TV-Tipp: Wenn Katzenberger ermittelt

Im ARD-Krimi "Frauchen und die Deiwelsmilch" spielt Daniela Katzenberger mit viel Pfälzer Mundart und noch mehr Dekolleté ihre erste große Hauptrolle. Das geht sogar überraschend gut

"Frauchen und die Deweilsmilch"

Daniela Katzenberger hat nach all ihren Reality-Shows und Werbedeals den Sprung ins Schauspielfach geschafft: In "Frauchen und die Deiwelsmilch" ist sie am Donnerstag (10. April) erstmals als Hauptdarstellerin in einem ARD-Krimi zu sehen. Sie spielt die pfiffige Bankangestellte "Miri", die ein Talent für Zahlen hat ("Nur wenn ich nicht drüber nachdenke") und beherzt eine Verschwörung der Dorfpolitiker im beschaulichen pfälzischen Örtchen "Hattenstein" aufdeckt. Wer jetzt denkt, das könnte peinlich werden, irrt.

Daniela Katzenberger als Kitsch-liebendes Zahlengenie "Miri" in "Frauchen und die Deiwelsmilch".

Der Regionalkrimi wurde speziell für die Reality-Blondine geschrieben, doch dass keine Spannung aufkommt, liegt nicht an ihr. Katzenberger darf Stöckelschuhe tragen, ihre Plastikfingernägel anbehalten und schön Pfälzer Mundart babbeln - und das kann sie bekanntermaßen alles ziemlich gut. Leider wird die Story so schleppend erzählt, dass der titelgebende Dackelhund "Frauchen" mit seiner Spürnase die Handlung noch am schnellsten vorantreibt. Das gepaart mit kategorischen Gut/Böse-Figuren lässt den 90-Minüter streckenweise wie einen Fall von "TKKG" daherkommen. Da hilft auch eine gehörige Portion Lokalkolorit mit "Lewwerwurschtbrood" und Helmut-Kohl-Porträt im pfälzischen Rathaus nichts.

Daniela Büchner & Co.

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Daniela Büchner
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©Gala

Auch die Gags, die man mit Katzenberger sicher noch weiter hätte ausbauen können, überzeugen wenig. "Der Wein hat Arsch und Titten", flachst "Miri" etwa wenig originell, was einen schnöseligen Städter vor Schreck die Pfälzer "Deiwelsmilch" in die idyllische Landschaft prusten lässt. Bei Schulkindern sicherlich ein Lacher - doch der Film läuft schließlich nicht im Vorabendprogramm. Dazu würde die Nebenhandlung mit Kellnerinnen, die sich durch zweideutige Massagetätigkeiten einen Nebenverdienst verschaffen, auch nicht passen.

Wer Daniela Katzenberger mag, kann aber sicher sein, dass er hier genau die Marke bekommt, die erwartet wird: Viel Herz, viel Kitsch und viele Nahaufnahmen von Katzenbergers Hinterteil und Dekolleté. Doch nur blond und sexy ist die 27-Jährige nicht - das hat sie mit ihrem Spielfilmdebut einmal mehr bewiesen. Wenn die Quoten stimmen, soll eine Serie daraus werden. Dann hoffentlich mit etwas mehr Spannung im Krimi. Die schrulligen Nebenfiguren und die Katzenberger machen ihre Sache nämlich eigentlich ganz gut.

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