VG-Wort Pixel

Food-Trends 2022 Auf diese Trends schwören dieses Jahr alle Foodies

Food-Trends 2022: Gedeckter Tisch mit 4 Händen, die mit ihrem Smartphone Fotos machen
© simona pilolla 2 / Shutterstock
Zero Waste, Local Food und Real Omnivore sind einige der Buzzwords bei den Food-Trends 2022. GALA verrät, was wir von den Trends erwarten können.

Wir wollen Gutes tun! Gutes für unseren Körper, Gutes für die Umwelt und Gutes für die Tierwelt. Das zeigen auch die Food-Trends 2022. Die Entwicklung ist zwar keine neue, allerdings reagiert die Lebensmittelindustrie dieses Jahr deutlich stärker und beschert uns eine Reihe neuer Produkte und lokaler Angebote. Das Go-To heißt regional, verpackungsfrei und ohne Tierleid. Dafür mehr Bewusstsein für Ernährung, die Körper und Seele guttut.

It-Foods 2022: Kulinarische Highlights

Um diese It-Foods kommen Sie dieses Jahr nicht herum.

1. Miso

Hierzulande vor allem bekannt von dem Besuch in einem japanischen Restaurant als Würzgrundlage in der Miso-Suppe, ist die braune Würzpaste 2022 auf dem geraden Weg in unsere Gewürzregale. Mit einer Basis aus Sojabohnen und Reis wird Miso in mehreren Fermentationsprozessen hergestellt. Diese Prozesse machen die Paste auch so gesund. Denn die bei der Gärung entstehenden Probiotika sind nicht nur gut für Ihren Darm, sie sollen auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Bluthochdruck helfen. Miso kann sowohl für deftige Gerichte wie Suppen und Snacks eingesetzt werden als auch in Keksen und Pudding.

2. (Alkoholfreie) Pre-Mixed-Drinks

Immer mehr Hersteller bieten dieses Jahr ihre Cocktails und Longdrinks abgepackt in der Dose oder in innovativen Ready-To-Go-Verpackungen an. Was früher als Billig-Dosen-Drink verschrien war, ist heute wieder hip. Auch der Trend zu alkoholfreien Spirituosen wird dabei bedacht und so gibt es von einigen Firmen auch die No-Alcohol-Cocktails to go. Das perfekte Accessoire für ein Picknick im Park oder das nächste Open-Air-Konzert.

3. Nussaufstrich

Was in der veganen Küche niemals fehlen durfte, wandert jetzt auch bei Schokoaufstrich-Fans ins Regal. Nussmus gepimpt mit Kakao, Datteln, Kokos oder Zimt ist auf dem Vormarsch. Meist kommen die süßen Aufstriche ganz ohne raffinierten Zucker aus und sind sowohl als Brotaufstrich als auch als Topping für Porridge und Breakfast-Bowls beliebt.

4. Bimi

Das Brokkoli-ähnliche Gemüse zeichnet sich durch seine langen Stängel aus und erinnert dadurch an eine Kreuzung aus Spargel und Brokkoli, weshalb er umgangssprachlich auch Spargel-Brokkoli oder auf englisch gern Broccolini genannt wird. Bimi hat einen milden Geschmack und ist in Wahrheit eine Kreuzung aus Brokkoli und Kai-lan, einem chinesischen Blattgemüse – ähnlich dem Mangold. Bimi ist ein regelrechtes Superfood, da es neben vielen Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen auch noch kalorienarm ist. Allerdings wird Bimi nicht in Deutschland angebaut und spricht gegen den Food-Trend der Regionalität. Ein heimischer Ersatz ist junger Brokkoli.

Food-Trends 2022: Darauf achten wir dieses Jahr

1. Local Exotics

Der erste Food-Trend in 2022 heißt “Local Exotics“. Immer mehr Menschen verzichten auf Exoten wie Avocado, Mango oder Ananas. Deshalb wird laut Expert:innen 2022 vermehrt versucht werden, sogenannte Local Exotics zu produzieren. Mithilfe innovativer und zukunftsorientierter Landwirt:innen und Forschenden werden Möglichkeiten zum hiesigen Anbau exotischer Nahrungsmittel entwickelt. So könnte dem Wunsch nach Regionalität und kulinarischen Besonderheiten nachgekommen werden.

2. Zero Waste

Nichts Neues, dafür umso beliebter, ist das verpackungsfreie Einkaufen. Viele Unternehmen reagierten bereits und senkten ihren Verpackungsmüll. Denn was zuerst in unseren Einkaufstaschen landet, endet meist auf riesigen Müllbergen, die Mensch und Umwelt nachhaltig schaden. Dem möchte die Zero-Waste-Vision entgegenwirken.

Es zeichnet sich deshalb ein deutlicher Trend für Wochenmarkt-Einkäufe, Einkauf im Unverpackt-Laden und der Nutzung von Apps zur Vermeidung von Müllproduktion innerhalb des Food-Kosmos ab.

Ein weiterer Ausläufer der Zero-Waste-Bewegung sind allerlei Sharing-Angebote. Das Prinzip des Zero-Waste bei Lebensmitteln machen sich auch immer mehr Bäckereien, Cafés und Restaurants zunutze und bieten zum Ladenschluss übrig gebliebene Waren zu einem vergünstigten Preis an.

3. Real Omnivore

Die Bezeichnung Real Omnivores, also "wahre Allesesser:innen“, liest man seit dem letzten Jahr immer häufiger. Sie steht für Personen, die beim Konsum nicht nur die eigene Gesundheit bedenken, sondern auch die unseres Planeten. Real Omnivore sind offen für neue Technologien in der Lebensmittelproduktion sowie neuen Anbau- und Haltungsmethoden in der Landwirtschaft. So könnten beispielsweise Fleisch aus dem Reagenzglas, Vanille aus Plastik und Chips aus Quallen auf dem Speiseplan stehen.

Verwendete Quellen: zukunftsinstitut.de, Bundeszentrum für Ernährung, Pinterest

Gala

Mehr zum Thema