taranteln", erklärt Jolie den perfekten Einstieg zur Entomophagie. So nennt man im Fachjargon den Verzehr von Speiseinsekten. Längst haben auch Toprestaurants wie das "Noma" in Kopenhagen Krabbeltiere auf ihre Karten gesetzt. In Europa erscheint das den meisten Menschen allerdings nach wie vor befremdlich. Doch wir alle werden uns daran gewöhnen müssen, dass auch bei uns immer mehr mit Insekten, Würmern und anderes Getier auf den Teller kommt. 

Neue Eiweißquellen für die wachsende Weltbevölkerung 

Warum jetzt? Seit Januar greift die Novel-Food-Verordnung der EU, die Einfuhr, Herstellung und Verkauf von Insekten als Nahrungsmittel einfacher macht als bisher. Während man in den Niederlanden und Belgien schon seit 2015 vor Grashüpfern & Co. sogar bei Cateringunternehmen nicht zurückschreckt, gibt es testweise nun auch in deutschen Supermärkten Burgerpatties oder Pasta mit vermahlenen Mehlwürmern. Die Motivation für viele Hersteller und Vertriebe ist Nachhaltigkeit. Denn für die wachsende Weltbevölkerung (Schätzungen sprechen von rund zehn Milliarden im Jar 2050) brauchen wir neue Eiweißquellen. 

"Insekten sind nahrhaft, köstlich und nachhaltig", sagt Rene Redzepi, Chef des "Noma", Kopenhagen. Viermal wurde das Kultrestaurant bereits zum weltbesten Restaurant gekührt. Seit Jahren stehen auch hier kleine Krabbeltiere wie Ameisen und Heuschrecken auf der Speisekarte 

Insekten sind Top-Futterverwerter 

"Der Vorteil von Insekten: Sie sind Top-Futterverwerter, verbrauchen deutlich weniger Platz und auch Wasser. Auch produzieren sie nur einen Bruchteil der Treibhausgase, die etwa Rinder verursachen", so Folke Dammann, einer der Pioniere in Deutschland. Der Kochbuchautor vertreibt gefriergetrocknete Grillen, Heuschrecken, Mehl- und Buffalowürmer und gibt sein Wissen in Kochkursen weiter. Artgerecht gezüchtet werden Insekten wie seine in europäischen Farmen, wo sie mit Getreide, frischem Obst und Gemüse gefüttert werden – laut Hersteller ohne Antibiotika, Hormone, Chemikalien und Gentechnik. Ihre letzten 24 Lebensstunden erfolgen wie auch bei Schalentieren von Hummer bis Languste im Fastenmodus, um den Darm rechtzeitig zu entleeren. Die Methode des Einfrierens zum Töten komme dem natürlichen Schicksal der wechselwarmen Tiere laut der Verbraucherzentrale Hamburg recht nah. Um mögliche Keime in Schach zu halten, werden sie erst blanchiert, gefriergetrocknet und lassen sich dann pur knabbern, aber auch süß oder salzig inszenieren. 

Insekten als Schönmacher für eine gute Gewebestruktur von Haut & Haar

Nicole Kidman überzeugte im "Secret Talent Theater", einer Talentshow von "Vanity Fair", beim genussvollen Verzehr eines viergängigen Insekten-Menüs mit teils lebendigen (!) Würmern. 

 Wirklich so gesund? Eiweiß wird als Schlankmacher gehypt. Tatsächlich werden im Vergleich zu Kohlenhydraten und Fetten ein Vielfaches mehr, nämlich etwa 30 Prozent der beim Essen aufgenommenen Proteine, zur Fettverbrennung genutzt. Proteine sind also lebenswichtig und zentraler Player in nahezu allen Stoffwechselprozessen im Körper. Zudem sorgen sie als Schönmacher für eine gute Gewebestruktur von Haut und Haaren. "Rein Ernährungswissenschaftlich betrachtet ist es übrigens völlig egal, ob das Protein pflanzlicher oder tierischer Natur ist: Die Bausteine von Eiweiß sind immer die gleichen Aminosäuren", erklärt Ernährungsmedizinerin Dr. . "Entscheidend ist, was sonst noch im Lebensmittel steckt." Und da können Insekten im Gegensatz zu unseren konventionellen Eiweißquellen ordentlich punkten: Sie sind reich an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen und nahezu kohlenhydratfrei. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO enthalten zum Beispiel 170 Gramm Grillen 60 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren und doppelt so viel Vitamin B-12 wie die gleiche Menge Rinderhack. 

Risiken & Nebenwirkungen beachten

Ein weiterer Fakt ist aber auch: Wer sich ausschließlich pflanzlich ernährt, kann ohne zusätzliche Nahrungsergänzung schnell einen Mangel riskieren, so Dr. Fleck. Ein Zuviel an Proteinen (mehr als 1 oder 1,5 Gramm pro Kilo Körpergewicht) ist allerdings auch nicht gesund und kann unter Umständen sogar Krebs verursachen. Aber keine Sorge: Wer sich jetzt trendweisend von Krabbeltieren ernähren sollte, wird aufgrund dieser Erkenntnisse trotzdem nicht hungern: 60 Gramm der Knusperleichtgewichte füllen locker eine XL-Bowl. Und wir wissen ja, oft entscheidet doch eher das Auge, ob wir satt sind oder nicht.

Detox + Diät

Die Abnehm-Tricks der Stars

Meghan Markle gehört nicht zu den typischen "Diätlern". Fragwürdige Crash-Methoden liegen ihr überhaupt nicht. Dafür achtet sie auf eine ausgewogene Ernährung. Das Frühstück ist für sie dabei ausschlaggebend. Sie beginnt ihren Tag mit heißem Wasser und frischen Zitronen. Das kurbelt die Verdauung an. Auf dem Teller landen dazu viele Proteine - wie Eier - und gesunde Fette - wie Avocado und Lachs.
Die Cleanse-Kur von "Frank Juice" ist genau das Richtige für körperbewusste Menschen wie Lena Gercke. Die kaltgepressten Säfte helfen nicht nur beim Entschlacken, sondern liefern ebenfalls ausreichend Vitamine für Körper und Seele. Zusätzlich greift das Topmodel gerne einmal zu Gojibeeren. Diese sind durch ihren außergewöhnlich hohen Anteil an wichtigen Nährstoffen und Mineralien das absolute Superfood und ein perfekter Snack für Zwischendurch.
Heidi Klum hat sich für ihren Traumkörper an die "Master Cleanse"-Methode gewagt: Dabei wird dem Körper über Tage lediglich ein Saft, bestehend aus Zitronen, Wasser, Ahornsirup und Cayenne-Pfeffer zugeführt. Auch Kräutertees sind erlaubt. Damit wollen Stars nicht nur entgiften, sondern auch in kürzester Zeit extrem viel abnehmen.
Cindy Crawfords Schlüssel zur Supermodel-Figur sind nicht etwa Extrem-Diäten oder Detox-Kuren, sondern ein ausgetüfteltes Ernährungsprogramm mit vielen natürlichen Vitaminen. Auf ihrem Teller landen: Spinat und Zucchini zum Entschlacken, Chili zum Anregen ihres Stoffwechsels und Avocados als Lieferant für ungesättigte Fettsäuren - alles zu einem frischen Gericht zubereitet. Eines ihrer liebsten Standardspeisen: "Kale Salad" mit Lachs.

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