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Luft im Bauch? Blähungen nach dem Essen: Die 5 häufigsten Ursachen

Häufige Ursachen für Blähungen nach dem Essen
Häufige Ursachen für Blähungen nach dem Essen
© Shutterstock
Blähungen sind zwar unangenehm, aber völlig normal. Die Gründe für die Luft im Bauch sind vielfältig: Das sind die fünf häufigsten Ursachen.

Wenn der Bauch nach dem Essen anschwillt, sind Blähungen nicht weit. Die Luft im Bauch entsteht während des normalen Verdauungsvorgangs beim Zersetzen der Nahrung oder aber auch bei Verdauungsstörungen. Sie können schmerzhaft sein und ein unangenehmes Völlegefühl auslösen.

Doch man kann etwas gegen den aufgeblähten Bauch tun – wenn man denn die Gründe kennt. Eine Lebensmittelunverträglichkeit oder simple "Fehler" im Alltag kann beispielsweise die große Menge an Luft im Bauch verursachen. Blähungen nach dem Essen: Das sind die fünf häufigsten Ursachen.

1. Sie kauen nicht ausreichend

Das Essen gründlich zu kauen, verhindert zum einen, dass zu viel Luft zusammen mit der Nahrung in den Körper gelangt – eine mögliche Ursache für unangenehme Blähungen. Außerdem wird das Essen, wie beispielsweise die in Kartoffeln und Nudeln enthaltene Stärke, bereits im Mund durch den Speichel gründlich zerlegt, sodass es für den Körper bestmöglich verwertet werden kann und keine Blähungen entstehen.

Weiterer praktischer Pluspunkt, wenn ausreichend gekaut wird: Man isst langsamer und wird schneller satt. Es werden keine allzu großen Portionen gegessen und die Wahrnehmung auf das natürliche Sättigungsgefühl wird außerdem geschult. Das wiederum verhindert, dass unnötige Kilokalorien aufgenommen werden (zur Studie). 

2. Sie essen nicht bewusst

Wer sich beim Essen durch Fernsehen, Zeitunglesen oder Stress ablenken lässt, riskiert die Entstehung von Blähungen. Bewusst zu Essen und sich auf seine Mahlzeit zu konzentrieren, stimuliert den Verdauungstrakt in seiner Funktion, sodass er bestmöglich arbeiten kann. Außerdem sorgt bewusstes essen dafür, dass nicht über den Sättigungspunkt hinweg gegessen wird. Denn andernfalls gelangen schnell viele unnötige Kilokalorien in den Körper, die auf Dauer auf der Hüfte landen. 

3. Sie trinken zu wenig

Zu den häufigsten Ursachen für Blähungen gehört eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Wird zu wenig getrunken, kann der Verdauungstrakt nicht mehr einwandfrei arbeiten – er gerät regelrecht ins Stocken und wird träge. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen zwischen 25 bis unter 51 Jahren eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,6 Litern am Tag. Als Durstlöscher eignen sich am besten Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie Schorlen im Verhältnis 3:1 – drei Teile Wassern, ein Teil Saft (zu den Referenzwerten). 

4. Sie haben eine Lebensmittelintoleranz

Lebensmittelintoleranzen sind hierzulande relativ weit verbreitet. So können Betroffene eine negative Reaktion auf beispielsweise Gluten, Laktose, Fruktose oder Hühnereier zeigen. Ein Symptom dieser Unverträglichkeiten kann ein Blähbauch nach dem Essen sein – zusammen mit anderen Begleiterscheinungen.

Werden Blähungen nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln beobachtet und der Verdacht auf eine Lebensmittelintoleranz geschürt, sollte ein Facharzt konsultiert werden, um eine ärztlich fundierte Diagnose zu stellen. Denn keinesfalls sollten bestimmte Lebensmittel oder gar Lebensmittelgruppen ersatzlos vom Ernährungsplan gestrichen werden, da dies zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen führen kann. 

5. Sie essen zu wenig Ballaststoffe

Ballaststoffe regen die Verdauung an und sorgen gleichzeitig für eine gesunde Darmflora. Werden sie über einen längeren Zeitrum hinweg zu wenig gegessen, kann dies zu Verstopfung und Blähungen führen. Laut DGE sollen täglich rund 30 Gramm Ballaststoffe gegessen werden, um von den positiven Eigenschaften der Nahrungsfasern zu profitieren.

Die eine Hälfte dieser Menge sollte aus Getreideprodukten, die andere aus Obst und Gemüse bestehen. Zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln zählen Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Pilze und Hülsenfrüchte wie  Weizenkleie, Leinsamen, Linsen, getrocknete Pflaumen und Aprikose.

Verwendete Quellen:Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Bundeszentrum für Ernährung

jbo Gala

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