VG-Wort Pixel

GALA Gourmet-Talk 10 Fragen an Felicitas Then

GALA Gourmet-Talk: 10 Fragen an Felicitas Then
© Südwest Verlag/Klaus-Maria Einwanger / PR
Gala traf die "The Taste"-Gewinnerin zum kulinarischen Klönschnack und erfuhr dabei, was alles in ihrem neuen Kochbuch steckt, wo sie gern zu Gast ist und welchen Geschmack sie gar nicht mehr los wird

Sie ist erfrischend und authentisch – und sie liebt es über den Tellerrand zu schauen. Mit dieser Einstellung und natürlich ihren Kochkünsten beeindruckte Felicitas Then in der ersten Staffel bei "The Taste" die Jury rund um Tim Mälzer und Lea Linster.

"Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then", Südwest Verlag, 160 S., ca. 16,99 Euro
"Die fabelhaften Rezepte der Felicitas Then", Südwest Verlag, 160 S., ca. 16,99 Euro
© Südwest Verlag/Klaus-Maria Einwanger

Felicitas, vor zwei Jahren hast Du „The Taste“ gewonnen, was hat sich seitdem geändert?

Alles! Endlich kann ich meinen Traum leben und den ganzen Tag nur noch Kochen und Essen. Nach dem Sieg habe ich meinen Job als Journalistin gekündigt und bin seitdem selbstständige Eventköchin, Kochbuchautorin und habe einen Kochkanal auf Youtube.

Hast Du noch Kontakt zu Deinen damaligen Konkurrenten und Mitstreitern?

Mit Graciela aus meinem Team und schreibe ich regelmäßig. Und auch mit anderen halte ich Kontakt über Facebook, aber eher sporadisch.

Du hast ein Kochbuch herausgebracht. Was war Dir bei diesem Buch besonders wichtig?

Rezepte zu entwickeln, die gelingen! Alle meine Freunde mussten die Rezepte genauestens nachkochen. Nicht, dass am Ende eine Zutat fehlt oder der Flammkuchen verbrennt…

Was rätst Du Kochneulingen?

Traut Euch, seid mutig, tut es einfach. Kochen fetzt so sehr! Am besten beginnt Ihr mit einfachen Rezepten. Es ist wichtig, dass Ihr von Anfang an Erfolgserlebnisse in der Küche habt.

Welche drei Accessoires dürfen bei Dir niemals in der Küche fehlen?

Eine feine Reibe, denn in fast alle meine Gerichte kommt irgendwie Zitronen-, Orangen- oder Limettenabrieb, ein kräftiger Pürierstab und natürlich ein großes scharfes Messer. Mit kleinen Klingen kann ich nichts anfangen…

Welches Urlaubsland "schmeckt" Dir am besten?

Ich liebe Vietnam. Weil die Küche dort so reich an Aromen und frisch ist. Außerdem natürlich Italien. Würden die dort nur nicht soooo viele Kohlenhydrate verwenden …

Dein absolutes Lieblingsgericht?

Uff, darf ich als absoluter Foodie zugeben, dass ich am allerliebsten Pizza esse. Also richtig gute Pizza …

Verrätst Du uns drei deiner Lieblingsrestaurant in Deutschland?

In Berlin gehe ich im Moment am liebsten auf Streetfood-Märkte wie die Neue Heimat, wo ich auch selbst Burger verkaufe. Außerdem verehre ich die Landgasthöfe rund um Grub am Forst in Oberfranken. Dort habe ich bei meinen Großeltern früher meine Ferien verbracht. In dieser Gegend bekommt man überall einen guten Schweine-, Enten- oder Sauerbraten. Diese kulinarische Treffsicherheit fehlt in Norddeutschland. Und dann gehe ich noch gerne ins "Fischers Fritz" in Berlin. Wegen den tollen Fischgerichten und weil Chefkoch Christian Lohse sich meist mit den Tisch setzt und so viele wunderbare Gastro-Geschichten zu erzählen hat. (lacht)

Spontaner Besuch hat sich angekündigt – und der ist hungrig! Alptraum oder Challenge?

Große Freude! Ich liebe es, viele Leute an meinem großen Tisch zu verköstigen. Gerne auch spontan. Aus Kühlschrankresten entstehen meist die aufregendsten Gerichte. Der Dattelsalat aus meinem Kochbuch zum Beispiel ist an so einem Abend entstanden.

Ganz ehrlich: Um was machst Du kulinarisch einen Bogen?

Ich fürchte mich vor Gänse-Stopfleber. Bei einem Praktikum habe ich einmal meinen Finger in eine große Schüssel gesteckt von der ich dachte, sie wäre mit Nougat gefüllt. Es war rohe Stopfleber-Terrine. Den Geschmack werde ich nicht mehr los.

Christian Johannes May Gala


Mehr zum Thema