VG-Wort Pixel

Juicing Ist die Saftkur wirklich so gesund?

Virginie Degryse, Gwyneth Paltrow
Virginie Degryse, Gwyneth Paltrow
© instagram.com/gwynethpaltrow/
Immer mehr Stars setzen auf Juicing: Die Saftkur soll ihnen zu mehr Gesundheit und jugendlicher Schönheit verhelfen. Doch ist Juicing wirklich so gesund? 

Mit einem frisch gepressten Saft in der Hand fühlt man sich direkt gesünder: Als würde man den Körper mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen fluten und danach nur so vor Gesundheit strotzen. Auch Stars wie Gwyneth Paltrow, Jessica Alba, Blake Lively & Co. setzen auf Juicing und zeigen sich mit ihren bunten Drinks auf Instagram.

Doch kann dieser Food-Trend seinem durchweg positiven Image standhalten? Wir haben bei Ernährungsexperten nachgefragt und verraten Saft-Liebhabern, wie man den Drink am besten zubereitet, um seinem Körper etwas Gutes zu tun, und welche Fehler man beim Juicing unbedingt vermeiden sollte.

Food-Trend Juicing: Das steckt dahinter

Nach samtigen Smoothies erobern jetzt frisch gepresste Säfte aus Obst und Gemüse die Gläser der Foodies in Deutschland. Juicing heißt der neueste Food-Trend aus den USA, der zu uns herüberschwappt und hierzulande immer beliebter wird. Im Gegensatz zu Smoothies, bei denen das ganze Obst und Gemüse zur Herstellung verwendet wird, werden beim Juicing die flüssigen von den festen Bestandteilen getrennt – heraus kommt ein leichter, flüssiger Saft mit wenig Fruchtstücken.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Abnehmen mit Juicing?

Bei Juicing-Fans besonders beliebt, ist eine mehrtägige Saftkur. Sie soll den Körper bei seiner natürlichen Entgiftung unterstützen und wird als absoluter Booster für die Gesundheit und Schönheit gehandelt. Tatsächlich stecken in den Drinks aus dem Slow-Juicer Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper ihre gesundheitsfördernde Wirkung entfalten.

Allerdings sind viele dieser Nährstoffe empfindlich gegenüber Hitze, Sauerstoff und Licht – beim Entsaften können sie also leicht verloren gehen. Je nach Zusammensetzung des Safts kann aus einem gesunden Drink schnell eine kleine Zuckerbombe werden. Denn in Obst steckt jede Menge Fruchtzucker: Das ist zwar von Natur aus so vorgesehen, lässt den Blutzuckerspiegel aber genauso schnell ansteigen, wie es bei herkömmlichem Haushaltszucker der Fall ist.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
Aufgrund Ihrer Datenschutz-Einstellungen wurden diese Inhalte nicht geladen, um Ihre Privatsphäre zu schützen.
DATENSCHUTZ-EINSTELLUNGEN
Hier können Sie die Einstellungen für die Anbieter ändern, deren Inhalte sie anzeigen möchten. Diese Anbieter setzen möglicherweise Cookies und sammeln Informationen zu Ihrem Browser und weiteren, vom jeweiligen Anbieter bestimmten Kriterien. Weitere Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen.

Tipp der Ernährungsexpertin: "Je mehr kalorien- und zuckerarmes Gemüse für die Saftzubereitung verwendet wird, desto gesünder ist das Juicing", erklärt Food-Journalistin und GALA-Redakteurin Jessica Bolewski. Vor allem grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat und Staudensellerie eignen sich für gesundes Entsaften. Zusammengemixt mit einem Spritzer Vitamin-C-reichem Zitronensaft, wird das in den Grünlingen enthaltene Eisen für den Körper außerdem besser verwertbar.

Juicing: So gesund ist die Saftkur

Wer Früchte und Gemüse durch einen Entsafter jagt, macht sie für den Organismus zwar bekömmlicher, ihr Ballaststoffanteil mindert sich jedoch um ein Vielfaches. Übrig bleibt leicht verdaulicher Fruchtzucker, der schnell ins Blut schießt und zu einem schwankenden Blutzuckerspiegel führt. Die Folge sind lästige Heißhungerattacken und die Lust auf noch mehr Süßes.

Ein vollwertiger Mahlzeitersatz ist Juicing ebenfalls nicht – schon gar nicht dauerhaft. Denn die Nährstoffzusammensetzung der puren, frisch gepressten Säfte ist für einen längeren Zeitraum zu einseitig, zu ballaststoffarm und zu zuckerreich. Bei empfindlichen Menschen kann es aufgrund des hohen Säuregehalts des Obsts außerdem zu Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen kommen.

Fazit: Tipps für richtiges Juicing

Foodies, die sich alle gesundheitlichen Vorteile von Obst und Gemüse zunutze machen wollen, sollten Apfel, Staudensellerie & Co. lieber als Ganzes essen. So können die enthaltenen Ballaststoffe dem Körper zugutekommen, die außerdem stark sättigen sowie für eine gesunde Darmflora und ein starkes Immunsystem sorgen. Doch hin und wieder kann auch ein bunter Drink aus Früchten und Gemüse den gesunden Ernährungsplan ergänzen.

Auf den Genuss von frisch gepresstem Saft muss nicht gänzlich verzichtet werden, denn ein Glas Saft kann eine der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag ersetzen. Ein paar Tropfen hochwertiges Pflanzenöl im Saft tun Juicing-Fans außerdem Gutes, wie Ökotrophologin Jessica Bolewski weiß: "Das Öl sorgt dafür, dass fettlösliche Vitamine wie die Vitamine A, E und K viel besser vom Körper aufgenommen werden können." Na dann, Cheers!

Verwendete Quellen: dge.de, bzfe.de, Ernährungsexpertin Jessica Bolewski

Gala


Mehr zum Thema