Blutgruppen-Diät: Wie sie funktioniert und welche Lebensmittel erlaubt sind

Wenn es um das Thema abnehmen geht, setzen viel Stars auf die Blutgruppen-Diät – ein Konzept, bei dem mithilfe der Blutgruppe und einer individuell darauf abgestimmten Ernährung langfristig die Kilos purzeln sollen

Blutgruppen-Diät: Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Stars wie Hailey Baldwin und Miranda Kerr schwören auf die Blutgruppen-Diät. Das Konzept setzt auf eine Kombination aus der persönlichen Blutgruppe und einer individuell darauf abgestimmten Ernährung. Langfristig soll dies beim Abnehmen helfen und für eine Traumfigur sorgen.

Doch wie sinnvoll ist die Blutgruppen-Diät wirklich und wie sieht der Speiseplan bei dieser besonderen Ernährungsform aus? GALA nimmt die Abnehmkur genau unter die Lupe und klärt über den Diät-Erfolg auf. 

So funktioniert die Blutgruppen-Diät

Begründer der Blutgruppen-Diät ist der Naturheilmediziner Peter J. D'Adamo. Der gebürtige New Yorker erforschte die Zusammenhänge zwischen Blutgruppen, Ernährung sowie Gesundheit und stellte das Konzept der Blutgruppen-Diät im Jahr 1996 mit seinem Ratgeber "4 Blutgruppen. Vier Strategien für ein gesundes Leben" vor.

Demnach bestimmt die Blutgruppe eines Menschen die körpereigene Chemie: So ist jede der vier Blutgruppen im AB0-Sytem einem individuellen Ernährungskonzept zugeordnet, die sich außerdem an den vermeintlichen Ernährungsweisen unserer Vorfahren orientiert. Laut D'Adamo soll der Jäger aus der Steinzeit die Blutgruppe 0 gehabt haben. Blutgruppe A entstand seiner Aussage nach, als die Menschen sesshaft wurden und nur an einem Ort Landwirtschaft betrieben. Träger der Blutgruppe B sollen sich überwiegend von Milch und Fleisch ernährt und den Nomadenvölkern angehört haben. Als sich die Bevölkerungsstämme mischten, sei die Blutgruppe AB entstanden – so die Theorie des Naturheilmediziners.

Die blutgruppenspezifische Ernährung könne laut D'Adamo wesentlich beim Abnehmen helfen und sogar bestimmten Krankheiten vorbeugen. Der Grund dafür liege in bestimmten Eiweißen: Die Theorie des Erfinders der Blutgruppen-Diät besagt, dass jede Blutgruppe unterschiedlich auf den Makronährstoff reagiert und der Pflanzenwirkstoff Lektin für Verklumpungen der roten Blutkörperchen sorgt – was Übergewicht und die Entstehung von Krankheiten begünstigen soll. 

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Welche Lebensmittel sind erlaubt?

In der Blutgruppen-Diät wird jeder Blutgruppe eine bestimmt Ernährung zugeteilt. Peter J. D'Adamo ordnet die Lebensmittel dann nochmals in die Kategorien "sehr bekömmlich, "neutral" und "zu meiden".

Ernährung bei Blutgruppe 0 – der Jäger

Wer die Blutgruppen-Diät machen möchte und die Blutgruppe 0 hat, sollte laut D'Adamo im täglichen Speiseplan auf tierisches Eiweiß sowie frisches Obst und Gemüse setzen. Weizen, Hülsenfrüchte und Milchprodukte sind dagegen tabu. 

Ernährung bei Blutgruppe A – der Landwirt

Abnehmwillige mit Blutgruppe A sollten sich laut Blutgruppen-Diät überwiegend vegetarisch ernähren und somit auf viel frisches Obst und Gemüse in Bio-Qualität setzen – Fisch sollte eher selten auf dem Speiseplan landen.

Ernährung bei Blutgruppe B – der Nomade

Laut Blutgruppen-Diät sollten Menschen mit der Blutgruppe B überwiegend tierische Lebensmittel wie Fleisch (vor allem Lamm und Kaninchen), Milch, Eier und Käse auftischen. Außerdem soll sich grünes Gemüse besonders positiv auf die Gesundheit auswirken. Gemieden werden sollten hingegen Buchweizen, Mais, Weizen, Hülsenfrüchte, Tomaten, Sesam, Erdnüsse und Hähnchen, da sie laut D'Adamo den Stoffwechsel verlangsamen.

