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Anna Schürrle Über Diäten, Bananenbrot und ihre Heimat Kasachstan

Anna Schürrle
© Getty Images
Mit ihrem ersten Kochbuch "Dear Mama" erfüllt sich Anna Schürrle einen großen Traum. Im Interview mit GALA spricht sie über ihren gesunden Lifestyle, ihre Kindheit in Kasachstan und ihr Lieblingsgericht.

Fast 100.000 Fans folgen Anna Schürrle auf Instagram, lassen sich von ihrem gesunden Lifestyle inspirieren und kochen ihre kreativen Rezeptideen nach. Ihre beachtliche Sammlung an Gerichten, Snacks und Drinks hat die Frau von André Schürrle und Mutter einer Tochter nun in ihrem ersten Kochbuch "Dear Mama" gebündelt.

Darin präsentiert sie 70 pflanzenbasierte Rezepte, die eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft unterstützen sollen. Doch natürlich schmecken Blue Latte, Mesh Bowl und Bananenbrot nicht nur werdenden Müttern: Auch all jene, die auf eine gute Balance in ihrem Speiseplan achten und es gerne "Grün" mögen, profitieren von den überwiegend veganen Rezepten. Im Interview mit GALA spricht mit Anna Schürrle über ihr großes Kochbuch-Projekt, Diäten und ihre Heimat Kasachstan.

Anna Schürrle im GALA-Interview

GALA: Sie haben Ihr erstes Kochbuch "Dear Mama" veröffentlicht – sind Sie glücklich, es endlich in den Händen halten zu können?

Anna Schürrle: Oh ja, ein eigenes Rezeptbuch zu verfassen, war schon immer mein Traum. Als ich schwanger wurde, kamen ganz viele Fragen auf – insbesondere von meiner Mama, aber auch von nahen Freunden. Sie fragten mich, ob meine Ernährungsphilosophie trotz Schwangerschaft gleich bleibe oder ich jetzt nicht vielleicht doch ein Stück Hähnchen oder Quark essen wolle, damit ich meinem Kind alles Nötige an Nährstoffen gewährleiste. Ich konnte das gar nicht nachvollziehen. Ich habe gemerkt, dass gerade in Sachen pflanzlicher Ernährung viel Unwissenheit herrscht.

Anna Schürrle präsentiert stolz ihr erstes Kochbuch ("Dear Mama", GU Verlag, 224 Seiten, ca. 24,99 Euro)
Anna Schürrle präsentiert stolz ihr erstes Kochbuch ("Dear Mama", GU Verlag, 224 Seiten, ca. 24,99 Euro)
© Action Press

Mit meinem Buch möchte ich gerne aufklären und zeigen, dass man sich auch als Schwangere pflanzlich ernähren kann, ohne dem Kind dabei zu schaden.

Ihre Tochter Kaia ist neun Monate alt: Ernähren Sie die Kleine auch überwiegend pflanzlich?

Kaia isst mittlerweile mittags und abends das, was wir essen und wenn ich morgens ein Porridge mache, isst Kaia davon ebenfalls. Sie bekommt auch mal einen Brei, aber dann lasse ich die Kuhmilch und andere tierische Produkte weg.

Sie wuchsen in Kasachstan auf: Welche Lebensmittel prägten Ihre Kindheit?

Ich bin auf dem Land in Kasachstan groß geworden und mit Produkten aus dem eigenen Garten aufgewachsen. Wir hatten unsere eigenen Tiere, die wir auch selbst geschlachtet haben – jedoch nur im Winter. Denn große Kühlflächen hatten wir nicht und mussten das Fleisch daher in der Vorkammer lagern. Im Sommer gab es dann ganz viel frisches Gemüse und Obst aus dem Garten.

Gibt es ein Gericht, das Sie besonders an Kindheitstage erinnert?

Meine Mama hat so gut wie jeden Tag für uns gekocht. Es gab immer sehr viele Suppen – eigentlich jeden Mittag. Und gebacken hat sie auch besonders gerne.

Was ist Ihr absolutes Lieblingsgericht aus dem Kochbuch?

Die cremige Pasta mit Pilzen. Da bin ich immer selbst ganz überrascht, wie cremig und sahnig die schmeckt.

Wann haben Sie beschlossen, Ihre Ernährung umzustellen?

Das war während meines Studiums, als ich am tiefsten Punkt meines Wohlbefindens war. Mir war klar: Ich muss irgendetwas ändern. In dieser Phase bin ich auf eine alte Freundin gestoßen, die mir die vegane Ernährungsweise nähergebracht hat. Ich habe mich mit der Materie immer mehr auseinandergesetzt, Dokumentarfilme geschaut und Bücher dazu gelesen. Für mich hat das irgendwann so viel Sinn gemacht.

Haben Sie zu dieser Zeit schon andere Ernährungsweisen ausprobiert?

Damals habe ich die ein oder andere verrückte Diät ausprobiert. Zum Beispiel habe ich eine Zeit lang nur Reiswaffeln mit Putenbrust gegessen, damit ich nicht so viele Carbs zu mir nehme – oder aber auch Milchprodukte reduziert. Aber letztlich ist der Körper selbst das beste Spiegelbild und zeigt dir sehr schnell, was dir guttut und was nicht.

Sie essen sehr ausgewogen: Welcher Food-Sünde können Sie dennoch nicht widerstehen?

Dem Gebäck meiner Mama könnte ich niemals widerstehen – das ist jedoch alles andere als rein pflanzlich (lacht). Ich bezeichne das aber auch wirklich ungern als Food-Sünde, weil dann etwas Negatives mitschwingt. Ich sage lieber, dass ich mir das jetzt bewusst gönne, weil es mir in dem Moment vielleicht einfach gut tut – so eine Art Soulfood.

Sie sind viel unterwegs: Welche Snacks haben Sie immer dabei?

Auf Reisen liebe ich auf jeden Fall mein Bananenbrot. Am liebsten backe ich daraus Muffins, die sind handlich und gut verstaubar. Aber auch Datteln, frisches Obst oder Nüsse nehme ich gerne mit.

Auf welche Lebensmittel könnten Sie niemals verzichten?

Ohje, ich glaube, das wären all die Zutaten für mein Bananenbrot: Haferflocken, pflanzliche Milch, Bananen, Cashewkerne. Daraus kann man auch super viele, cremige Soßen machen – und Kakaopulver.

Verwendete Quellen:eigenes Interview, GU Verlag, Instagram

jbo / jku Gala

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