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Herbstgemüse Die beliebtesten Kürbissorten im Überblick

Der Kürbis kommt ursprünglich aus Südamerika.
Der Kürbis kommt ursprünglich aus Südamerika.
© Jacqui Martin/shutterstock.com
Herbstzeit ist Kürbiszeit. An jeder Straßenecke sieht man die beliebten bunten Gewächse. Wie bereitet man sie richtig zu?

Aus dem Herbst sind Kürbisse nicht wegzudenken. Tief Orange bis dunkles Grün, riesengroß oder winzig klein: Kaum ein anderes Gemüse ist so vielfältig - und hat so viele verschiedene Sorten. Etwa ein Viertel der 800 Kürbissorten ist essbar, die übrigen sind lediglich Zierfrüchte. Wie unterscheidet man die verschiedenen Kürbisse? Wie bereitet man sie am besten zu? Und worauf muss man beim Einkauf achten?

Generell unterscheidet man hierzulande zwischen Garten-, Moschus- und Riesenkürbissen, weiter zwischen Sommer- und Winterkürbissen. Erstere werden unreif geerntet und haben eine relativ dünne Schale, die man mitessen kann. Sie sind oft nur wenige Tage haltbar. Winterkürbisse wie der Hokkaido halten sich etwas länger. Beim Einkauf sollte man immer darauf achten, dass die Schale keine Druckstellen aufweist. Wenn der Kürbis beim Klopfen hohl klingt, ist er reif.

Der Star unter den Kürbissen: Hokkaido

Der Hokkaido ist wohl die bekannteste und beliebteste Sorte. Obwohl er relativ klein ist, zählt er zu den Riesenkürbissen. Ursprünglich stammt der Kürbis von der japanischen Insel Hokkaido, von der er seinen Namen hat. Er zeichnet sich durch sein faserarmes Fruchtfleisch und seine tieforangene Schale aus - ein Hinweis für einen hohen Gehalt an Betakarotin. Daher muss man den Kürbis vor dem Verzehr auch nicht schälen.

Die Hokkaido-Saison startet im Spätsommer und endet etwa im November, da er zu den Winterkürbissen gehört, kann er jedoch lange gelagert werden. Der nussige Kürbis ist so beliebt, weil er sehr vielfältig ist. Ob als Suppe, Auflauf, Püree oder Pasta - der Hokkaido passt immer. Sogar roh schmeckt er - zum Beispiel in einem herbstlichen Salat oder als Carpaccio.

Butternutkürbis unbedingt schälen

Der gelbliche Butternutkürbis ist mit dem Hokkaido eine der häufigsten Kürbissorten im Handel. Sein zartes, helloranges Fruchtfleisch mit leichtem Butteraroma verleiht ihm seinen Namen. Der birnenförmige, längliche Kürbis ist lange haltbar und muss vor dem Verzehr geschält werden, dafür hat er wenige Kerne.

Auch den Butternutkürbis kann man zu Püree, Aufstrich oder Suppe verarbeiten, in Spalten geschnitten und geröstet ist er eine hervorragende Mahlzeit. Besonders gut macht er sich mit kräftigen Komponenten wie Knoblauch, Chili oder Curry-Gewürzen. In Amerika, wo der Kürbis seinen Ursprung hat, ist er auch oft in Süßspeisen wie dem Pumpkin-Pie zu finden.

Der farbenfrohe Muskatkürbis

Von grün über orange bis beige: Die gerippte Schale des Muskatkürbis ist in verschiedensten Farben zu finden. Auch die Farbe des Fruchtfleischs variiert von orange bis lachsfarben. Er zählt zu den Moschuskürbissen und ist eine der größten Sorten: Der Muskatkürbis kann bis zu 30 Kilogramm schwer werden. Dank seiner Größe ist er auch einer der geeignetsten Kürbisse zum Ausschnitzen an Halloween.

Die Schale des Muskatkürbis ist nicht zum Verzehr geeignet und sollte daher entfernt werden. Seinen Namen hat er der leichten Muskatnote zu verdanken - die passt besonders gut zu Süßspeisen. Aber auch in Suppen, Salaten, Chutneys und Aufläufen macht sich der Muskatkürbis gut.

Spaghettikürbis im Ganzen garen

Der ovale, längliche Spaghettikürbis gehört zu den Sommerkürbissen und ist wie die Zucchini, der er optisch auch ähnelt, ein Gartenkürbis. Das Innere sieht einer Honigmelone ähnlich. In Stücke sollte man den Kürbis nicht schneiden, denn er hat - wie der Name verrät - spaghettiähnliches, faseriges Fruchtfleisch. Tatsächlich ersetzt die Kürbissorte häufig die Teigware - pur und mit Pastasauce. Auch als Kartoffelersatz für Rösti eignet er sich gut.

Bischofsmütze als Suppenkessel nutzen

Das Besondere an der Bischofsmütze, ein weiterer Winterkürbis, ist die Form, der er seinen Namen verdankt: Wo der Stiel sitzt, hat die Bischofsmütze einen Blütenansatz, der während des Wachstums entsteht. Das Zerschneiden ist etwas schwierig, weshalb man ihn eher aushöhlen sollte - den ausgehöhlten Kürbis kann man später zum Suppenkessel umfunktionieren. Das süßlich-würzige Fruchtfleisch ist perfekt für Suppen.

Kürbischutney aus Riesenzentner

Der Name verrät es schon: Der Riesenzentner gehört zu den Riesenkürbissen - mit bis zu 50 Kilo pro Stück ist er ein echter Gigant und als Winterkürbis lange haltbar. Unter der dicken, orangen Schale verbirgt sich zartes Fruchtfleisch, das sich dank des milden und relativ neutralen Geschmacks auf verschiedene Arten zubereiten lässt.

Der Riesenzentner ist der klassische Halloween-Kürbis und kann einfach ausgehöhlt und zur Dekoration umfunktioniert werden. Aus seinem eher wässrigen Fruchtfleisch kann man außer Suppe auch Chutney und Marmelade herstellen.

UFO-förmiger Pattison-Kürbis

Mit einem Durchmesser von zehn bis 25 Zentimeter ist der Pattison-Kürbis eine der kleinsten essbaren Sorten. Und es gilt: je kleiner, desto aromatischer. Der UFO-förmige Minikürbis ist grün, weiß oder gelb gefärbt und erinnert geschmacklich ein wenig an Artischocken. Der Pattison-Kürbis schmeckt roh und mit Schale, eignet sich zum Verzehr als Suppe, im Salat, als Gemüsebeilage oder gefüllt.

Sweet Mama: die zierliche Japanerin

Der Sweet-Mama-Kürbis kommt aus Japan und heißt eigentlich Tsurunashi-Yakko. Er eignet sich hervorragend als Speisekürbis, ist durch seine kleine Größe aber nicht besonders ertragreich. Deshalb: Das gelbe Fruchtfleisch aushöhlen, mit Gemüse und Nüssen anbraten und die Minikürbisse füllen oder überbacken.

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