TV-Flops: Die größten TV-Flops 2019

Auch 2019 fielen einige TV-Shows bei den Zuschauern durchs Raster. Bei einigen ist die Zukunft aber noch nicht abschließend geklärt.

Bill Kaulitz und Heidi Klum konnten mit ihrer Show nicht auf ganzer Linie überzeugen

2019 sind einige TV-Shows in der Gunst der Zuschauer durchgefallen. Trotz großer Namen verschwanden einige Sendungen schnell wieder von der Bildfläche, bei anderen bleibt deren Zukunft spannend. Das waren die größten TV-Flops im ablaufenden Jahr.

"Mein Lied für dich" (ZDF)

Die vor allem aus der VOX-Show "Die Höhle der Löwen" bekannte Judith Williams (48) versuchte sich im Herbst an einer ZDF-Primetime-Show, scheiterte jedoch trotz innovativer Idee. In "Mein Lied für dich" präsentierten Kandidaten ihre Lieblingslieder für besondere Menschen ihres Lebens und wurden dabei von der ehemaligen Opernsängerin begleitet. Obwohl die Show bei vielen emotionale Knöpfe drückte und laut Social-Media-Kommentaren einige Tränchen während der Ausstrahlungen flossen, waren die Einschaltquoten alles andere als angenehm für den Sender. Weniger als acht Prozent Marktanteil war für das ZDF eine Enttäuschung.

Daniela Büchner & Co.

Sind das die neuen "Dschungelcamp"-Kandidaten?

Daniela Büchner
In wenigen Monaten beginnt die neue Staffel von das "Dschungelcamp", um mögliche Kandidaten wird allerdings schon jetzt heiß diskutiert. Wer laut Informationen von "Bild" bereits zugesagt hat, sehen Sie im Video.
©Gala

"Der Traumjob bei Jochen Schweizer" (ProSieben)

Bei VOX funktionieren die Investoren in der Show "Die Höhle der Löwen" nach Belieben, außerhalb dieses Orbits gab es zum Beispiel für Carsten Maschmeyer (60) 2018 bei Sat.1 ein böses Erwachen. Dennoch versuchte sich ProSieben am Casting-Format "Der Traumjob bei Jochen Schweizer" mit Unternehmer Jochen Schweizer (62) in der titelgebenden Hauptrolle. Doch die völlig überzogenen Challenges, die die Kandidaten über sich ergehen lassen mussten, konnten das Publikum nicht überzeugen. Zum Ende hin wurde die Show in Doppelfolgen schnellstmöglich zu Ende gebracht, um den Schaden möglichst klein zu halten.

"Get the F*ck out of my House" (ProSieben)

Am Ende schaute kaum noch jemand zu, als ein gewisser Guggi die wahrscheinlich letzte Staffel von "Get the F*ck out of my House" auf ProSieben gewann. Der Sender verlegte das Finale aufgrund der katastrophalen Einschaltquoten zwei Wochen nach vorne. Das eigentlich originelle Konzept kam beim Zuschauer ganz offensichtlich überhaupt nicht an: Man sperre 100 Kandidaten in ein Mini-Haus und wer bis zum Ende durchhält, gewinnt einen hohen Geldbetrag. Klingt witzig, war es aber nicht. Aller Voraussicht nach wurde die Show nach dieser Bruchlandung ein für alle Mal beerdigt.

"Die Liveshow bei Dir zuhause" (ProSieben)

Tolle Idee, Umsetzung eher mangelhaft. ProSieben ließ die Moderatoren-Größen Steven Gätjen (47) und Matthias Opdenhövel (49) auf die hiesigen Wohnzimmer los. Das Konzept sah vor, eine Live-Spielshow in den eigenen vier Wänden und angrenzenden Vorgärten abzuhalten. Das Problem war nur, dass ein klassischer Rohrkrepierer daraus wurde. Die Spiele der kontrahierenden Familien waren teils so langweilig, dass selbst wohlwollende Zuschauer einschliefen. Der Höhenpunkt der Tristesse: Wer kann ein Stück Butter schneller in der Pfanne schmelzen lassen? Familia A oder Familie B? Nach zwei Folgen scheint Schluss zu sein, ProSieben wird diesen Aufwand für die wenigen Zuschauer vermutlich nicht weiterbetreiben.

"Top Chef Germany" (Sat.1)

Seit Jahren kam bei echten Gourmet-Liebhabern regelmäßig die Kritik auf, dass in Kochshows nicht die besten deutschen Köche auftreten, sondern die mit der telegensten Ausstrahlung. Höchste Zeit also, dem deutschen Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann (78) eine Bühne im TV zu bereiten. In "Top Chef Germany" führte er die Jury an und scheiterte dennoch mit dem international eigentlich sehr erfolgreichen Format. Im Schnitt schalteten am Mittwochabend um 20:15 Uhr nur rund 900.000 Zuschauer ein. Viel zu wenig für eine solch aufwendige Show mit der deutschen Koch-Ikone an vorderster Front. Immerhin gilt Witzigmann weltweit als einer der besten lebenden Köche.

"Queen of Drags" (ProSieben)

Ein klassischer und damit echter Flop war die erste Staffel der Heidi-Klum-Show "Queen of Drags" zugegebenermaßen vielleicht nicht, jedoch hatte man sich bei ProSieben mit Sicherheit mehr erhofft. Die Suche nach der besten Dragqueen Deutschlands fand bei den Kritikern ordentlichen Anklang, bei den Zuschauern ist aber noch deutlich Luft nach oben. Knapp eine Million Menschen sahen im Schnitt einmal in der Woche den schrillen Persönlichkeiten zu, wie sie versuchten die Jury rund um Klum (46), Bill Kaulitz (30) und Conchita Wurst (31) zu bezirzen und von sich zu überzeugen. Spannend bleibt mit Sicherheit, ob die zweite Staffel 2020 ein größeres Publikum überzeugen kann.

"Ready to beef" (VOX)

Misserfolge im TV kennt der erfolgreiche Fernsehkoch Tim Mälzer (48) eigentlich nicht. Vor allem seine VOX-Show "Kitchen Impossible" ist bis heute ein Mega-Erfolg. Seine neueste VOX-Sendung "Ready to beef", in der hochdekorierte Sterneköche im Studio gegeneinander antreten und deren Gerichte anschließend von Spitzenkoch Tim Raue (45) bewertet werden, kam beim Publikum aber nicht wirklich gut an. Die bereits bestellte zweite Staffel wird wahrscheinlich vorerst nicht wieder am Freitagabend um 20:15 Uhr laufen. Ob sie es überhaupt ins TV schafft oder beim Streaming-Ableger TV Now ihr Dasein fristen wird, ist bislang unklar.

"Survivor" (VOX)

In den USA ist "Survivor" seit nunmehr knapp 20 Jahren ein Mega-Erfolg. Die Idee: Eine Gruppe Menschen, die sich nicht kennt, wird irgendwo ausgesetzt und muss sich ohne fremde Hilfe organisieren und zurechtkommen. In Deutschland funktioniert das jedoch irgendwie nicht. Nachdem ProSieben bereits vor zwölf Jahren mit einem Adaptionsversuch scheiterte, versuchte sich nun VOX an dem schwierigen Terrain und musste schnell einsehen, dass das Konzept einfach nicht zündet. Zuerst schob man die Show von 20:15 Uhr auf 22:15 Uhr, zuletzt sogar auf 23:15 Uhr. Im Dezember endete "Survivor" und irgendwie bekam es kaum jemand mit.

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