TV-Serien: Two And A Half Men

Ab dem 10. Januar laufen auf Pro 7 die ersten Folgen mit Ashton Kutcher, der Charlie Sheen ersetzt. In der "Gala"-Redaktion gehen die Meinungen zu diesem Personalwechsel stark auseinander

Postpubertär & albern

Klar will keine Frau so einen Typen zu Hause haben,

den Sitcom-Charlie nicht und den echten schon gar nicht. Aber ihm zuzusehen hat süchtig gemacht. Es ging ja in Wahrheit nie nur um den Frauenverschleiß eines Womanizers in kurzen Hosen - es ging auch um seine skurrile Familie. Mutter Evelyn, süffisant und gemein, Bruder Alan, der nichts auf die Reihe kriegt. Und schließlich Neffe Jake, am Anfang zehn Jahre alt, pummelig, schlicht, aber bauernschlau. Mein heimlicher Held!

Angelina Jolie und Co.

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Angelina Jolie als Maleficent
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Wie Mutter und Söhne sich subtile Gemeinheiten an den Kopf werfen, gerade weil sie sich eng verbandelt fühlen, und wie der kleine Junge sich mittendrin die richtigen Lebensweisheiten seines Onkels rauspickt, ist so böse wie anrührend. "Two And A Half Men" ist jetzt Legende. Erfolgreichste Sitcom in den USA, Top-Quoten in mehr als 40 Ländern; Ashton Kutcher legt sich in ein gemachtes Bett. Zu dumm, dass die Rechnung der Produzenten nicht ganz aufging: Nach dem Rausschmiss des abgedrehten Charlie Sheen suchten sie ja einen neuen Star ohne private Skandale ... Immerhin gibt sich Ashton in seinen ersten Folgen Mühe. Es reicht für postpubertäre Albernheiten. Und Teenies werden ihn als FKK-Anhänger Walden Schmidt eh süß finden. Mein Held Jake ist inzwischen 18 und schlank und laut Drehbuch nur noch dümmlich. In der neuen Staffel kommt er kaum vor. Aber Gott sei Dank gibt es ja all die großen alten Folgen jeden Tag irgendwo in der Dauer- Wiederholungsschleife.

Eine schreckliche, aber manchmal nette Familie: Charlie Sheen mit Serienbruder Alan (Jon Cryer) und Serienneffe Jake (Angus T. Jones). Nach 177 Folgen (Honorar zuletzt je 1,25 Millionen Dollar) wurde er von den "Two And A Half Men"- Produzenten gefeuert. Sein Serien-Alter-Ego Charlie Harper stirbt bei einem Unfall in der Pariser Metro.

Sabine Kobes

TV-Serien

Diese Stars übernehmen Gastrollen

Eigentlich wollte Katja Burkhard nur zur 6000. Jubiläumsfolge von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" berichten und hat prompt eine Rolle angeboten bekommen. Sie spielt eine Gerichtsreporterin und steht mit "Jo Gerner", Wolfgang Bahro und "Katrin Flemming", Ulrike Frank vor der Kamera.
Olivia Burkhart (als Fiona) und Lars Steinhöfel (als Easy) drehen mit der "GNTM"-Gewinnerin Jana Beller, die Model Lena spielt, eine Szene.
1993 spielt die 13 Jahre alte Michelle Williams eine Gastrolle in "Baywatch". In einer Drehpause lächelt sie mit ihrem gleichaltrigen Co-Star Jeremy Jackson in eine Fotokamera. Laut Jeremy Jackson sollen die beiden zu Zeiten von Baywatch auch ein Paar gewesen sein.
Teuflisch sexy ist Selma Blair in Charlie Sheens Sitcom "Anger Management" zu sehen.

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Ashton Kutcher verdient 700 000 Dollar pro Folge, besitzt aber nur einen Einjahresvertrag. Momentan wird neu verhandelt. Kutchers Position ist komfortabel, die Quoten waren anfangs bombastisch.

Höchste Zeit! Der Mann ist kein Ersatz, er ist ein Gewinn. Dass man Ashton Kutcher den reichen Malibu- Strandvillen-Besitzer, der bei der Damenwelt gut ankommt, viel eher abnimmt als Charlie Sheen, ist dabei nur der offensichtlichste Aspekt. Ich kenne viele Frauen, die Ashton "hot" finden - aber keine einzige, die das über Onkel Charlie sagen würde. Vor allem aber: So wichtig Charlie Sheen für "Two And A Half Men" früher auch war - wobei die Betonung auf "früher" und "war" liegt -, so wichtig ist nach über acht Jahren Serie die Kutcher-Frischzellenkur. Längst haben sich Jon Cryer als Alan und Angus T. Jones als Jake zu den echten Stars der Show entwickelt. Ihre Charaktere wurden ausgebaut, ihr schauspielerisches Talent ausgeschöpft. Die Geschichte von Charlie Sheen als Onkel Charlie war hingegen schon länger auserzählt. Über seine immer sehr ähnlichen Prostituierten- und Suffpointen konnte ich höchstens noch lächeln, nicht lachen. Mit Ashton Kutcher aber wird nun alles anders und genau deshalb: besser!

Er eröffnet den Autoren der Sendung die Möglichkeit, komplett neue Handlungsstränge zu entwickeln. Und ja, es war ein guter PR-Gag, Ashton in der ersten Folge nackt durchs Bild laufen zu lassen. Es ist aber nur der Anfang. Denn was Ashton wirklich kann, ist nicht saufen und koksen - es ist Comedy. Alexander Stilcken

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