Ernährung bei Blutgruppe AB – der Rätselhafte

Abnehmwillige, die dieser Blutgruppe angehören, empfiehlt die Blutgruppen-Diät überwiegend Getreide, Milchprodukte und Eier. Auch frisches Obst und Gemüse, Tofu und Meeresfrüchte stehen auf dem Ernährungsplan. Lediglich auf Schweinefleisch, Koffein und Alkohol sollte der Gesundheit zu liebe verzichtet werden, rät D'Adamo. 

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Das sagt die Wissenschaft

Während die einen auf den Gesundheits- und Abnehmerfolg schwören, sehen die anderen ihre Wirkung kritisch – vor allem Wissenschaftler. So heißt es in einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zur Bewertung der Blutgruppen-Diät:

Die beworbenen gesundheitlichen Effekte sind reine Theorie und wissenschaftlich nicht bewiesen!

Um einen gesundheitlichen Nutzen der Blutgruppen-Diät feststellen zu können, müssten in Studien an Menschen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die nach Blutgruppen unterteilt sind, verglichen werden, wie sich Körpergewicht und Auftreten einer Krebskrankheit in einer Gruppe von Blutgruppen-Diätlern und einer weiteren Kontrollgruppe (kalorienreduzierte Standard-Diät) verhalten, so die DGE weiter.

Die Vor- und Nachteile der Blutgruppen-Diät

Zu den Vorteilen der Blutgruppen-Diät gehört, dass sich der Abnehmwillige intensiv mit seiner Ernährung auseinandersetzen muss. Das tägliche Essverhalten wird reflektiert und kritisch hinterfragt, was zu einem Umdenken und einem abwechslungsreicheren Speiseplan mit frischem Obst und Gemüse führen kann. Das von Natur aus fett- und kalorienarme Grün sorgt für leichtere Speisen auf dem Teller, wodurch man einfacher abnehmen kann.

Gleichzeitig zählt der Ernährungsplan der Blutgruppen-Diät ebenfalls zu den Nachteilen, da bestimmte Lebensmittelgruppen oft komplett weggelassen werden. So schließt der Speiseplan der Blutgruppe 0 beispielsweise Milch- und Getreideprodukte gänzlich aus – wichtige Nahrungsmittel, die dank der enthaltenen Nährstoffe für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Werden bestimmte Lebensmittelgruppe ersatzlos aus der täglichen Ernährung verbannt, kann es zu einem Nährstoffmangel und infolgedessen zu Krankheiten kommen.

Blutgruppen-Diät: Fazit

Die Blutgruppen-Diät ist für Abnehmwillige relativ einfach zu befolgen, da Begründer D'Adamo die blutgruppenspezifische Ernährung so unterteilt hat, das bestimmte Lebensmittelgruppen entweder berücksichtigt oder ausgeschlossen werden. Wer seine Ernährung über einen längeren Zeitraum hinweg vernachlässigt hat und dann die Regeln der Blutgruppen-Diät befolgt, kann bestimmt einen Abnehmerfolg verbuchen – einige Kilos werden schnell auf der Waage verschwinden.

Dennoch die die Blutgruppen-Diät keine dauerhafte und gesunde Ernährungsweise. Denn viel zu häufig werden Lebensmittelgruppen komplett vom Speiseplan gestrichen und nicht durch Alternativen ersetzt. So kann es schnell zu einem Nährstoffmangel kommen. Außerdem werden Diäten mit großem Verzicht selten durchgehalten, wodurch die große Gefahr eines Jojo-Effekts besteht, sobald wieder normal gegessen werden.

Besser ist es da, die Ernährung dauerhaft umzustellen: Die DGE empfiehlt ballaststoffreiche Vollkornprodukte sowie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Fettarme Milchprodukte sowie Fleisch und fettreicher Seefisch stehen ebenfalls auf der Einkaufsliste für eine ausgewogene Ernährung. Nicht zu vergessen ist regelmäßige Bewegung: Rund 30 Minuten am Tag sollten es schon sein – auch wenn es nur ein Spaziergang an der frischen Luft ist.

Halten Sie vor dem Beginn einer jeden Diät Rücksprache mit einem Facharzt, um mögliche Risiken ausschließen und eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen sicherstellen zu können. 

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Verwendete Quellen: dadamo.com, dge.de

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