Fischratgeber: Nachhaltig einkaufen: Welcher Fisch darf noch auf den Teller?

Fisch steckt voller Nährstoffe und sollte laut Experten-Empfehlungen regelmäßig auf dem Teller landen. Das Problem: Unsere Meere sind vielerorts leer gefischt. Diese Fische können Sie dennoch ruhigen Gewissens genießen.

Nachhaltig essen: Fisch 

Ob nicht zertifizierter Alaska-Seelachs aus dem Nordostpazifik, Rotbarsch aus dem Nordostatlantik oder Kaviar vom Belugastör: Sie alle gehören zu den insgesamt zehn Fischen, die von der Verbraucherzentrale Hamburg in bestimmten Fanggebieten aufgrund einer nicht ökologisch nachhaltigen Fischerei als "absolut nicht zu empfehlen" eingestuft werden.

Der Fischratgeber der Organisation klärt Konsumenten regelmäßig über schädliche Fangmethoden und gefährdete Fischbestände auf. Diese MSC-zertifizierten Wildfische aus bestimmten Regionen können zurzeit dank nachhaltiger Fischerei noch ruhigen Gewissens auf den Tellern landen und schützen gleichzeitig die Meeresumwelt.

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Was bedeutet das MSC-Siegel?

Das blaue Siegel des Marine Stewardship Councils, kurz: MSC, gilt als weltweit bedeutendster Standard für eine ökologisch nachhaltige Fischerei. Laut Verbraucherzentrale Hamburg sind rund 70 Prozent des in Deutschland verkauften Fischs MSC-zertifiziert – dennoch seien nicht alle dieser Fischereien empfehlenswert, wie es im Fischratgeber heißt. Dieser empfiehlt, dem Siegel nicht blind zu vertrauen, sondern zertifizierte Produkte mit den im Ratgeber aufgelisteten Fischen und Fangregionen zu vergleichen.

Nachhaltige Fangmethoden

Fischliebhaber sollten unbedingt auf nachhaltigen Fang setzen, denn so tun sie sich und der Umwelt etwas Gutes: Das sensible Ökosystem Meer bleibt intakt, die Fischbestände werden geschont und schrumpfen nicht weiter und Fisch bleibt als wichtiges Lebensmittel für den Menschen erhalten. Auch nachhaltige Fangmethoden werden in der Fischerei immer wichtiger und werden im Fischratgeber berücksichtigt. Dazu zählen:

  • Pelagische Schleppnetze
  • Harpunen, Fallen und Reusen
  • Angelruten, Hand- und Kurzleinen

Fischfang ganz ohne negative Auswirkungen auf das Ökosystem des Meeres ist zwar kaum möglich, mit den aufgeführten Methoden kann jedoch der Beifang, wie Jungfische, Seevögel und Schildkröten, stark verringert werden. Auch der Meeresboden profitiert vom nachhaltigen Fischfang, in dem er dank des Verzichts auf Netze, die über den Boden gezogen werden, geschont wird.

Fisch nachhaltig kaufen: Welcher darf auf den Teller?

Für eine nachhaltige Ernährung und den Erhalt von Fischbeständen empfiehlt die Verbraucherzentrale MSC-zertifizierten Alaska-Seelachs sowie pazifischen Heilbutt, atlantischen Hering, Kabeljau, Scholle und Zander – alle als Wildfang und nur aus bestimmten Fangregionen, die im Fischratgeber aufgelistet sind.

Diese Fische sind nicht zu empfehlen

Zu den gefährdeten Arten zählen unter anderem Aal, Stör, Blauflossenthunfisch und Seeteufel. Jedoch gilt: Ein und dieselbe Fischart kann in einer Region überfischt sein und in der anderen nicht. Deshalb sollten Verbraucher immer auf die Herkunft des Fangs achten und im Zweifel beim Fischhändler seines Vertrauens nachfragen.

So gesund ist Fisch

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt allen Verbrauchern, ein bis zwei Mal pro Woche Fisch zu genießen. Er gilt als eine besonders hochwertige Proteinquelle und enthält lebenswichtige Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken unter anderem positiv auf das Herz-Kreislauf-System, das Gehirn und gelten als antientzündlich.

Noch dazu ist Fisch reich an Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin A und Vitamin D sowie dem lebenswichtigen Spurenelement Jod. Wenn der Verbraucher seinen Fisch bewusst auswählt und hierbei auf anerkannten Zertifikate sowie der Fangregion achtet, kann er Alaska-Seelachs, Heilbutt und Scholle ohne Reue genießen und einen kleinen Beitrag zur bestandserhaltenden und umweltschonenden Fischerei leisten.

Verwendete Quellen: Verbraucherzentrale Hamburg, Fischratgeber, Marine Stewardship Council, Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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