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Steigende Corona-Zahlen Das sind die Ansteckungs-Hotspots im Urlaub

Steigende Corona-Zahlen : Das sind die Ansteckungs-Hotspots im Urlaub
© Maridav / Shutterstock
In den beliebtesten Urlaubsländern steigen die Corona-Fallzahlen stetig an. Hier kommen Tipps, wie Sie Ihr Ansteckungsrisiko auf Reisen minimieren.

Während in Deutschland die 7-Tage-Inzidenz glücklicherweise noch im einstelligen Bereich liegt, explodieren die Corona-Fallzahlen in Urlaubsländern wie Spanien, Griechenland, Zypern oder Malta. In Griechenland liegen sie aktuell bei 115, was die Regierung dazu veranlasst hat, ein Tanzverbot zu erlassen. Spanien steht kurz davor, zum Hochinzidenzgebiet zu werden, und der Inselstaat Malta, der kürzlich noch Urlauber:innen mit Geldprämien ins Land gelockt hat, lässt nur noch geimpfte Tourist:innen auf die Insel.

Wer am Mittelmeer Urlaub macht, sollte daher bestimmte Hotspots besser meiden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Da das Corona-Virus sich vor allem über die Luft verbreitet, mindert Social Distancing und der Aufenthalt im Freien die Ansteckungsgefahr bekanntlich deutlich - im Urlaub genau wie Zuhause. Das bedeutet: Trekken, Biken, Surfen oder im Meer baden ist relativ ungefährlich, sofern Wege und Strände nicht heillos überfüllt sind - in Clubs die Nächte durchzutanzen, ist hingegen keine gute Idee.  

Wie sicher ist die Anreise?

Fährt man mit dem Auto in den Urlaub, ist man in Sachen Ansteckung auf der sicheren Seite. Auch das Fliegen gilt als relativ unproblematisch. Eine Studie der Frankfurter Goethe-Universität ergab, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion über den Wolken eher gering ist. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass der Weg ins Flugzeug meist über öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen und einen potenziell vollen Flughafen führt. Daher sollte man unterwegs unbedingt eine FFP2-Maske tragen.

Laut mehrerer Studien ist das Ansteckungsrisiko bei der Bahn ebenso eher gering, da "der hohe Anteil Frischluft, mit dem die Klimaanlage im ICE arbeitet, die Konzentration der Aerosole deutlich verdünnt", so das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach einer Studie mit einem voll besetzten Test-ICE-Waggon. Eine Langzeitstudie der Charité hat außerdem ergeben, dass Zugbegleiter:innen sich auch nicht häufiger anstecken als Kolleg:innen ohne Kundenkontakt. Einer chinesischen Studie zufolge ist das Ansteckungsrisiko im Zug allerdings ziemlich hoch, wenn man in der Nähe eines infizierten Menschen sitzt. Auch im Zug gilt also: Je mehr Abstand, desto besser.

Übrigens: Auch Fernbusse verfügen normalerweise über gute Klimaanlagen, die die Luft im Innenraum mit Frischluft von außen anreichern.

Hotels, Restaurants, Clubs – worauf muss ich achten?

In geschlossenen Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, ist die Ansteckungsgefahr bekanntlich am höchsten. In einem Hotel mit einem guten Hygienekonzept, das Social Distancing ermöglicht, dürfte das Risiko aber nicht sehr groß sein. Im Sommerurlaub kommt uns außerdem zugute, dass wir viel Zeit an der frischen Luft verbringen und wir meistens unter freiem Himmel auf Restaurantterrassen essen können.  

In Innenräumen ist das Ansteckungsrisiko ungleich verteilt: Nach einer Studie der TU Berlin ist der Risikofaktor in Theatern, Opern, Museen und beim Friseur insgesamt am niedrigsten, vorausgesetzt, alle tragen eine Maske. Ein Supermarktbesuch mit Maske ist ungefähr so riskant wie eine Kinovorstellung, bei der ein Drittel der Plätze belegt ist und niemand Maske trägt. Ein Besuch in einem halb vollen Restaurant ist deutlich riskanter.

Vor allem in Bars und Clubs ist Vorsicht geboten, da hier viele Menschen zusammenkommen, die meist keine festen Sitzplätze haben, ausgelassen feiern wollen und Alkohol trinken, was schnell zu einer hochinfektiösen Melange führen kann. Wer die Party noch ein Weilchen aufschiebt oder zumindest nach draußen verlagert, verringert sein Ansteckungsrisiko erheblich.

Quellen: NDR.de, RTL.de, FR.de

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