Healthy Food Swap: Diese "gesunden" Alternativen sind ein Reinfall

Böse Lebensmittel raus, gute Lebensmittel rein – was oft nach einem gesunden Food Swap aussieht, entpuppt sich meist leider doch als Reinfall. Aufgepasst bei diesen nicht ganz so healthy Alternativen

Karolína Kurková

Iss dies, nicht das: Noch nie zuvor wurde die persönliche Ernährung so sehr optimiert wie heutzutage. So werden immer mehr ungesunde Lebensmittel aus dem Vorratsschrank verbannt und gegen neue, vermeintlich gesündere Lebensmittel ausgetauscht.

Doch nicht immer sind diese Varianten die Besseren. Im Gegenteil: Viele "gesündere" Lebensmittel-Alternativen entpuppen sich sogar als reine Zucker- oder Fettfallen und tun der Gesundheit so viel Gutes, wie ein Schokoriegel – nämlich gar nichts. Diese vier Lebensmittel sollten gesundheitsbewusste Konsumenten bei ihrem healthy Food Swap lieber links liegen lassen.

Fertig-Smoothies

Smoothies sind schon eine gute Sache: Sie erhöhen kinderleicht den Obst- und Gemüseanteil in der Ernährung und sorgen für einen Vitamin- und Mineralstoff-Boost. Am besten bereitet man seinen Smoothie überwiegend mit Gemüse zu, denn das ist kalorien- und zuckerarm, was den Blutzuckerspiegel nicht allzu sehr ins Schwanken bringt. Doch während frisch gemixte Smoothies einen gesundheitlichen Mehrwert für den Körper haben können, ist der große Health-Faktor bei Fertig-Smoothies meist dahin.

Denn viele Drinks werden mit zusätzlichem Zucker gesüßt – auch reine Obst-Smoothies strotzen nur so vor Fruchtzucker und können wie ein Dessert angesehen werden. Serviert in lichtdurchlässigen Flaschen haben die Fertig-Smoothies noch einen weiteren Nachteil: Lichtempfindliche Vitamine wie die Vitamine A, B und E verlieren bei Lichteinfluss ihre Wirksamkeit. Wer oft Smoothie-Durst hat, sollte fünf Minuten ins selber Mixen investieren und diesen Food-Swap lieber sein lassen.

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Gemüsechips

Statt Kartoffelchips knabbern gesunde Esser gerne Gemüsechips aus Pastinake, Rote Bete, Wirsing & Co – doch gesünder ist dieser Food-Tausch nicht unbedingt. Denn beide Varianten enthalten rund 30 Prozent Fett pro 100 Gramm Chips, sodass es nur einen geringen Unterschied in Sachen Kalorien- und Fettgehalt gibt.

In einem Punkt gewinnen die bunten Gemüsechips jedoch: Ihr Ballaststoffgehalt ist bis zu 30 Prozent höher als der von Kartoffelchips. Wer seine Chips im Ofen selber backt und sie mit Gewürzen verfeinert, hat wie immer die beste Möglichkeit, die Kontrolle über die Kilokalorien zu behalten.

Was Food-Experten raten

Futter für eine gesunde Darmflora

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Diät-Fruchtjoghurt

Diät steht darauf, Zucker steckt oft darin – und zwar versteckt hinter Zutaten wie Glukose-Fructose-Sirup oder Traubenzucker. Mit einem diätetischen Produkte hat solch ein Fruchtjoghurt nichts mehr zu tun. Der Grund für den hohen zugesetzten Zuckeranteil von rund 17 Gramm pro 100 Gramm Joghurt liegt meist in der reduzierten Fettmenge.

Die veränderte Rezeptur, sowie der veränderte Geschmack sollen mithilfe von Zucker und ähnlicher Süßungsmittel aufgefangen und dem Konsumenten dennoch ein unverändertes Geschmackserlebnis ermöglichen. Ein vermeintlich gesunder Food Swap, der keiner ist. Wer es besser machen möchte, sollte seinen Naturjoghurt mit frischem Obst der Saison und Nüssen oder Samen zubereiten. Das liefert dem Körper wertvolles Eiweiß in pflanzlicher und tierischer Variante sowie Vitamine und Mineralstoffe.

Glutenfreies Brot

Für Betroffene einer Glutenunverträglichkeit oder einer Zöliakie ist der Food Swap von herkömmlichem zu glutenfreiem Brot zwangsläufig ein Muss. Doch für Brot-Liebhaber ohne eine nachgewiesene Erkrankung ist dieser Tausch nicht unbedingt von Vorteil.

Denn um das nicht mehr vorhandene Klebereiweiß zu ersetzen und die herkömmliche Konsistenz sowie einen ähnlichen Brotgeschmack zu erhalten, setzen viele Hersteller Zucker und Verdickungsmittel ein. Besser ist es da, sich ein gutes Vollkornbrot zuzulegen. Es enthält jede Menge wertvolle Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate, pflanzliches Eiweiß sowie Mineralstoffe – der perfekte Nährstoffmix!

Stars beim Essen

Mahlzeit!

"So essen Jarochas (Frauen aus Veracruz) Shrimps", kommentiert Salma Hayek dieses Foto auf Instagram. Es zeigt die 52-jährige Schauspielerin vor einem Tisch, der besonders reich mit leicht verdaulicher Eiweißkost gedeckt ist: nämlich Shrimps, Lachs und ein paar frischen Zitronenscheiben – das Geheimnis ihres unfassbar guten Aussehens?
Farblich passend zur Guacamole vor ihr auf dem Tisch trägt Elsa Hosk ein grünes Jackett, als sie sich knusprige Tacos gönnt. Auf einem Tablett serviert, findet sich außerdem noch ein feuriger Salsa-Dip neben der grünen Variante. Das Beste: Die 30-Jährige muss sich nicht einmal die Finger schmutzig machen, sondern wird von ihrer Begleitung gefüttert – wie lieb!
Curvy-Model Ashley Graham macht es richtig: Sie steht zum Essen erst gar nicht von ihrer Sonnenliege auf. Bei ihr gibt es neben einem gesunden Salat auch einen saftig aussehenden Burger – ein perfekter Mix eben. 
Mahlzeit, liebe Evelyn! Die Teilnehmerin von "Let's Dance" 2019 braucht eine ordentliche Stärkung, um im Tanz-Wettbewerbung die volle Leistung bringen zu können. Wenige Stunden bevor es auf das Tanzparkett geht, gönnt sich die 30-Jährige noch schnell ein paar Happen und hält den Moment mit einem Instagram-Foto fest.

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Verwendete Quellen: vzbv.de, verbraucherzentrale.nrw

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